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FC Sion
28. August 2009 10:32; Akt: 28.08.2009 10:33 Print
Positive Bilanz trotz Frust und Ärger
von Lars Gansäuer, Istanbul - Mit hoch erhobenem Kopf verliessen die Spieler des FC Sion den Istanbuler Rasen. Aber trotz einem beachtlichen 2:2-Unentschieden und einer guten Leistung schoben die Walliser auch ordentlich Frust.
Zwei Schlüsselszenen lagen dem FC Sion nach dem Schlusspfiff böse im Magen: Zuerst das frühe und unnötige erste Gegentor, dann aber vor allem der unglaubliche Penaltypfiff des portugiesischen Schiedsrichters.
Sion erkämpfte sich im Rückspiel gegen Fenerbahce ein 2:2, doch das reichte nicht für ein Weiterkommen.(Bild: Keystone)
Sion-Trainer Didier Tholot hadert mit dem Schicksal. «Damit wir weiterkommen, hätte alles aufgehen müssen. Doch im Hinspiel bekamen wir ein klares Abseitstor zum 0:2 und im Rückspiel geraten wir schon nach 98 Sekunden durch einen unglaublich dummen Fehler von Serey Die in Rückstand», sagt der Coach. Hinzu komme der Penaltyentscheid gegen Sion. «Man sieht im Fernsehen klar und deutlich die Abseitsstellung und dann war es noch nicht einmal ein Foul», so Tholot und fügt an: «Wenn es so unglücklich läuft, hast Du eigentlich keine Chance.»
Auch Arnaud Bühler, der den Elfmeter verursachte, ist überzeugt, dass der Schiedsrichter falsch entschieden hat: «Zuerst steht er deutlich in meinem Rücken und damit im Offside - und dann berühre ich Kasim gar nicht einmal. Trotzdem pfeift der Schiedsrichter da Elfmeter. Ich habe zwar die Bilder noch nicht gesehen, aber das war ganz klar kein Penalty.»
Wichtiger Achtungserfolg für die Super League
Für Sion war das 2:2-Unentschieden trotz allem ein Achtungserfolg. «Die Mannschaft hat Charakter und Stolz gezeigt und das 2:2 ist ein verdientes Ergebnis», bilanzierte auch Sportchef Frédéric Chassot. Der französische Trainer Tholot hob ebenfalls das Positive hervor: «Einige Spieler konnte dieses Spiel wirklich nutzen, um sich zu zeigen. Vor allem Dabo, den ich zuletzt sogar in die U21 abgegeben hatte, wusste zu gefallen und hat seine Sache sehr gut gemacht. Insgesamt habe ich nun einige interessante Alternativen für die Aufstellung am Sonntag.»
Vanczak schwer verletzt
Eine negative Nachricht erreichte die Walliser unmittelbar nach dem Schlusspfiff in der Kabine: Verteidiger Vilmos Vanczak, der kurz vor der Halbzeitpause mit Goalie Volkan zusammengeprallt war, wurde notfallmässig ins Spital überführt und muss möglicherweise auch noch vor Ort operiert werden. Nachdem der ungarische Internationale vom Knie des Fenerbahce-Goalies getroffen wurde, sammelte sich möglicherweise Blut in der Lunge.
Zudem gab sich auch Tariq Chihab nach dem Duschen unmittelbar in ärztliche Beteuung, doch eine Rückreise mit der Mannschaft, die bereits um drei Uhr in der Nacht den Flieger in Richtung Heimat bestiegen hatte, war möglich.


























