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18. April 2007 23:08; Akt: 19.04.2007 09:23 Print
GC-Management wirft den Bettel hin
Die sportliche Krise der Grasshoppers weitet sich neben dem Rasen aus. Unmittelbar nach dem enttäuschenden 1:1-Remis beim Tabellenletzten Schaffhausen kündigte das GC-Management um Walter A. Brunner an, geschlossen zurückzutreten.
Spätabends informierte GC offiziell mit einem Communiqué: «Nachdem der Betriebsaufwand substanziell reduziert werden konnte und die nachhaltige Finanzierung von GC Fussball durch dem Grasshopper-Club nahestehende Kreise gesichert ist, wird sich der Fussballbereich von GC ab der Saison 2007/08 auf eine erneuerte Grundlage abstützen können.»
Walter A. Brunner und Karl-Heinz Riedle haben gestern Abend entschieden, zurückzutreten.(Bild: Keystone)
Seit Tagen kursierten in den Medien im Zusammenhang mit GC tiefrote Zahlen. Das Defizit der aktuellen Saison bewege sich in der Höhe von gegen fünf Millionen. Brunner dementierte im Schweizer Fernsehen, dass der Klub verschuldet sei: «Wir können den Verein schuldenfrei übergeben.» Gemäss Brunner liegen entsprechende Bankgarantien vor.
Die Hoppers müssen die Führungscrew praktisch neu besetzen. Obschon der aktuelle Präsident zuletzt mehrfach in Abrede stellte, seinen Posten bereits im Sommer zu räumen, geht er. Ihm werden der Finanzchef Beat Schnider, Sportchef Karl-Heinz Riedle und auch VR- Mitlied Aloys Hirzel folgen. Riedle stritt ab, dass er wegen der fehlenden sportlichen Erfolge abtrete.
Wer künftig die Verantwortung tragen wird, ist völlig offen. Im «Blick» wurde am Dienstag Heinz Spross lanciert. Der CEO der Spross- Holding ist ein Neffe des verstorbenen GC-Mäzens Werner H. Spross. Gemäss Informationen von GC will der Verein künftig auf den eigenen Nachwuchs bauen - die gleiche Absicht äusserten die Hoppers bereits im vergangenen Jahr, ehe sie im Winter eine regelrechte Einkaufstour auf dem ausländischen Markt vollzogen und neben anderen den Alt-Star Ailton engagierten.
Wie Krassimir Balakov auf die Turbulenzen an der Führungsspitze reagieren wird, bleibt abzuwarten. Sein Abgang würde indes niemanden mehr überraschen. Zumindest öffentlich war der Bulgare von einer Fortsetzung des Engagements von Brunner ausgegangen. Der zweite Umsturz auf höchster Ebene nach dem Debakel mit Thomas Gulich im schwarzen November 2004 wird die Anspannung im schlingernden Traditions-Klub weiter verschärfen.
(si)

























