Vladimir Petkovic

06. November 2017 18:15; Akt: 06.11.2017 18:24 Print

Der Nati-Trainer weiss, was in Nordirland zu tun ist

von E. Tedesco - Neun Siege und die dritthöchste Punktzahl aller Teams in der Qualifikation zum Vergessen. Alles fängt wieder bei null an.

Das sagt Nati-Trainer Vladimir Petkovic vor den wichtigen Barrage-Spielen gegen Nordirland. (Video: 20 Minuten)
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Am Montagnachmittag startete die Nati in die Woche der Wahrheit mit den beiden Barrage-Spielen gegen Nordirland am 9. und 12. November. Es geht um nichts weniger als das Ticket für die WM 2018 in Russland. Alles, was bisher in der Qualifikation war, gehört der Vergangenheit an. Das sagt der Nati-Coach im Teamhotel in Pratteln BL beim ersten Medientermin am Montag.

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Schlägt die Schweiz Nordirland in der Barrage?

«Ich habe diese Spiele nicht geplant», gab der Tessiner zu, «aber jetzt sind wir wieder bei null angelangt und müssen alles auf reset setzen.» Ein Reset (eng., deutsch: zurücksetzen) ist der Vorgang, durch den ein elektronisches System in einen Anfangszustand gebracht wird, wenn es nicht mehr ordnungsgemäss funktioniert.

Nicht nach Wunsch funktioniert hat die Nati bei der Finalissima in Lissabon. Nach neun Siegen en suite verlor die Schweizer Equipe das entscheidende Spiel gegen Portugal und wurde auf den zweiten Gruppenplatz verwiesen. Der bedeutete entgegen den Plänen von Petkovic die Barrage. «Wir hatten nicht viel Zeit, um uns auf diese Aufgabe optimal vorzubereiten, aber wir werden nun auch aus dem negativen Resultat das Positive herausziehen, um am Donnerstag in Belfast bereit zu sein.»

In Belfast ein erstes Zeichen setzen

Das 0:2 in Lissabon und die Enttäuschung, nicht direkt für die WM qualifiziert zu sein, habe der Schweizer Selektionär rasch verarbeitet. «Wir haben schliesslich nicht gegen irgendeinen Gegner verloren, sondern gegen den Europameister», so Petkovic. Enttäuscht sei er lediglich gewesen, dass seine Mannschaft in diesem Spiel zu passiv gewesen sei. Das soll gegen Nordirland wieder anders werden. Petkovic will jene Schweiz sehen, die aktiv ist und das Spiel bestimmen will. Er will jenes Team sehen, das zeigt, dass es der Chef auf dem Platz ist.

«Wir dürfen die Beine nicht zurückziehen. Es ist kein Zufall, dass in den letzten vier Jahren nur Deutschland in Belfast gewonnen hat. Es ist ein Team, das hinten reinsteht, aber mit solchen Mannschaften haben wir Erfahrung», sagt Petkovic. «Jeder falsche Pass von uns wird dort von den Fans gefeiert wie ein Tor. Aber wir wollen schon in diesem ersten Spiel in Belfast ein Zeichen setzen, dass wir in Russland dabei sein wollen.»
Nati-Trainer Vladimir Petkovic hat sich in den letzten Wochen mit den Nordiren auseinandergesetzt und den Gegner studiert. (Video: 20 Minuten)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sehnsucht 6 7 am 06.11.2017 18:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gewinnen. Das ist zu tun.

    in Nordirland ist nur eines zu tun und zwar gewinnen fertig . Spekulationen und Experten Beiträge sind nicht hilfreich und zum jetzigen Zeitpunkt eh zu spät. Einfach mit Herz spielen und gewinnen.

  • Heinrich am 06.11.2017 18:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Überschätzt

    Nun kann unsere Nati zeigen was sie kann! Die Aufgabe ist alles andere als einfach! Nordirland hat in der Quali lediglich 5 Tore kassiert. Dass sich unsere Mannschaft gegen solche Teams schwer tut, zeigten die knappen Resultate in der Gruppe gegen Andorra und andere Kleinstaaten. Die hochgelobte Siegmannschaft könnte mit der Nichtqualifikation ein böses Erwachen erleben!

    einklappen einklappen
  • Bruno K. am 06.11.2017 18:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Resetten..

    ..kann man auch ohne dass etwas nicht mehr ordnungsgemäss funktioniert.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Franz Müller am 07.11.2017 17:38 Report Diesen Beitrag melden

    Komische CH-Mentalität

    Kopfschüttelnd lese ich hier viele negative Kommentare, die das scheitern der Nati fast wünschen! Wieso denn eigentlich? CH-Eigenart? In Nordirland glaubt die Presse und viele Fans an ihre Boys! Schlechte, abwertende Kommentare über ihr Team wie bei uns, lese ich dort nirgends. Spricht Bände, für die Fü..-Bürger Mentalität, denen Bonsai-Sport am liebsten ist. Ausser Tennis, mit einem gewissen RF, den sehen/schreib fasten alle selig.

    • Jonas Gübeli am 08.11.2017 08:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Secondos

      Viele stören sich daran, dass die meisten Spieler einen Migrationshintergrund haben und deshalb die Hymne nicht singen (Inler war die Ausnahme). Sieht wie ein Pakt aus. Als Antwort auf Ihre Frage.

    einklappen einklappen
  • derTürke am 07.11.2017 12:42 Report Diesen Beitrag melden

    Barrage gleich Penaltyschiessen

    Nur im Penaltyschiessen ist es möglich dass der FC Intschi gegen Real Madrid gewinnen kann. Barrage Spiele ist genau das selbe. Du verlierst 3-1 Auswärts aber gewinnst zu Hause 2-0 und bist weiter. Du spielst auswärts 1-1 und zu Hause ein 2-2 bist du raus. Du gewinnst Auswärts 0-1 aber verlierst zu Hause 1-2 bist du raus. Darum sind Chancen 50% zu 50%.

  • kukuk am 07.11.2017 12:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wm barrage

    Ich kann es nicht glauben , dass die negativ ueber die nati kommentieren schweizer sind , nein definitiv keine schweizer

  • Roland Achermann am 07.11.2017 09:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Typisch Petkovic

    Ob der Trainer weiss was zu tun ist lasse ich offen, aber ob sie es auch können ist mehr als unsicher.

  • Viererkette am 07.11.2017 08:08 Report Diesen Beitrag melden

    Das Gefühl sagt mir die Schweizer Nati

    wird scheitern, und danach einen neuen Coach präsentieren.