Eklat im Nati-Camp

08. November 2017 13:29; Akt: 08.11.2017 18:07 Print

Udinese will Behrami zur Rückkehr zwingen

Ein angeblicher formeller Fehler sorgt vor dem Barrage-Hinspiel in Nordirland für Wirbel. Udinese droht dem SFV im Fall Behrami.

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Für Vladimir Petkovic ist klar, dass er eine Entscheidung, wie den Penaltypfiff für die Nati in Belfast, akzeptieren würde. Gemeinsam mit dem Nati-Trainer stellten sich Stephan Lichtsteiner (M.) und Granit Xhaka den Fragen der Presse. Fabian Frei hat die Nati wegen eines Todesfalls in der Familie verlassen. Der Rückflug der Nati am Freitagabend aus Nordirland verzögerte sich um mehr als eine Stunde. Dies weil eine Flybe-Mschine in Belfast notlanden musste. Am Schluss landete dann die ganze Truppe gesund wenn auch etwas müde und spät auf heimischem Boden. Die Schweiz ist der WM in Russland einen grossen Schritt nähergerückt. Das Barrage-Hinspiel entschied sie dank einem verwandelten Penalty von Ricardo Rodriguez (r.) in Belfast für sich. Granit Xhaka (Nr. 10) und Denis Zakaria jubeln mit und führten im Mittelfeld eine feine Klinge. Die Szene, die zum Strafstoss führte, war allerdings sehr umstritten und wohl eher nicht elfmeterwürdig. Doch das war der Nati sowie den Fans letztendlich egal. Die Weichen fürs Rückspiel am Sonntag sind gestellt. Xherdan Shaqiri wirkt an der Pressekonferenz etwas skeptisch. Hauptsache, im Spiel am Donnerstagabend weiss er genau, was zu tun ist. Petkovic strahlt viel Ruhe aus. Und Behrami zieht sich bei ungemütlichen Temperaturen warm an. An einer Pressekonferenz in Belfast gibt der SFV kurze Zeit zuvor bekannt, dass Valon Behrami, der selber nicht an der PK teilnimmt, bei der Nati bleibt und nicht zu seinem Verein Udinese zurückkehren wird. Wenig später trainiert der Udinese-Söldner bereits wieder mit den Kollegen und ist bester Laune. Auch die anderen Nati-Spieler zeigen vollen Einsatz. Der angeschlagene Valon Behrami soll zu spät zur Nati eingerückt sein. Sein Verein Udinese verlangt nun die sofortige Freigabe seines Spielers und droht dem Schweizerischen Fussballverband SFV mit rechtlichen Konsequenzen, falls Behrami nicht zurückkehrt oder gegen Nordirland sogar eingesetzt wird. Die Nati landete am Dienstagabend in Belfast. Ein Autogrammjäger will ein Selfie mit Ricardo Rodriguez. Auf gehts nach Nordirland. Vladimir Petkovic (r.) und sein Assistent Antonio Manicone am Flughafen Basel. Steven Zuber, Remo Freuler und Haris Seferovic (v. l.) checken vor dem Abflug ihre Handys. Valon Behrami macht es sich im Flieger bequem. Zuvor gaben Behrami (M.), Seferovic (l.) und Fabian Schär den Medien Auskunft. Vladimir Petkovic, Trainer der Schweizer Nationalmannschaft, zeigt sich an der Pressekonferenz entspannt. Petkovic begrüsst einige Journalisten persönlich. Druck vor dem wichtigen Spiel in Nordirland am Donnerstag scheint der 54-Jährige keinen zu verspüren. Xherdan Shaqiri (r.) und Admir Mehmedi treffen im Hotel Marriott Courtyard in Pratteln BL ein. Breel Embolo kommt mit dem Teambus. Ebenso Yann Sommer (vorne) und Nico Elvedi (links hinten). Granit Xhaka mit pfiffiger Frisur. Valon Behrami weiss noch nicht, ob er wegen seiner Oberschenkelprobleme spielen kann. Captain Stephan Lichtsteiner. Denis Zakaria sieht beinahe wie ein Tourist aus. Steven Zuber (vorne) und Remo Freuler.

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Der 13. der Serie A behauptet in einem offiziellen Communiqué, dass der SFV das Aufgebot für die beiden WM-Playoff-Spiele erst am 27. Oktober und damit fünf Tage zu spät erlassen habe.

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Schon vor dem Abflug nach Belfast hatte sich Behrami einem weiteren medizinischen Untersuch bei seinem Arbeitgeber unterziehen müssen. Es ging dabei um die Oberschenkelverletzung des 32-jährigen Mittelfeldspielers, die gemäss Udinese einen Einsatz mit dem Nationalteam nicht zulässt.

Pressekonferenz um 17.30 Uhr

Der Club droht dem SFV im gleichen Schreiben mit Konsequenzen. «Falls der Spieler nicht freigegeben oder trotz der Umstände eingesetzt wird, behält sich Udinese Calcio das Recht vor, wegen Verletzung der Fifa-Regeln sämtliche zivil- und sportrechtlichen Mittel auszuschöpfen.»

Der SFV hat angekündigt, sich frühestens um 17.30 Uhr Schweizer Zeit an der Pressekonferenz im Windsor Park zur Situation des «Kriegers» zu äussern. Die Beteiligten beraten den Fall aktuell im Teamhotel.



(20 Minuten)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Balon Vehrami am 08.11.2017 13:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke Udinese

    Danke an Udinese für die unnötige Unruhe, die vor diesen wichtigen Spielen ins Team gebracht wird. Hoffentlich steigt ihr ab!

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  • andrebu am 08.11.2017 13:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    FIFA

    Das wäre nun eigentlich ein Fall für die FIFA die dafür sorgen müsste, dass die Clubs ihre Spieler für WM und WM Qualifikatonsspiele bedingungslos abgeben müssen! Aber hier gibt es vermutlich nichts zu verdienen....

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  • Marcel am 08.11.2017 13:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Angeschlagen

    Angeschlagen nützt er der Mannschaft sowieso nicht viel! Es hat genug gesunde Spieler, welche ihn ersetzen können!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • sprachloser am 09.11.2017 12:44 Report Diesen Beitrag melden

    muri, das haus der Amateure.....

    danke an den SFV , der unfähig ist, termingerecht spieler aufzubieten...... hoffe der verantwortliche, der an dem Schlamassel schuld ist, verliert seinen job. vor einem so wichtigen spiel, den Termin zu verpassen? diletantisch, und definitiv nicht die schuld von udinese. alles überbezahlte Amateure beim SFV, oder was????

  • Gas Monkey am 08.11.2017 18:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mal Klartext

    Die Schweiz hat in der Barrage ein Freilos gezogen. Deshalb macht man jetzt halt aus diesem Thema eine grosse Geschichte in den Medien. Egal wer für die Schweiz auf dem Platz steht, gewinnen werden wir sowieso. Nicht arrogant, einfach Tatsache. Wer sich vor den Nordiren fürchtet sollte besser Eiskunstlauf unterstützen

  • Zico am 08.11.2017 18:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schweiz out!

    Ich hoffe die Schweizer werden gegen die Nordiren auf der Strecke bleiben. Petkovic hat nach seinen Siegen gegen Europas Fussballzwerge wohl den Grössenwahn bekommen. Sein Aufgebot mit Behrami, Mehmedi, Dzemaili und Embolo zeigt eindeutig, was er von "Schweizer" Fussballern hält! Ich hoffe die Schweiz verpasst mit dem besten Trainer aller Zeiten die WM.

    • Äxgusi am 08.11.2017 22:53 Report Diesen Beitrag melden

      @Zico

      Hallo? Er hat 24 Spieler aufgeboten. Wer spielt, zeigt sich dann noch. Gegen wen hat denn Nordirland bisher gewonnen? Mal gegen Norwegen, gegen Tschechien... sind aber auch nicht besser als Ungarn, eher schwächer.

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  • O. Gerber am 08.11.2017 18:15 Report Diesen Beitrag melden

    Zwei Möglichkeiten:

    1) VB bleibt - darf aber unter keinen Umständen spielen (auch nicht am Sonntag); 2) VB - falls einsatztauglich befunden - geht frühestens am Freitag zu Udinese und kickt für den Club. Dort wird er gebraucht. Zu Claudio Sulser - Zwängelei, aber Hinweis auf Kontakt zu Udinese deutet an, dass man dort mit diesen (vermuteten) Lösungen leben kann.

  • Goal am 08.11.2017 17:52 Report Diesen Beitrag melden

    Theater

    Wozu gibt's Aerzte? Ist doch logo, dass hier der Clubarzt von Udine entscheiden muss, ob Behrami spielen kann oder nicht. Dass VP ihn überhaupt aufbietet, ist bedenklich und ein Armutszeugnis!