Chelsea-Oligarch

09. August 2017 12:08; Akt: 09.08.2017 15:06 Print

Frau Abramowitsch macht Schluss – das wird teuer

Nach zehn Jahren geht die Ehe zwischen Roman Abramowitsch und Daria Schukowa in die Brüche.

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Aus die Maus: Roman Abramowitsch und Daria Schukowa trennen sich nach zehn Jahren Ehe. Kunstliebhaberin und Galeristin: Die 35-jährige Daria Schukowa. Das zweite Zuhause: Roman Abramowitsch und seine 850-Millionen-Euro-Jacht vor Nizza. Von Haus aus Chelsea-Fan: Roman Abramowitsch und sein Sohn Aaron. Mit Daria hat er zwei gemeinsame Kinder. Oligarch und Fussballliebhaber: Am 1. Juli 2003 kaufte Roman Abramowitsch für umgerechnet 238 Millionen Franken den FC Chelsea. In nur zehn Minuten soll der Deal unter Dach und Fach gewesen sein. Übrigens war der Milliardär auch an anderen Klubs interessiert, doch Chelsea war im Vergleich zu diesen billig. Hätte Abramowitsch nicht investiert, hätte wohl der Konkurs gedroht. Im Sommer 2007 mit Claudio Pizarro von Bayern München. Dieser kam aber im Gegensatz zu vielen anderen Superstars ablösefrei nach London. Nach der Meisterschaft 2005 und 2006 feierte die Mannschaft unter Roberto Di Matteo (r.), der nach der Entlassung von André Villas-Boas übernahm, im Frühling 2012 den bisher grössten Erfolg der Klubgeschichte. Glückwünsche von höchster Stelle: Roberto Di Matteo begibt sich nach der Pokalübergabe vom damaligen Uefa-Präsidenten Michel Platini und Gianni Infantino auf direktem Weg zu Roman Abramowitsch. Abramowitsch feiert mit seinen Spielern auf dem Bus. So richtig wohl scheint sich der Oligarch dabei aber nicht zu fühlen. Die Brille am Tag danach zeigt es: Abramowitsch hat den Titel offenbar doch kräftig gefeiert. Fünf verschiedene Trainer nach dem Gewinn der Champions League: Der aktuelle Trainer Antonio Conte schaffte es nach José Mourinho 2015 zum Meistertitel 2017.

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Roman Abramowitsch soll in jüngster Zeit nur noch allein auf seiner 850-Millionen-Euro-Jacht gesichtet worden sein.
Seine 15 Jahre jüngere Ehefrau Daria Schukowa hat ganz offensichtlich neue Pläne im Leben – trotz zwei gemeinsamer Kinder.

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Die 35-jährige Russin, selbsternannte Kunstliebhaberin und Galeristin, will sich nach zehn gemeinsamen Jahren mit Abramowitsch neu entfalten.

Das dürfte dem russischen Oligarchen nicht nur am Ego kratzen oder gar das Herz brechen, sondern auch ein kleines Loch in den Geldbeutel reissen. Die Rede ist von mehreren hundert Millionen Euro, die dem Fussballliebhaber wegen seiner dritten Scheidung ins Haus stehen.

Nach neun Jahren die Champions League

Dass der Besitzer des FC Chelsea nun in Finanznot gerät und einige seiner gutbezahlten Kicker verkaufen muss, ist hingegen nicht zu erwarten. Oder war der Transfer von Nemanja Matic von Chelsea zu Manchester United das erste Signal für den ersten Sparkurs in der Ära Abramowitsch?

Seit 2003 ist Chelsea in Abramowitschs Hand, eine Hand, die an der Stamford Bridge immer sehr grosszügig war und nach Jahren der Geduld auch zum Gewinn der Champions League führte. Hunderte Millionen Euro hat er für diese Vision investiert und mit Trainer Roberto Di Matteo 2012 auch realisiert.

Den Traum wiederholen

Fünf verschiedene Trainer sind seither in den vergangenen fünf Jahren an der Seitenlinie der Blues gestanden, alle mit dem Auftrag, den Traum zu wiederholen.

Der aktuelle Trainer Antonio Conte geniesst nach dem sechsten Meistertitel für Chelsea mehr Vertrauen denn je, und auch für ihn wird die russische Geldquelle in Zukunft nicht versiegen – trotz Scheidung.

Abramowitschs Vermögen wird laut dem US-Magazin «Forbes» auf neun bis zehn Milliarden Dollar geschätzt. Damit lässt sich sogar noch eine vierte Ehe finanzieren.

(sr)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Markus am 09.08.2017 12:21 Report Diesen Beitrag melden

    Warum?

    Wieso soll sie mit der Scheidung soviel Geld erhalten? Zu dem Vermögen von Abramowitsch hat sie ja überhaupt gar nichts dazu beigetragen!

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  • tim am 09.08.2017 12:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aus Fehlern sollte man lernen

    Wenn man (n) nach 2 Scheidungen noch nichts gelernt hat. Hat ihm wohl das viele Geld, denn gesunden Menschenverstand vernebelt.

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  • Mann ohne Trauschein am 09.08.2017 12:26 Report Diesen Beitrag melden

    Ich wollte auch mal heiraten.

    Die Erfahrungen in der eigenen Familie und im Freundeskreis haben mich dann aber davon abgehalten. Es würde mir noch weniger ums Geld gehen, als um die Tatsache, dass man als Vater (wenn die Mutter nicht mitspielt) völlig den Behörden ausgeliefert ist. Und sind wir ehrlich, welche Trennung geht schon konfliktfrei über die Bühne.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Toni am 10.08.2017 08:17 Report Diesen Beitrag melden

    Nichts gelernt

    Hat der Russe nichts von Berlusconi gelernt? Ob es Chelsea nun auch so ergeht wie Milan in den letzten Jahren, und ob die Chelsea Schweizer Mode Fans nun ihr Trikot mit einem von Man. United oder Liverpool tauschen?

  • Danzamaniac am 10.08.2017 08:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ehevertrag

    Warum Sorgen? Finanziell besteht sicher ein Ehevertrag.

  • Scirocco am 10.08.2017 08:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    knallhart

    Ich würde ihr das Minimum zugestehen und das Maximum dafür ausgeben um ihr das Leben zu versalzen. Sie ist ohne Vermögen in die Ehe gekommen, also soll sie ohne viel Geld verreisen. Du willst gehen? Dann geh. Ohne mein Geld.

  • Massimo am 09.08.2017 18:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht jammern wenn die Rechnung kommt!

    Die Ehe ist nun mal die teuerste Form der Prostitution. Nur mit Kochen und Putzen kommt sie ja wohl nicht auf eine solche Entschädigung;-)

  • ste. am 09.08.2017 17:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ehevertrag

    Wenn ich soviel Geld hätte würde ich einen Ehevertrag machen, da merkt man sofort ob sie dich nur wegen dem Geld liebt.

    • Enrico am 09.08.2017 20:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @ste.

      Der Witz ist: Sie können noch lange einen Ehevertrag machen, bezahlen müssen Sie trotzdem. Beispiel: Sie hatten 200 Mio bei Eheschliessung, bei der Scheidung 100 Mio. Bezahlt jetzt die Frau dem Mann 50 Mio ? Also die Hälfte des "Wertzuwachses" während der Ehe. Mit Nichten, Sie wird vielleicht 30 Mio bekommen, damit Sie den gewohnten Lebensstandart weiterführen kann !

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