Klage wegen Steuerbetrugs

14. Juni 2017 09:31; Akt: 14.06.2017 09:33 Print

Ronaldo äussert sich zu den Vorwürfen

Der Real-Star soll dem spanischen Fiskus 14,7 Millionen Euro vorenthalten haben. Jetzt nimmt Cristiano Ronaldo Stellung.

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Ihm droht eine längere Haftstrafe: Cristiano Ronaldo beim Training der portugiesischen Nationalmannschaft in der Nähe von Lissabon. (13. Juni 2017) (Bild: Keystone/Tiago Petinga/EPA)

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Der Weltfussballer Cristiano Ronaldo hat den Vorwurf der Steuerhinterziehung zurückgewiesen. Das Lissaboner Unternehmen Gestifute seines Managers Jorge Mendes teilte am Dienstagabend mit, es habe keine Unterschlagung gegeben.

Es sei klar, dass der Spieler nicht versucht habe, Steuerzahlungen zu umgehen, hiess es weiter. Die für Wirtschaftsdelikte zuständige Staatsanwaltschaft hatte am Dienstag beim Gericht in Madrid eine Anzeige gegen den Torjäger erstattet. Er wurde darin der Steuerhinterziehung in Höhe von 14,76 Millionen Euro beschuldigt.

Bis zu sieben Jahre Haft

Dem 32-jährigen Portugiesen drohe wegen insgesamt vier Steuervergehen eine Mindesthaftstrafe von bis zu sieben Jahren Haft sowie eine Geldstrafe von mindestens 28 Millionen Euro, schätzte der Verband der Steuerexperten des spanischen Finanzministeriums (Gestha). Ronaldo soll beim Confed Cup in Russland vom 17. Juni bis 2. Juli für Portugal zum Einsatz kommen.

Die Staatsanwaltschaft war von der Steuerbehörde eingeschaltet worden. Zuvor hatte ein vom Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» angeführtes internationales Medien-Netzwerk vorwiegend in Spanien tätige Fussballstars in Berichten über Steuertricks und Briefkastenfirmen in Steueroasen genannt. Die Informationen waren von der Enthüllungsplattform «Football Leaks» zur Verfügung gestellt worden.

Auch Messi in der Schusslinie

Lionel Messi, der sportliche Rivale des Portugiesen, wurde erst vor wenigen Wochen wegen Steuerhinterziehung in Höhe von 4,1 Millionen Euro zu einer 21-monatigen Haftstrafe verurteilt. Der Profi des FC Barcelona wird aller Wahrscheinlichkeit nach aber nicht ins Gefängnis müssen, weil Haftstrafen von bis zu zwei Jahren in Spanien bei nicht vorbestraften Angeklagten praktisch immer zur Bewährung ausgesetzt werden.

Ronaldo ist nach Angaben des US-Magazins «Forbes» der bestbezahlte Sportler der Welt. Der Portugiese verdiente in den vergangenen zwölf Monaten knapp 83 Millionen Euro, wie aus einer dieser Tage veröffentlichten «Forbes»-Liste hervorgeht.

(chi)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Leser am 13.06.2017 12:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine Panik

    Es wird eh nichts passieren. Siehe Messi

    einklappen einklappen
  • Lenk am 13.06.2017 12:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Promibonus

    naja viel passieren wird ja sowieso nichts Promibonus halt.

  • Peter am 13.06.2017 12:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ronaldo

    Doch nicht so sauber hinter den Ohren, wie er vorgibt.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Mike am 14.06.2017 14:54 Report Diesen Beitrag melden

    Logik?

    Eine mindestens Haftstrafe von BIS zu sieben Jahre

  • der genervte am 14.06.2017 14:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Er trägt selbst die Schuld

    Ich kann nicht verstehen wie man diesen Milchbubi so in schutz nehmen kann.. Un die Schuld immer anderen geben muss.. Auch wenn andere für ihn die Arbeit machen ist er verantwortlich das die Steuererklärung rechtens ist.. Und damit ist er für diese Sache auch selbst verantwortlich.. Aber es ist ja leicht die Schuld immer den anderen zu geben wenn man denkt das man der beste und der grösste ist.. Der gehört dann einfach wie jeder andere dafür in den Knast..

  • Otto E. am 14.06.2017 13:10 Report Diesen Beitrag melden

    Verwalten

    Wer hat denn bei solchem Einkommen noch den totalen Überblick? Soll keine Entschuldigung sein, aber ich denke da braucht es eine totale Vertrauensperson um soviel Kohle richtig und ehrlich zu verwalten!

  • Leser am 14.06.2017 12:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Uli

    Uli musste auch ins gefängnis! Wiso sollte ronaldo und messi nicht auch? Wir normalen menschen müssten ja auch:(

  • ChrisT am 14.06.2017 12:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ähm ja bei Messi waren es nur 1J9mt

    Da muss man nicht unbedingt ins Gefängnis. Bei CR7 gehts um das 4x an hinterzogenen Steuern! Zudem noch weitere Anklagepunkte... macht sicher über 2J. Da bin ich mir nicht so sicher, dass nix passiert... UH musste auch ins Gefängnis trotz Busenfreundin Merkel... spätestens wenn er nicht mehr aus Russland zurück kommt ist der Fall klar. Vielleicht holt er sich auch einen russischen Pass