Hohe Fussballkunst

09. Dezember 2012 15:23; Akt: 09.12.2012 15:29 Print

Alle zehn Feldspieler für ein Tor

42 Ballberührungen und 19 Pässe, bei denen jeder Feldspieler des Teams involviert ist, bis zum Tor. Dieses Kunststück gelang nicht Tiki-Taka-Barça, sondern einem schottischen Hauruck-Team.

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Das Tor von Celtic mit zehn involvierten Feldspielern. (Quelle: YouTube) Im Grossformat auf dem Videoportal Videoportal
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An der WM 2006 verzückte Argentinien die Welt mit einem Tor gegen Serbien. 25 Pässe reihten die Gauchos dabei aneinander, dann traf Esteban Cambiasso zum 2:0 (Video unten). Acht Spieler waren damals beim Treffer involviert – und alle sind überzeugt: Dieses Tor könnten höchstens die Tiki-Taka-Künster von Barcelona übertreffen. Vielleicht würde Barça gar alle Spieler bei einem solchen Treffer involvieren können.

Bis Barcelona ein ähnliches Tor gelingt, hat Celtic Glasgow den Massstab auf zehn gesetzt. Beim 3:0 gegen Kilmarnock war während den 42 Ballberührungen und 19 Pässen jeder einzelne Feldspieler involviert. Einziger kleiner Schönheitsmangel: Ein Spieler von Kilmarnock berührte bei einem Tackling kurz, aber unkontrolliert den Ball. Ausgerechnet Schottland, will man sagen. In einem Land, das seit jeher für Kick and Rush steht und dessen Fussball Begriffe kreiert hat wie «schottisch Halbhoch» für besonders brutales Einsteigen. Fussball ist auf der britischen Insel mehr Kampf und Krampf statt Leichtfüssigkeit und Zirkus. Eigentlich.

Gut, beim Treffer standen nur zwei Schotten und insgesamt fünf Briten für Celtic auf dem Platz, aber Celtic hat nicht zuletzt in der Champions League bewiesen, dass ihre Stärke der Kampf und Ehrgeiz ist. Das Zaubern lässt Celtic normalerweise sein.


Das Tor von Argentinien gegen Serbien an der WM 2006. (Quelle: YouTube)

(fox)