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Fifa unter Beschuss

Bet-Verbot auf dem Spielfeld nur für Christen?

von Désirée Pomper/Lorenz Hanselmann

Weil die Seleção am Confed-Cup kollektiv betete, hat die Fifa die Brasilianer ermahnt. Dass die Ägypter dasselbe taten, war ihr offenbar egal. Nun tobt in Italien eine Medienschlacht.


Betende Brasilianer nach dem Confed-Cup-Sieg: Deswegen hat die Fifa die Seleção ermahnt. (AP)

Auf dem Spielfeld hat Gott nichts verloren – das jedenfalls findet die Fifa: Sie hat die Spieler der brasilianischen Fussballmannschaft offiziell ermahnt, weil sie nach ihrem Sieg am Confed-Cup gemeinsam im Kreis gebetet haben.

Dahinter wittert die italienische Zeitung «Il Giornale» eine Attacke der Fifa gegen das Christentum. So titelte sie: «Beten verboten (aber nur für die Christen)». Das Blatt verweist auf die ägyptische Nationalmannschaft, deren Spieler sich am gleichen Turnier nach dem Sieg gegen Italien nach Mekka wendeten und zu Allah beteten. Hier aber habe die Fifa keine Notwendigkeit gesehen, die Ägypter zurechtzuweisen, so die Zeitung.

Die Fifa selbst bestätigt, die Brasilianer ermahnt und die Ägypter nicht zurechtgewiesen zu haben, wollte zur Gottesangelegenheit sonst aber keine Stellung nehmen. Stattdessen verweist sie auf die Spielregeln des International Football Association Board. Diese besagen aber nur, dass die Spieler keine Kleidung mit «politischen, religiösen oder persönlichen Botschaften» zur Schau stellen dürfen.

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