GC

13. März 2017 16:31; Akt: 14.03.2017 09:44 Print

«Ab heute gibt es keine Ausreden mehr»

«Für Experimente bleibt keine Zeit», sagt der neue GC-Trainer Carlos Bernegger. Zusammen mit CEO Manuel Huber stellte er die Ziele vor.

Mannschaft muss punkten: Carlos Bernegger und GC-CEO Manuel Huber an der Medienkonferenz in Niederhasli. (Video: Tamedia)
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Carlos Bernegger kündigt auf dem GC-Campus bei seinem ersten Auftritt als Trainer der 1. Mannschaft «realistischen und pragmatischen Fussball» an. «Für Experimente bleibt keine Zeit», sagte der Nachfolger des freigestellten Pierluigi Tami. Eine resultatorientierte Spielweise muss vorderhand auch das Ziel der in Abstiegsgefahr geratenen Zürcher sein. Der Vorsprung der in der Super League auf Platz 8 abgesackten Grasshoppers auf den letzten Platz beträgt nur noch drei Punkte. «Der Ligaerhalt ist das einzige Ziel», so Bernegger.

Bedenkzeit für sein viertes Intermezzo als GC-Nothelfer nach 2003, 2004 und 2007 habe er trotz der schwierigen Umstände im Club keine benötigt: «Von mir gab es ein klares Ja. GC liegt mir am Herzen», erklärte der 48-jährige argentinisch-schweizerische Doppelbürger, der bis Sonntag in der Nachwuchsabteilung des Klubs tätig war.

Huber: «Ab heute gibt es keine Ausreden mehr»

GC-CEO und -Sportchef Manuel Huber, der beim Medientermin auf dem GC-Campus neben Bernegger sass, fordert von der Mannschaft Punkte: «Ab heute gibt es keine Ausreden mehr.» Daran, dass die für die Kurswende nötige Qualität vorhanden ist, zweifelt Huber nicht: «Wir brachten die PS, die in der Mannschaft stecken, nicht aufs Feld.»

Zurückblicken wollte Huber abgesehen von einiger kurzen Dankesrede an die Adresse von Tami nicht. Berneggers Vorgänger, der in dieser Saison auf der steten Suche nach der richtigen Mannschaftszusammensetzung nicht fündig geworden ist, verspielte am Wochenende bei der 1:2-Niederlage gegen Vaduz den letzten Kredit in der GC-Führungsetage. Hatte er vor dem Vaduz-Match noch den Rückhalt zumindest von gewichtigen Teilen im Vorstand gehabt, sagte Präsident Stephan Anliker am Tag danach: «Wir haben die Hoffnung aufgegeben. Wir mussten handeln.»

Tamis Verdienste kein Argument mehr

Dass Tami seit seinem Amtsantritt Anfang 2015 bis Mitte der Hinrunde der laufenden Meisterschaft nahezu das Optimum aus den Gegebenheiten herausgeholt und die Mannschaft unter ihm phasenweise ansehnlichen Fussball gezeigt hat, spielte keine Rolle mehr. Zu sehr drückte die Last der Gegenwart, zu ratlos wirkte Tami bei der Suche nach dem probaten Mittel.

Für Bernegger geht es in den kommenden Tagen auch darum, eine verunsicherte Mannschaft mental zu stärken. Am Samstag gastieren die Grasshoppers beim Meister in Basel, ehe nach der Nationalmannschaftspause am 2. April die kapitale Partie gegen das Schlusslicht Lausanne folgt.

(woz/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Beobachter 73 am 13.03.2017 16:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Golfspielen

    Was nützt es dem Team wenn die Teppichetage vom Golfspielen mehr versteht als vom Fussball-Geschäft.

    einklappen einklappen
  • wasp am 13.03.2017 16:42 Report Diesen Beitrag melden

    Und wie sieht es

    mit der Zukunft des CEO aus? Ausmisten.

  • Jenny am 13.03.2017 16:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Servelat

    Aus einem Servelat kann man keine Steaks machen, auch nicht ein neuer Trainer.

Die neusten Leser-Kommentare

  • gc fan am 14.03.2017 13:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aufstellung

    Aso ich war immer ein Fan von Tami. aber bei den letzten 7 spielen haben mich die Aufstellungen schon ziemlich überrascht. Tabakovic im Sturm und Munsy auf der Bank. sehr fragwürdig. und warum dieser Phishni immer gespielt hat und Bamert auf der Ersatzbank verstehe ich auch nicht. wieviele Elfmeter hat der schon verschuldet und Caio auf der Bank lassen und nach 30 min einwechseln. Sorry aber für mich hat es Tami einfacht verspielt. trotzdem alles gute Herr Tami...

  • J.P. am 14.03.2017 11:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es braucht ein Wunder oder Zauberei!

    Was hatten die denn bisher für Ausreden? Das tönt ja fast so, als hätte man ja eigentlich schon mehr leisten können, aber nicht so wirklich Lust dazu gehabt. Nein, dem ist nicht so! Die Qualität der Mannschaft ist das Problem, auch wenn Huber das abstreitet, und das haben Huber & Co. ganz alleine zu verantworten! Jetzt einfach alleine der Mannschaft die Verantwortung zuzuschieben und selbst jegliche Schuld von sich zu weisen, ist ziemlich billig. Man mag von Bernegger halten was man will, aber zaubern kann er nicht! Und die Vorgaben der sportlichen Leitung wird auch er befolgen müssen...

  • Taurus am 14.03.2017 09:34 Report Diesen Beitrag melden

    Déjà-vu

    Irgendwie erinnert mich die Spielweise, die Führung und deren Geplapper an den FCZ letztes Jahr. Wo das geendet hat, wissen wir...

  • RENZO am 14.03.2017 07:35 Report Diesen Beitrag melden

    Abwarten

    Ich denke, dass wir nun einmal abwarten und schauen sollten, was der neue Trainer mit "seinen" Spielern macht. Jetzt gleich wieder negativ denken ist doch eines Sportlers unwürdig. Ich bin kein GC Fan, doch wünsche ich mir, dass jeder der eine gute Leistung bringt, dafür belohnt werden sollte, egal was bisher gelaufen ist. Also warten wir ab und diskutieren dann wieder in ein paar Wochen - aber bitte, ohne gleich wieder Anschuldigungen zu machen.

  • Ruedi Berger am 14.03.2017 00:42 Report Diesen Beitrag melden

    Herr Huber

    Zum ersten Mal ein Video von Herr Huber geschaut - der Mann strahlt keine Sicherheit aus und wirkt verängstigt. Ganz ein anderes Kaliber wie zB der Schönenberger als CEO beim FCZ.