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Oeri über «ihren» FCB
25. November 2012 13:53; Akt: 25.11.2012 18:11 Print
«Der Zusammenhalt ist am Zerbrechen»
Lange hatte sie geschwiegen, doch nach der Rücktrittserklärung von Alex Frei kann Gigi Oeri nicht mehr anders. Ungewohnt scharf kritisiert die Ex-Präsidentin des FC Basel die aktuelle Klubführung.
Am 16. Januar 2012 übergab Gisela «Gigi» Oeri das Präsidentenamt beim FC Basel an Bernhard Heusler. Mit ihren letzten Worten als Amtsträgerin fordert die langjährige Geldgeberin die Mitglieder an der ausserordentlichen Generalversammlung auf: «Stehen Sie hinter Bernhard Heusler. Er ist einer der besten Männer, die es je beim FCB gegeben hat.»
Bildstrecken Reiche Fussballklub-BesitzerZehn Monate später tönt es bereits ganz anders. Im Interview mit dem «Sonntag» äussert sich die 57-Jährige nicht nur zu ihrem Filmprojekt «Cloud Atlas», sondern auch zum FC Basel. Und ihre Aussagen bergen Zündstoff.
Zum angekündigten Rücktritt von Stürmer Alex Frei sagt Oeri: «Es entscheiden jetzt andere. Der jetzige Präsident ist verantwortlich und das muss man akzeptieren. Ich kenne die genauen Beweggründe nicht, deshalb kann ich auch nicht beurteilen, ob die jüngsten Entscheide gut oder schlecht sind. Ich kann nur sagen: Ich hätte einiges anders gemacht.»
«Rückblickend lag ich immer richtig»
Dann kommt Oeri auf Thorsten Fink zu sprechen, den ehemaligen FCB-Trainer, der im Oktober 2011 mitten in der Saison in die Bundesliga zum Hamburger SV wechselte. «Schon bei Thorsten Fink hätte ich anders gehandelt. Ob es mir gelungen wäre, ihn in Basel zu halten, weiss ich natürlich nicht, aber ich hätte es zumindest versucht», sagt Oeri.
«Vielleicht wäre es noch falscher herausgekommen, ich weiss es nicht. Ich bin eine Frau mit Emotionen. Ich hatte viel Ärger, aber auch verdammt viel Glück. Denn ich habe meine Entscheide immer aus dem Bauch gemacht. Viele sagten: Die Alte spinnt, doch rückblickend lag ich immer richtig.»
50 Millionen in den Klub gesteckt
Die Ehrenpräsidentin des FCB spricht mit dem «Sonntag» auch über die Finanzen. «In zehn Jahren habe ich rund 50 Millionen zurückgegeben», sagt sie. Und weiter: «Jetzt entscheiden andere, das muss man akzeptieren. Ich wünsche ihnen allen Erfolg der Welt, aber ich sehe, dass die Kontinuität und der Zusammenhalt im Klub im Moment am Zerbrechen sind.» Ihr Fazit: «Wenn das so weitergeht, ist der FCB wie jeder andere Fussballklub auch.»
(pre)
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Alle 32 Kommentare

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Frau Gigi Oeri?
Bin sehr froh, dass diese Dame nicht mehr beim Fc Basel ist. Sie hatte immer ein Problem mit der Polemik nun was soll das?! Wir brauchen Sie nicht. Es gibt genügende die in den Fc Basel investieren möchten und es auch tun.
@1893
Wer denn? Habe ich was verpasst? Haben Sie Namen? Meinen Sie Herr Ospel? Eine zweite Gigi Oeri wird es nicht geben. Für sie war der FCB einen Herzensangelegenheit.
Danke Gigi Oeri
Auch wenn sie nicht mehr Präsidentin ist hat sie immer noch das Recht sich zu äussern. Die Stadt Basel (nicht nur der FCB) hat ihr viel zu verdanken. Man merkt am Gespräch dass ihr der FCB immer noch am Herzen liegt. Wer behauptet sie hätte keine Ahnung vom Fussball sollte sich lieber mal die anderen Präsidenten der Super League unter die Lupe nehmen. Spätestens beim FCZ und bei YB finden wir ein paar die noch weniger Ahnung haben.
Besser als alle
Basel ist auch ohne oeri kohle immer noch um welten besser als die konkurenz!
Man vergisst schnell...
...Da vergessen wohl einige, dass vor nicht langer Zeit sogar Fans Geld sammeln gingen, damit der FCB weiterleben konnte. Ohne Oeri kein neues Stadion, keine teueren Spieler und damit auch keine Modefans...
Man vergisst vorallem René Jaeggi
1996 wurde Jaeggi Präsident und bewahrte den FCB vor dem sportlichen und finanziellen Ruin. Dann gab's ein neues Stadion....und erst dann kam G. Oeri langsam ins Spiel und vielleicht die eine oder andere Million.