Gewalt gegen Sporting

16. Mai 2018 06:30; Akt: 16.05.2018 08:14 Print

50 Vermummte verprügeln Lissabon-Spieler

50 Chaoten haben Spieler und Staff von Sporting Lissabon angegriffen. Die Angreifer sollen mit Stöcken und Gürteln bewaffnet gewesen sein.

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Im Netz geht dieses Foto herum, das die Angreifer auf die Sporting-Spieler und -Staff zeigen soll.

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In Portugals Hauptstadt Lissabon wurden Spieler und Staffmitglieder von Sporting von einem Mob angegriffen, wie einheimische sowie englische Medien berichten. Demnach haben sich rund 50 vermummte Männer Zugang zur Umkleidekabine des Trainingszentrums in Alcochete, rund 20 Kilometer südlich von Lissabon, verschafft, wo sie auf die Fussballer und deren Betreuer losgingen. Laut Berichten waren die Angreifer mit Stöcken und Gürteln bewaffnet.

Stürmer Bas Dost wurde dabei am Kopf verletzt (siehe Tweet unten). Auch die beiden Mittelfeldspieler Josip Misic und Rodrigo Battaglia wurden bei der Attacke verletzt. Physiotherapeut Mario Monteiro und Assistent Raul José wurden von den Angreifern ebenfalls angegangen. Gemäss dem Fussballmagazin «A Bola» waren Manager Jorge Jesus und die zwei Spieler William Carvalho sowie Rui Patricio ebenfalls involviert.

Es wird vermutet, dass der Überfall von Sporting-Anhängern ausgeübt wurde. Am Wochenende hatte Sporting am letzten Liga-Spieltag eine 1:2-Niederlage gegen Funchal kassiert und damit die Qualifikation für die Champions League verpasst. Bei den Ultras ist der Frust darüber riesig. Für Sporting ist die Saison noch nicht beendet, am Sonntag trifft der Verein im Cupfinal auf Aussenseiter CD Aves.

Der Club meldet sich

Sporting reagierte auf die Angriffe und erklärte in einer Mitteilung: «Wir werden Vandalismus und Aggressionen gegenüber Sportlern, Trainern und Mitarbeitern des Clubs in keiner Weise tolerieren. Das ist nicht Sporting, und das kann nicht Sporting sein.» Auch die portugiesische Liga verurteilte die Attacke: «Die Täter sind keine Fussball-Fans, sondern Kriminelle.»

In der Nacht auf Mittwoch versammelten sich Anhänger des Clubs, um ein Zeichen gegen die Attacke zu setzen. Via Twitter teilte der Club Fotos der Aktion. Auf ihnen ist zu sehen, wie die Anhänger ein grosses Bild von Dost in die Luft halten. Auf einem Banner stand mit Verweis auf die grosse Anhängerschaft des Clubs und die wenigen Chaoten: «50 sind nicht 3,5 Millionen.» Auf einem anderem hiess es: «Gegen die Gewalt (...) für Sporting».

(ddu/hua/sda)