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Drei WM-Versager
02. September 2010 22:21; Akt: 02.09.2010 22:26 Print
Das Streben nach Wiedergutmachung
von Marcel Allemann - England, Frankreich, Italien: Drei grosse Fussball-Nationen haben nach ihrer peinlichen WM heute etwas gutzumachen.

Der neue Hoffnungsträger bei England: Theo Walcott ist derzeit in Topform. (Bild: Reuters)
England (gegen Bulgarien), Frankreich (gegen Weissrussland) und Italien (gegen Estland) stehen bereits beim Auftakt der EM-Quali unter Druck. Nachdem sich diese drei Hochkaräter an der WM bis auf die Knochen blamiert haben, würde es das heimische Publikum erst recht nicht goutieren, wenn nun kein diskussionsloser Sieg eingefahren würde. Den Willen zur Wiedergutmachung lassen die jeweiligen Teamverantwortlichen zumindest dadurch erkennen, dass sie die Teams umgebaut haben.
Bei England stehen noch zwölf Spieler vom 23-Mann-Kader in Südafrika im Aufgebot für die Spiele gegen Bulgarien und die Schweiz, bei Frankreich sind nur noch zehn der WM-Versager dabei und Italien vertraut noch auf elf Spieler, die die italienische Volksseele vor zweieinhalb Monaten erzürnt haben. Die Squadra Azzurra mit Cesare Prandelli und Frankreich mit Laurent Blanc haben zudem einen neuen Übungsleiter, dagegen hielt England an Fabio Capello als Trainer fest. Doch der italienische Startrainer steht weiterhin in der Schusslinie der Revolverblätter. «Vor der WM war ich einer der besten Trainer der Welt, seitdem ist offenbar alles ein grosses Problem und meine Werte werden hinterfragt», schüttelt Capello den Kopf. Sein Hoffnungsträger auf ruhigere Tage ist ausgerechnet einer, den er vor der WM ausgemustert hat: Arsenal-Jungstar Theo Walcott (21) erzielte in der noch jungen Premier-League-Saison bereits vier Tore und soll nun eine zweite Offensivwaffe neben Wayne Rooney sein.


























