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Ottmar Hitzfeld
06. September 2010 12:18; Akt: 06.09.2010 12:19 Print
«Wir wollen gewinnen»
An der letzten Pressekonferenz vor dem England-Spiel gab Ottmar Hitzfeld die Richtung vor. «Das Ziel sind die drei Punkte», erklärte der Nati-Coach und verriet auch schon Teile der Aufstellung.
Ottmar Hitzfeld hat sich das Video vom Spiel England - Bulgarien noch nicht angesehen. Das will er erst im Verlauf des Tages nachholen. Dennoch hat der Schweizer Nationaltrainer schon einen Plan, wie der grosse Favorit zu besiegen ist. «Wir müssen gegen England die richtige Mischung aus Angriff und Verteidigung finden und mit kühlem Kopf und mit Herz spielen. Die Engländer spielen schnell nach vorne und haben sprintstarke Spieler. Sie haben aus ihren Fehlern von der WM gelernt», analysierte Hitzfeld.
Bildstrecken Schweizer B-Team holt RemisDennoch will Hitzfeld nicht - wie gegen Spanien - nur verteidigen lassen. «Wir müssen im richtigen Moment schnell in die Offensive umschalten. Wir wollen gewinnen, auch wenn England der haushohe Favorit ist. Das Ziel sind sicher die drei Punkte», so der 61-Jährige. Mehr wollte Hitzfeld dann aber doch nicht verraten.
Wer spielt auf den Aussenbahnen?
Beim Thema Aufstellung gab Hitzfeld dafür überraschend offen Auskunft. «In der Verteidigung und im Sturm bleibt alles beim Alten», erklärte Hitzfeld. «Nur im Mittelfeld wird es Änderungen geben.» Vorne gehen also Alex Frei und Eren Derdiyok auf Torejagd. In der Defensvie werden Reto Ziegler, Stéphane Grichting, Steve von Bergen und Stephan Lichtsteiner zum Einsatz kommen.
Im Mitteldfeld ist noch offen, wer neben den zentralen Gökhan Inler und Pirmin Schwegler auflaufen wird. «Alle Kandidaten hätten es verdient zu spielen. Wir haben mit Shaqiri, Padalino, Degen und Margairaz einige Möglichkeiten. Es kommt aber nicht auf die Namen an. Wichtig ist, wie wir spielen.» Auch zur Torhüterfrage äusserte sich der Trainer. «Bis jetzt läuft die Zeit für uns. Wenn Diego Benaglio morgen Abend um 18 Uhr in der Mannschaftssitzung ist, wird er spielen.» Der Wolfsburger will unbedingt bei der Geburt seines ersten Kindes dabei sein und würde abreisen, wenn es unmittelbar vor dem England-Match soweit wäre.
Hitzfeld: «Rooney wird wohl spielen»
Natürlich wurde Hitzfeld an der Pressekonferenz auch zu Wayne Rooney, der momentan während einer Sex-Affäre mit einer Prostituierten in den Schlagzeilen steht, befragt. «Ich bin kein Psychologe und natürlich belastet eine solche Situation auch den Spieler», so der Nati-Trainer. Zuletzt kursierten Gerüchte, dass der englische Starstürmer gegen die Schweiz gar nicht auflaufen werde. Das glaubt Hitzfeld aber nicht. «Ich gehe davon aus, dass Capello Rooney spielen lassen wird. Er kann nicht auf einen Spieler seiner Klasse verzichten.» Die Frage, ob ein Sex-Skandal auch in seiner Mannschaft möglich sei, wollte Hitzfeld allerdings nicht beantworten. «Wir wollen hier über Fussball sprechen und über nichts anderes.»
(pre)


























