Axpo Super League

20. Februar 2009 16:41; Akt: 21.02.2009 20:04 Print

Schützenfest im Stade de SuisseSchützenfest im Stade de Suisse

Die Young Boys haben mindestens bis am Sonntag den FC Basel vom zweiten Platz der Axpo Super League verdrängt.

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Problemlos kamen die Berner daheim gegen Aarau (4:0) zum vierten Sieg in Folge. Sie sind nun seit 13 Partien ohne Niederlage und zweifellos die Mannschaft der Stunde. Schon nach einer knappen Viertelstunde stellte Marco Schneuwly die Weichen auf Sieg. Der Stürmer traf nach einer perfekten Flanke von Mario Raimondi.

Eine Reaktion des FC Aarau blieb aus. Die seit sieben Partien sieglosen Aargauer waren zu zahm und ideenlos, um das starke Berner Ensemble in Verlegenheit zu bringen. Bis in die Schlussviertelstunde vergab YB einen Penalty durch Raimondi und traf durch einen herrlichen Weitschuss von Yapi nur den Pfosten. Torchancen des FCA gab es so gut wie keine.

In den letzten 15 Minuten sorgten dann die Young Boys doch noch für einen Sieg in einer Grössenordnung, die dem Gezeigten entsprach. Schneuwly traf ein zweites Mal und der eingewechselte Seydou Doumbia bewies einmal mehr seine Klasse mit zwei Toren. Im 16. Teileinsatz für YB erzielte der Ivorer bereits seine Jokertreffer sechs und sieben.


Vaduzer Sieg im Aufsteigerduell

Der FC Vaduz ist zum ersten Sieg im Jahr 2009 gekommen.
Daheim vor der Saison-Minuskulisse von 930 Zuschauern revanchierten sich die Liechtensteiner mit dem 1:0 gegen Bellinzona für die 70 Stunden zuvor im Tessin erlittene Niederlage. Ein Freistoss entschied die schwache Partie. In der 71. Minute überraschte der Schuss von Sehar Fejzulahi die gesamte Abwehr der Gäste und landete mehr zufällig im Tor. Der italienische Bellinzona-Keeper Carlo Zotti machte eine unglückliche Figur.

Zwingend war der Sieg der Vaduzer keineswegs. Beide Mannschaften brachten kaum nennenswerte Spielzüge zustande. Ein 0:0 wäre logisch gewesen. Für Bellinzona endete im Aufsteigerduell eine Serie von 360 Minuten ohne Gegentreffer.


Young Boys - Aarau 4:0 (1:0)
Stade de Suisse. - 13 303 Zuschauer. - SR Rogalla.
Tore: 14. Marco Schneuwly 1:0. 75. Doumbia 2:0. 81. Schneuwly 3:0. 89. Doumbia 4:0.
Young Boys: Wölfli; Portillo, Ghezal, Affolter (46. Schneider); Schwegler, Hochstrasser, Yapi, Raimondi; Varela, Schneuwly (85. Häberli), Regazzoni (67. Doumbia).
Aarau: Benito; Menezes, Page, Rapisarda, Elmer; Mutsch (66. Pejcic), Burki (73. Guerrero), Bastida, Lang; Ianu, Oprita (60. Bengondo).
Bemerkungen: Young Boys ohne Doubaï (verletzt), Pereyra und Augusto (beide noch ohne Spielberechtigung). Aarau ohne Marazzi, Nushi, Schaub, Tarone und Rogerio (alle verletzt). 29. Benito hält Penalty von Raimondi. 39. Pfostenschuss von Yapi. Verwarnungen: 29. Elmer. 60. Schwegler. 68. Pejcic (alle Foul).

Vaduz - Bellinzona 1:0 (0:0)
Rheinpark. - 930 Zuschauer. - SR Laperrière.
Tor: 71. Fejzulahi 1:0.
Vaduz: Kirschbaum; Dzombic, Nickenig, Rudan, Cerrone; Polverino; Ritzberger (85. Gaspar), Rivaldo, Fejzulahi; Dadi (72. Galbi), Fischer (59. Steinarsson).
Bellinzona: Zotti; Siqueira-Barras, Mangiaratti, Dudar, Thiesson; Sermeter, La Rocca, Rivera (75. Roux), Hima; Lustrinelli (75. Beghetto), Diarra (75. Feltscher).
Bemerkungen: Vaduz ohne Reinmann (verletzt). Bellinzona ohne Gashi, Gritti, Ciarrocchi und Kalu (alle verletzt). 81. Rote Karte gegen Mangiaratti (Foul). Verwarnungen: 33. Rivera (Foul). 34. Cerrone (Unsportlichkeit). 35. Lustrinelli (Foul). 38. Dudar (Unsportlichkeit). 65. Fejzulahi. 67. Polverino (beide Foul). 81. Bucchi (Unsportlichkeit/Reklamieren auf der Ersatzbank). 94. Gaspar (Unsportlichkeit).


LIVETICKER


90. YB gewinnt mit 4:0! Das Resultat ist deutlich, aber verdient. Damit bleiben die Punkte in Bern.

90. Und auch Doumbia lässt sich als Doppeltorschütze feiern! Er erzielt kurz vor Schluss noch das 4:0.

85. Doppeltorschütze Schneuwly verlässt unter tosendem Applaus den Platz. Das Spiel ist gelaufen.

81. Und wieder Tor für YB! Schneuwly trifft zum 3:0. Es ist sein zweites Tor des Abends.

75. Tor für YB! Nach einem tollen Doppelpassspiel mit Schneuwly schiebt Doumbia zum 2:0 ein. Aarau-Goalie Benito hatte keine Chance.

69. Doch es geht nicht lange, bis es vor dem Aarauer Tor erneut gefährlich wird. Hochstrasser versucht es aus dem Hinterhalt, doch er trifft nur die Beine eines Verteidigers.

68. Captain Raimondi flankt vors Tor, dort gewinnen allerdings die Aarauer das Kopfballduell. Aus ihrer Sicht ist die Gefahr gebannt.

68. Freistoss für YB aus aussichtsreicher Distanz. Wird es nun einmal mehr gefährlich?

58. Und YB doppelt gleich nach. Wie beim 1:0 Raimondi mit einer tollen Flanke, doch Hochstrasser vergibt die Möglichkeit vor dem Tor. Der hätte rein müssen, der Berner war unbedrängt.

57. Guter Schuss vom Berner Yapi aus gut 20 Metern. Der Ball geht knapp über die Latte. Aber Aarau-Goalie Benito wäre zur Stelle gewesen.

53. Riesenchance für YB! Regazoni kommt mutterseelenalleine zum Abschluss, nach dem er von Schneuwly lanciert wurde. Doch der Ball geht haarscharf am Pfosten vorbei.

51. Regazzoni wirbelt im Strafraum die Aarauer Abwehr durcheinander - und plötzlich fällt er zu Boden. Doch Schiedsrichter Rogalla entscheidet zu Recht auf Weiterspielen. Das war eine Schwalbe.

50. Die Aarauer sind bemüht, aber irgendwie schaffen sie es nicht, das Spieldiktat an sich zu reissen. YB verwaltet seinen Vorsprung souverän

47. Ianu mit einem Abschlussversuch für Aarau. Kein Problem für YB-Goalie Wölfli.

46. Weiter gehts. Kann Aarau das Spiel noch kehren oder bleiben die drei Punkte in Bern?

45. Pausenpfiff. YB führt verdienterweise mit 1:0, waren die Berner doch über weite Strecken die bessere Mannschaft.

39. Pfostenschuss für YB! Mit einem Schlenzer trifft Yapi nur das Holz.

35. Gute Chance für Aarau! Nach einem Freistoss aus etwa 30 Metern muss sich YB-Goalie Wölfli ganz schön strecken. Doch er hält seinen Kasten rein.

33. Die Berner machen Druck. Sie möchten das 2:0. Doch so richtig gefährlich will es einfach nicht werden.

29. Benito hält! Mario Raimondi scheitert am Aarau-Keeper. Es bleibt beim 1:0.

29. Elfmeter für YB! Elmer fällt Varela knapp nach der Strafraumgrenze. Ein vertretbarer Schiedsrichter-Entscheid.

22. Yapi lanciert Raimondi, dieser kann erneut auf links druchlaufen. Doch diesmal gelingt ihm die Flanke vors Aarau-Tor nicht.

19. Aarau lässt sich durch das Gegentor nicht unterkriegen. Die Schwarz-Weissen setzen YB nun ganz schön unter Druck.

14. 1:0 für YB! Raimondi flankt von links auf Schneuwly, dieser verwertet mit einer Direktabnahme souverän.

11. Nachdem Aarau zu Beginn sich besser in Szene setzte, kommt YB jetzt immer besser ins Spiel. Torchancen gab es aber nach wie vor noch keine.

7. Nun auch der erste Eckball für Aarau. Doch auch in dieser Situation will es nicht so wirklich brenzlig werden.

5. Erster Eckball des Spiels. Doch die Berner schaffen es nicht, Aarau-Goalie Benito zu beunruhigen.

4. Erster guter Angriff von Aarau. Doch die Vorlage für Sandro Burki ist zu steil, er erreicht den Ball nicht mehr.

4. Die ersten Spielminuten verliefen so ziemlich ereignislos. Die beiden Teams tasten sich ab.

1. Anpfiff! Der Ball rollt.

- Gleich geht es los. 20 Minuten Online berichtet live von der Partie YB gegen Aarau.


Vor den Spielen

Die Young Boys können als Profiteur des Spitzenkampfs zwischen Basel und Zürich hervorgehen, falls sie ihr Heimspiel gegen Aarau gewinnen.

Mit dem dritten Sieg in Serie würden sie entweder den Rückstand auf den FCZ verkürzen oder den FCB überholen.

Mit zehn Punkten Rückstand auf den FCZ war YB in die zweimonatige Winterpause gegangen. Dank zwei 3:2-Siegen (gegen Basel und in Luzern) und den gleichzeitigen Punktverlusten des Leaders verringerten die Berner den Abstand auf sechs Zähler, der zweitklassierte FC Basel liegt nur noch einen Punkt vor dem in der letzten Saison hartnäckigsten Gegner.

Das gelb-schwarze Formbarometer zeigt seit Monaten konstant hohe Werte an. Das 1:3 gegen die Grasshoppers am 30. August 2008 war der letzte Ausrutscher der Young Boys in der Meisterschaft, seitdem stockte das homogene Team von Vladimir Petkovic das Punktekonto um 30 Einheiten auf. Am Aufschwung war sprichwörtlich das ganze Team beteiligt: Die 43 erzielten Treffer verteilen sich auf 14 Spieler.

Die Berner, deren Bilanz der letzten drei Heimspiele makellos ist, treten auch gegen Aarau als klarer Favorit an. Die Equipe von Ryszard Komornicki wartet seit sechs Partien auf das erlösende Erfolgserlebnis, mit entsprechender Verunsicherung haben die Aarauer zuletzt gespielt. Dennoch gab sich Komornicki angriffig: «YB hat lange nicht verloren, wir lange nicht gewonnen. Es ist Zeit, zwei Serien zu beenden.»

Auch die viertklassierten Grasshoppers, fünf Verlustpunkte hinter YB zurück, sind gefordert, wenn sie sich die vagen Chancen auf die Rückkehr ins Titelrennen wahren wollen. Die Zürcher Aufgabe ist lösbar: Gegner der Hoppers ist Schlusslicht Luzern, das auswärts erst drei Punkte eingefahren hat. Rolf Fringer, der Trainer der Innerschweizer, will sich selbst bei einer allfälligen Niederlage nicht verrückt machen lassen. «Wichtig wird es für uns im März und April, wenn wir gegen die direkten Konkurrenten spielen.»


(mon/si)

Axpo Super League

Datum Spiel Resultat
04.02.12  Luzern - Zürich 1:1 (1:0)
05.02.12  Basel - Sion 0:0
05.02.12  Grasshoppers - Thun 0:1 (0:1)
05.02.12  Young Boys - Servette 3:1 (3:0)
R Mannschaft Sp S U N G : E P
1. Basel 19 11 6 2 38 : 17 39

2. Luzern 19 9 5 5 26 : 16 32
3. Young Boys 19 8 6 5 29 : 18 30

4. Thun 19 7 5 7 22 : 21 26
5. Servette 19 7 3 9 26 : 32 24
6. Zürich 19 6 4 9 27 : 27 22
7. Grasshoppers 19 6 1 12 19 : 37 19
8. Lausanne-Sport 18 3 2 13 16 : 44 11

9. Sion 19 9 5 5 26 : 17 -4 (-36)

10. Neuchâtel Xamax 18 7 5 6 22 : 22 26
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