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Trainerwechsel
28. März 2012 13:29; Akt: 28.03.2012 13:30 Print
Neue Besen kehren meist nicht viel besser
von Eva Tedesco - In der Bundesliga haben in dieser Saison schon sechs Trainer ihren Posten räumen müssen. Doch was bringt ein Trainerwechsel während einer laufenden Meisterschaft wirklich?
Eine Woche ist Krassimir Balakow Trainer in Kaiserslautern. Sein Debüt (0:2 gegen Freiburg) ging in die Hose. Der Abstieg scheint unvermeidlich. Der ehemalige GC- und St. Gallen-Trainer hat sein Amt bei Kaiserslautern erst am letzten Donnerstag angetreten, nachdem er am Mittwoch noch Hajduk Split gecoacht hatte. Balakov übernahm den Job von Marco Kurz, der mit den Pfälzern zuvor 16 Spiele ohne Sieg geblieben war. Kurz ist bereits der sechste Bundesliga-Trainer, der in der laufenden Saison seinen Stuhl räumen musste.
BildstreckenDen Auftakt der Trainerentlassungen in der Saison 2011/12 machte der HSV. Am 19. September 2011 trennten sich die damals auf einem Abstiegsplatz liegenden Hamburger von Michael Oenning. Seinen Nachfolger fanden die Hanseaten in der Schweiz: FCB-Meistertrainer Thorsten Fink wechselte am 13. Oktober vom Rhein an die Alster. Nach einem Zwischenhoch befindet sich der HSV aber wieder im Sturzflug und auf dem Relegationsplatz.
Premiere beim SC Freiburg
Zum ersten Mal in seiner Bundesligageschichte entliess der SC Freiburg in der aktuellen Saison einen Cheftrainer. Auf einem Abstiegsplatz liegend «entsorgten» die Breisgauer am 29. Dezember 2011 Trainer Marcus Sorg. Seine Nachfolge übernahm Christian Streich. Freiburg belegt derzeit Platz 13 mit einem Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz.
Besonders munter drehte sich das Trainer-Karussell in Berlin. Los ging es mit der Entlassung von Markus Babbel Ende Dezember, nachdem sich der Ex-Bayern-Star mit der Vereinsleitung von Hertha überworfen hatte. Als Wunschkandidaten lotsten die Hauptstädter Michael Skibbe für eine hohe Ablöse aus der Türkei in die Bundesliga. Nach fünf Spielen und fünf Niederlagen war aber auch für Skibbe Schluss. Der nächste Feuerwehrmann heisst Otto Rehhagel, der die Hertha (derzeit Platz 17) vor dem Abstieg nach nur einem Jahr in der Bundesliga retten soll. Babbel unterschrieb nur zwei Wochen nach seiner Entlassung in Berlin bei Hoffenheim, wo er Holger Stanislawski ablöste.
Trainerwechsel ohne sportliche Not
Einen Trainerwechsel ohne sportliche Not musste Schalke 04 im September 2011 vollziehen, nachdem Trainer Ralf Rangnick wegen eines Burn-out-Syndroms zurückgetreten war. Mit Huub Stevens verpflichteten die Königsblauen einen alten Bekannten. Der Holländer ist mit Schalke derzeit auf Platz 3 (hinter dem BVB und Bayern München) zu finden und befindet sich auf Champions-League-Kurs.
Mit Sorge beobachtet Matthias Sammer die «Trainer-wechsel-dich»-Vorgänge. «Es macht keinen guten Eindruck auf die Liga», so der Sportdirektor des Deutschen Fussball-Bundes (DFB) in der Sendung Sky90. Man sollte darüber nachdenken, ob man nicht eine Klausel einführen sollte, nach der Trainer, die während einer Saison entlassen worden sind, in der gleichen Saison nicht mehr in der Liga eingesetzt werden könnten.
Wann Trainerwechsel in einer laufenden Meisterschaft den erwarteten Erfolg gebracht haben und wann nicht, sehen Sie in der Bildstrecke oben.
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Alle 9 Kommentare

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Halt !!
stimmt doch nicht - absolut genial was Streich mit meinem ScF leistet !
Stopp !!
Absolut richtig! Der SC sollte hier nicht erwähnt werden. Die Entwicklung dieser Jungen Mannschaft zeigt nur in eine Richtung, auch wenn nicht immer Punkte geschossen werden. Die Arbeit scheint Nachhaltig zu sein und ausserdem besitzt Streich das Potential zur lokalen Legende
Spieler entscheiden eben die Mannschaft
Dass Fink beim HSV derzeit Probleme hat erstaunt mich nicht. Erstens kann er es sich nicht erlauben, schwächelnde Stars mit den höchsten Gehältern rauszunehmen - sonst ist er ja schuld. Zweitens werden diese Stars mit Stammplatzgarantien natürlich nicht mehr laufen, daher hat der HSV auch den zweitschlechtesten Laufschnitt, weniger als 10km pro Spieler. So ist es halt, dass Petric, Westermann, Aogo etc. schwach spielen, trotzdem spielen dürfen und schuld sind - Fink setzt einfach auf die stärksten / bestbezahltesten, die dann die Leistung nicht bringen. Schade um Fink und den HSV...
Denkfehler von Sammer
Na dann suchen sich die Klubs halt Trainer ausserhalb Deutschlands, welche nicht vorher bei einem anderen Klub der Bundesliga waren. Problem wird so nicht gelöst.