Pressestimmen

17. Oktober 2012 09:01; Akt: 17.10.2012 11:22 Print

«Ein guter Lohn für eine schwache Vorstellung»

Die Schweizer Presse ist sich nach dem 2:0-Sieg der Nati in Island einig: Das war keine Glanzleistung. Trotzdem wähnt man sich bereits mit einem Bein an der WM in Brasilien.

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Die «Berner Zeitung» fand nicht nur die äusseren Bedingungen «abgeklärt und cool». Der Warnschuss von Birkir Bjarnason in der 61. Minute an die Latte war für die «Mittelland-Zeitung» der Weckruf. «Es war die wegweisende Szene für den Schweizer Sieg. Einen Sieg, der guter Lohn ist für eine lange Zeit schwache Vorstellung.» Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld sagte nach der Partie, dass diese «auf Messers Schneide» gestanden sei. Die «Neue Zürcher Zeitung» findet, dass der «initiative» Tranquillo Barnetta mit seinem 1:0 dieses Messer aus Schweizer Sicht entschärft habe. Das «St. Galler Tagblatt» spricht von einem «harten Stück Arbeit» und einem Schweizer Spiel, das «kein gutes» war. «20 Minuten» gerrät beim Betrachten des 1:0 durch Tranquillo Barnetta ins Schwärmen. Ein «Traumtor» habe der Routinier erzielt. Gleichzeitig gibt es auch Tadel für die Eidgenossen: «Es war nichts Erwärmendes, was die Nati im Reykjaviker Kühlschrank bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt bot.» Nach dem «Zittersieg» in Island scheint der «Blick» die Flugtickets nach Brasilien bereits gebucht zu haben. Wenn das mal gutgeht. Schliesslich ist die Nati 1972 mit vier Siegen in Serie noch besser in eine (EM-)Qualifikation gestartet und hat es trotzdem noch vergeigt... Dieses Ereignis hat die «Basler Zeitung» ausgeblendet. Dafür nimmt sie Bezug auf die hervorragende WM-Qualifikation 1994. Damals, im Jahr 1992, hatten die Schweizer nach vier Partien ebenfalls 10 Zähler auf dem Konto. Das Fazit des Blattes: «Nimmt man die Ausgangslagen der vergangenen Jahre als Massstab, dann ist die Schweiz mit einem Bein bereits an der WM. » Der «Tages-Anzeiger» zeigt sich von der Leistung der Schweizer in Island «nicht überzeugt» und spricht von «Wettkampfglück». Doch auch das sei eine «wertvolle Qualität», weil «es solche Spiele und Siege braucht, um in einer solchen Qualifikation erfolgreich zu sein.»

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Die Schweizer Nati hat beim 2:0 über Island am Dienstagabend nicht brilliert. Da sind sich die Schweizer Journalisten einig. Trotzdem zeigt ein Blick in den Blätterwald grosse Zufriedenheit mit der Truppe von Ottmar Hitzfeld. Die «Basler Zeitung» fasst es in einem Satz zusammen: «Nach dem glückhaften 2:0-Sieg gegen die zähen Isländer hat die Mannschaft von Coach Ottmar Hitzfeld nach vier Spielen zehn Punkte und überwintert an der Tabellenspitze.» Mindestens 157 Tage lang würden die Schweizer nun auf Platz eins bleiben, bis sie am 23. März 2013 ihr nächstes Pflichtspiel auf Zypern absolvieren. «Genügend Zeit, um sich die Tabelle auszuschneiden und sich zu freuen. Aber auch viel Zeit, um die teilweise ungenügende Leistung gegen Island aufzuarbeiten.»

Auch der «Tages-Anzeiger» fand die Leistung der Hitzfeld-Truppe in Island «nicht überzeugend». Dass die Schweizer die Partie aber dennoch 2:0 gewonnen haben, sei eine wertvolle Qualität. «Vielleicht war dieser Abstecher nach Island sogar von besonderer Bedeutung, sollten sie sich in einem Jahr für die WM 2014 qualifiziert haben. Weil es solche Spiele und Siege braucht, um in einer solchen Qualifikation erfolgreich zu sein: Siege eben, die ohne Glanz, sondern mit Hängen und Würgen erarbeitet wurden; Siege, wie sie auch die grossen Mannschaften auszeichnen und für eine gewisse Qualität stehen.»

Der «Blick» sieht die Nati bereits an dieser WM und titelt bereits euphorisch: «Brasilien, wir kommen!» Während sich die meisten anderen noch in Zurückhaltung üben, gibt auch die «Basler Zeitung» bereits eine Prognose ab und sieht Barnetta und Co. zumindest bereits «mit einem Bein» an der WM.

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(mon)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • TopTom am 17.10.2012 12:18 Report Diesen Beitrag melden

    Sascha Ruefer - Island Fan ?

    Wäre der Match auf einem anderen Sender übertragen worden hätte ich weggezappt. So schlecht wie Sascha Ruefer die Manschaft 70 min lang reden wollte, waren sie nun wirklich nicht. Und dann die Aussage: "Statt 1:0 für Island steht's nun 1:0 für die Schweiz"... wenn er so was quasi bedauert darf er gerne für das Isländische TV kommentieren :-(

  • Luna-One am 17.10.2012 10:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Luna

    Am schwächsten aber waren die TV-Reporter Sacha Ruefer und Matias Hüppi schlimm wie die zwei auf den Schweizern rumhackten !!!! Bitte auswechseln !!!!!

    einklappen einklappen
  • hans meier am 17.10.2012 09:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    besser waren wirnoch nie

    hallo.. soweit und so gut war die schweiz noch nie.....

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Klara 23 am 17.10.2012 21:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hopp Schwiiz!

    Hauptsache gewonnen!!

  • Jeanclaude am 17.10.2012 20:41 Report Diesen Beitrag melden

    die ganze Gruppe schwach

    Die Schweiz ist in dieser Gruppe die beste Mannschaft. Aber es ist eine grottenschlechte Gruppe, aus der keine Mannschaft an eine WM gehört.

  • Deep am 17.10.2012 16:01 Report Diesen Beitrag melden

    2:0 gewonnen Punkt

    Hey 2:0 für die Schweiz PUNKT ... Die Schweiz hat nicht super gespiel aber gewonnen früher hat die schweiz gut gespielt und verloren ;-) wenn sich jemand beklagen muss dann Deutschland vom 4:0 zum 4:4 ... daaass ist biiiitter

  • Ivan R. am 17.10.2012 13:03 Report Diesen Beitrag melden

    Glückwünsche

    Super Leistung nur weiter so. Die Schweiz ist auf den richtigen Weg zur WM 2014.

  • Simon am 17.10.2012 12:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    unglaublich

    wiso erwarten die schweizer immer fussball vom feinsten. es ist immer noch die schweiz und nicht spanien. da zählt in aller erster linie das ziel und das ist der sieg und nicht der weg dorthin mit traunfussball. di nati ruft das ab was sie kann und das macht si mometan gut. also schraubt eure erwartungen zurück und bleibt realistisch. di schweiz gewinnt ihre spiele und das ist doch ein grund zur freude. elende nörgler!