Schürmann trotz Sieg

04. November 2012 19:56; Akt: 05.11.2012 09:23 Print

«Die Sorgen sind immer noch da»

von Eva Tedesco - Pierre-André Schürmann feiert in Sion einen siegreichen Einstand. Aber warum tut er sich den undankbarsten Trainerjob der Liga an?

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Pierre-André Schürmann feiert gelungenen Einstand als Sion-Trainer. (Video: 20 Minuten Online) Im Grossformat auf dem Videoportal Videoportal
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Präsident Christian Constantin wechselt seine Trainer, wie andere Hemden. Als Sion-Spieler muss man stets auf Überraschungen gefasst sein. Schürmann ist in der laufenden Saison – 15 Runden notabene – bereits Trainer Nummer 3 bei den Sittenern. Anfang September hat Michel Decastel Sébastien Fournier abgelöst, der zwei Tage nach der 0:3-Schlappe gegen St. Gallen freiwillig den Rückzug angetreten hat. Und ausgerechnet gegen diese Ostschweizer gab «Schü-Schü» am Sonntag seinen Einstand als Sion-Trainer und revanchierte sich mit dem gleichen Resultat wie am 1. September im Tourbillon: 3:0.

«Es war keine einfache Woche für mich und für die Spieler», so Schürmann nach seinen ersten 90 Minuten als Sion-Trainer. «Es ging alles so schnell. Ich hatte mit Weihnachten gerechnet, aber nach einem Gespräch mit dem Präsidenten war klar, dass es sofort losgeht. Ich habe eine gute erste Woche hinter mir und auch die Spieler haben sehr gut reagiert und gut gearbeitet. Aber es war klar, dass ich in diesen paar Tagen nicht alles ändern konnte.»

Gespräche, Gespräche und wieder Gespräche

Das Hauptaugenmerk in der ersten Woche hat der ehemalige SFV-Nachwuchstrainer (2001-2007) auf das gegenseitige Kennenlernen gelegt und dafür viele Gespräche geführt. «Schade, konnte ich nicht mit allen Spielern sprechen. Es ist wichtig für mich, dass ich meine Spieler spüre. Wir haben auch sehr viele Spieler aus dem Ausland und die haben eine Betreuung nötig und dafür muss ein Trainer auch dasein. Ich werde die Gespräche auch in Zukunft verstärkt weiter führen und grossen Wert darauf legen.»

Tatsächlich hat Schürmann auf dem Platz auf Bewährtes vertraut und keine grossen Änderungen vorgenommen. Entscheidend für den Sieg in der Ostschweiz sei deshalb kein Handstand aus taktischer Sicht gewesen, sondern «der Wille meiner Mannschaft». Die Spieler hätten immer an den Sieg geglaubt und seien geduldig geblieben.

Schürmann hat keine Zeit zum Nachdenken

Die Pfiffe und Provokationen des Ostschweizer Publikums habe man in positive Aggressivität auf dem Platz umgemünzt. «Es ist immer schön mit einem Sieg zu beginnen und erleichtert einem die Arbeit. Für uns waren die drei Punkte sehr wichtig, denn Sion hat Ambitionen und mit diesem Sieg haben wir die Kurve gekriegt und können den Blick wieder vorwärts richten», so Schürmann.

«Aber die Sorgen sind immer noch da. Wir haben erst wenige Tage gearbeitet und deshalb werden wir auf keinen Fall beginnen zu rechnen und den Blick allein auf die Tabelle richten. Ich schaue nur von Spiel zu Spiel.» Das ist auf dem heissesten Schleuderstuhl der Liga wohl angebracht, denn langfristig in Sion zu planen ist für einen Trainer so schwierig wie eine Punktlandung auf dem Mars. «Darüber denke ich gar nicht nach. Ich muss das nächste Spiel planen und habe gar keine Zeit mir solche Gedanken zu machen.»
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Sion-Verteidiger Arnaud Bühler nach dem Sieg in St. Gallen über Trainerwechsel, en Sieg und die Tabelle. (Video: 20 Minuten Online)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bruno am 04.11.2012 22:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Pfiffe?

    "Die agressiven Pfiffe der Ostschweizer" waren durchaus verdient. Die Schidsrichter Leistung war ungenügend und dieser Gattuso kannehr Provozieren als Fussball spielen. Ich als GC Fan, finde diesen Endstand wirklich ungerecht und finde mit einem unentschieden hätten beide Teams ein gerechtes Resultat gehabt.

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  • Peter Zuberbühler am 04.11.2012 22:25 Report Diesen Beitrag melden

    Trainer beim FC Sion

    Jetzt ist Schürmann wenigstens bis zur nächsten Niederlage noch Trainer.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter Zuberbühler am 04.11.2012 22:25 Report Diesen Beitrag melden

    Trainer beim FC Sion

    Jetzt ist Schürmann wenigstens bis zur nächsten Niederlage noch Trainer.

  • Bruno am 04.11.2012 22:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Pfiffe?

    "Die agressiven Pfiffe der Ostschweizer" waren durchaus verdient. Die Schidsrichter Leistung war ungenügend und dieser Gattuso kannehr Provozieren als Fussball spielen. Ich als GC Fan, finde diesen Endstand wirklich ungerecht und finde mit einem unentschieden hätten beide Teams ein gerechtes Resultat gehabt.

    • Bidu am 05.11.2012 22:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @ Bruno

      Ich glaube du hast den Match nicht gesehen. Der Entscheid mit Rot war richtig so. Und nen Penalty hätten die Sittener auch noch bekommen sollen. Wo ich mit dir einig bin ist wegen Gattuso, der hätte auch mindestens Gelb verdient.

    • Fredi Schwarz am 06.11.2012 08:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Verdienter Sieg von Sion

      Warum ungerechten Niederlage? Willst du etwa behaupten das die rote Karte nicht gerechtfertigt gewesen sei? Wenn ja verstehst du die Regeln nicht oder du bekommst es als GC Fan langsam mit der Angst zu tun, weil Sion und Basel im Gleichschritt sich immer näher an die Spitze nähern. St. Gallen hatte vielleicht mehr Chancen. Aber wenn man diese nicht verwertet, dann ........... In spätestens 5 Runden werden sowohl Basel als auch Sion GC überholt haben. Dann folgt nach dem GC Hype bestimmt wieder der FCB oder evtl Sion Frust zurück. hahaha ALLEZ SION!!

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