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Hakan Yakin
04. Dezember 2012 22:29; Akt: 04.12.2012 23:47 Print
«Wollen Sie mir wieder etwas unterstellen?»
von Eva Tedesco - Hakan Yakin sass beim letzten Spiel Bellinzonas trotz ausgestandener Knieverletzung nur auf der Bank. Kehrt «Haki» überhaupt noch auf den Rasen zurück?
Für Hakan Yakin verlief die Vorrunde der Challenge League nicht nach Wunsch. Der Star der AC Bellinzona kam wegen einer hartnäckigen Entzündung im Knie lediglich zu sieben Einsätzen (3 Tore). Der jüngere Bruder von FCB-Trainer Murat Yakin plagte sich seit August mit Schmerzen im Knie herum. Anfang September, nach dem Sieg im Direktduell gegen den FCA (2:1), war Schluss mit lustig und «Haki» fiel fast acht Wochen aus. Die letzten zwei Partien wäre der 35-Jährige fit gewesen, kam unter Trainer Francesco Gabriele aber nicht zum Einsatz. Was ist los? 20 Minuten Online fragte beim ehemaligen 87-fachen Internationalen nach.
Hakan Yakin, haben Sie bei der AC Bellinzona Ihren Platz in der Mannschaft endgültig verloren?
Hakan Yakin: Yakin hin oder her – Bellinzona hat zuletzt ohne mich zweimal in Folge gewonnen. Und es heisst ja: «Never change a winning team». Da muss auch ein Hakan Yakin hinten anstehen, sonst wäre das ja nicht professionell.
Sie sind in der Saison 2012/13 lediglich sieben Mal zum Einsatz gekommen. So haben Sie sich Ihre Zeit in der Challenge League wohl kaum vorgestellt, oder?
Ich habe mir sicher nicht vorgestellt, dass ich acht Wochen ausfalle. Ganz klar, nein. Ich war schon geraume Zeit nicht mehr so lange verletzt und die Rehabilitation hat länger gedauert, als angenommen.
Aufgrund der Art Ihrer Verletzung oder des Alters?
Ich hatte eine Entzündung im Knie, die später auch noch das Innenband angegriffen hat. Und man weiss, dass es bei Entzündungen halt länger gehen kann und man viel Geduld braucht. Das richtige Timing ist nach ausgestandenen Verletzungen oft schwierig. Hinzu kommt, dass die Mannschaft während meiner Absenz wichtige Punkte gesammelt hat. Deshalb verstehe ich den Trainer, dass er lieber wenig verändern wollte.
Und das Ganze hat nichts mit einem angespannten Verhältnis zu Trainer Gabriele oder Sportchef Giuseppe Bifulco zu tun?
Wollen Sie mir wieder einmal unterstellen, dass ich mit einer möglichen Entlassung eines Trainers oder Sportchefs zu tun habe?
Haben Sie? Steht einer der beiden vor dem Abschuss?
Ich kann die Gedanken des Präsidenten nicht lesen, aber das unschöne Transparent gegen den Sportchef im Stadion im Spiel gegen Wohlen haben alle gesehen. Klar ist da die Sprachbarriere, weil ich immer noch wenig italienisch spreche und es der Sportchef mit der deutschen Sprache nicht so hat, aber da ist gesunder gegenseitiger Respekt.
Sie haben aber gesagt, dass Sie italienisch lernen wollen. Hat sich das erledigt?
Ich gehe wöchentlich in den Sprachkurs, aber in der Mannschaft wird hauptsächlich deutsch gesprochen. Und ich bin ja bekannt dafür, dass ich den Weg des geringsten Widerstands gehe ... (lacht)
Dann wäre es auch einfacher mit 35 Jahren aufzuhören, anstatt auf der Ersatzbank die Zeit totzuschlagen. Rechen Sie in der Rückrunde mit mehr Einsätzen?
Ich hatte während meiner Verletzung viel Zeit, darüber nachzudenken. Aber solange ich Spass habe und mein Enthusiasmus ungebrochen ist, will ich weitermachen, zumal die heisse Phase in der Meisterschaft erst noch kommt und glaube, dass man mich dann braucht. Ich denke, dass Aarau, Winterthur und Wil im Winter noch investieren werden und der Aufstieg hart umkämpft bleibt. Man darf nicht vergessen, dass es in dieser Saison nur einen Aufsteiger gibt.
Mit nur zwei Punkten Rückstand auf Leader Aarau hat Bellinzona eine gute Ausgangslage, den Aufstieg im zweiten Anlauf zu schaffen. Es wäre Ihre letzte Chance wieder in der höchsten Spielklasse zu spielen, oder?
Die Chancen der ersten Vier in der Tabelle sind mehr oder weniger gleich gut, mit dem Unterschied, dass Winti und Wil nicht zwingend aufsteigen müssen, bei Aarau und bei uns sieht es da schon anders aus.
Die Tessiner haben Sie aber nicht nur als Spieler geholt, sondern auch als Funktionär, genauer als Botschafter für das Stadionprojekt, das seit Jahren in der Schublade liegt. Wie sieht es mit diesen Aufgaben aus?
Genau, ich bin bei der AC auch VR-Mitglied und Botschafter für das neue Stadion. Das Projekt ist auf gutem Weg und hat eine weitere Hürde genommen. Aber ich bin nicht der Verantwortliche, der die Baupläne zu kommentieren hat. Ich bin glaubwürdiger, wenn ich mein Talent als Fussballer sprechen lasse und glaube, dass ich meine Aufgabe als Botschafter so am besten erfüllen kann. Ich habe grossen Respekt vor diesen Aufgaben als VR-Mitglied und Botschafter, aber Politik betreiben liegt mir nicht so wie Fussball spielen (lacht).
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Bellinzona
Schon klar macht er weiter bis es spass macht, er verdient 30'000 franken pro monat um auf der bank den anderen zusehen wie sie spielen. Würde mir auch spass machen!
Spielentscheiden
Yakin kann heute noch spiele entscheiden! Ich bin überzeugt das er bald wieder zur startformation der ACB sein wird! Obwohl ich mir ziemlich sicher bin das Aarau dar rennen um den aufstieg machen wird!! Sehr starke mannschaft!!
YBLegende
Yakin war einer der besten Spieler die YB je hatte! ein Jahr länger und es hätte mit dem Meistertitel geklappt! Bei Bellinzona ist ein solcher Spielmacher sicher noch ein- zwei Saisons(vor allem in der Super League) von Nutzen! Da bin ich mir sicher!