Bundesliga

02. Dezember 2012 18:19; Akt: 02.12.2012 20:04 Print

Arnautovic-Hattrick gegen Hoffenheim

Marko Arnautovic schiesst Bremen im Alleingang zum 4:1-Sieg über Hoffenheim. Trainer Markus Babbel steht nach der vierten Pleite in Folge vor dem Aus. Wolfsburg und der HSV trennen sich 1:1.

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Marko Arnautovic schiesst bei Werders Sieg in Hoffenheim drei Tore. Hoffenheim-Coach Markus Babbel steht das Wasser nach der vierten Pleite in Folge bis zum Hals. Wolfsburg kommt gegen Hamburg nicht über ein 1:1 hinaus. Hier muss Nati-Keeper Diego Benaglio den Gegentreffer durch Maximilian Beister hinnehmen. Hamburg und Wolfsburg bringt das Remis nicht viel. Die Norddeutschen sind weiter im Mittelfeld, Wolfsburg knapp über dem Strich klassiert. Freude sieht anders aus: Die Bayern nach dem 1:1 gegen Dortmund. Dem BVB gelang der späte Ausgleich. Dortmund bleibt aber 11 Zähler hinter den Bayern. Chance vertan. Martinez versuchts per Kopf. Ein Flitzer hatte auch noch seinen Auftritt. Toni Kroos brachte die Bayern in Führung. Weidenfeller in Action. Viel Pech: holger Badstuber scheidet verletzt aus. Jürgen Klopp: Wie immer voll dabei. Toni Kroos: Dieses Mal hats nicht geklappt. Kein Sieger zwischen Schalke und Gladbach. Zum Schweizer Duell kams ebenfalls nicht. Weder Barnetta noch Xhaka kamen zum Einsatz. Lucien Favre kann mit dem Punktgewinn zufrieden sein. Leverkusen bleibt auf Rang 2. Stefan Kiessling besorgte den Treffer des Tages. Glücklicher Sieg für Stuttgart: 1:0 gegen Greuther Fürth. Der Aufsteiger damit neu Letzter. Eintracht Frankfurts Spieler versuchen erfolglos, den Ball am Überqueren der Torlinie zu hindern. Nando Rafael trifft für Fortuna Düsseldorf. Stefano Celozzi und Ken Ilseo im Zweikampf, den Fortunas Ilseo gewinnt. Rafael jubelt nach seinem Goal. Der Torjubel blieb Fortuna Düsseldorfs Spielern vorbehalten. Zum Beispiel Oliver Fink und Andreas Lambertz ... ... oder Fink, Johannes van den Bergh und Lambertz. Eintracht Frankfurts Goalie Kevin Trapp muss den gegnerischen Jubel viermal über sich ergehen lassen.

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Für Markus Babbel neigt sich die Zeit als Trainer von Bundesligist Hoffenheim dem Ende zu. Sein Team leistete am Sonntag beim 1:4 gegen Werder Bremen den sportlichen Offenbarungseid.

«Ich weiss nicht, was nun passiert», sagte Babbel im Anschluss an die vierte Hoffenheimer Niederlage in Folge. Am Montag wird die Chefetage, allerdings ohne den in Florida weilenden Mäzen Dietmar Hopp, der Mitgliederversammlung Rechenschaft ablegen müssen. Der Posten des Trainers wird mit Sicherheit ein Thema sein. Die Frage ist, ob Babbel den Anlass noch als aktueller oder - in diesem Fall eher nicht vor Ort - bereits als ehemaliger TSG-Coach erleben wird. «Ganz ehrlich, das interessiert mich nicht», kommentierte Babbel im Stil von Rolf Fringer die Diskussion um seine Person. «Ich bin der Letzte, wo aufgibt.»

«Wir müssen uns zusammensetzen»

Manager Andreas Müller stellte sich jedenfalls nicht (mehr) hinter den Trainer. «Ob es mit Markus weitergeht, kann ich nicht beantworten. Es wäre falsch, in der Emotion Entscheidungen zu treffen, aber wir müssen uns natürlich zusammensetzen», sagte Müller. Weil Hopp landesabwesend ist, dürfte der Manager theoretisch als oberster Entscheidungsträger über Babbels Schicksal verfügen. Argumente dafür hätte er genügend. Nach 15 Runden sind nur Augsburg und Aufsteiger Greuther Fürth mit je einem Sieg schlechter klassiert als Hoffenheim (3), kein Team hat mehr Gegentore kassiert (36). Bereits jetzt ist die schwächste Vorrunde seit dem Bundesliga-Aufstieg 2008 Tatsache. Aus den letzten zehn Spielen gab es nur gerade einen Sieg, beim 3:2 gegen Schalke vor einem Monat.

Abermals nur eine marginale Rolle spielte Eren Derdiyok. Für den Schweizer Internationalen war und bleibt die erste Meisterschaftshälfte wie für das komplette Hoffenheimer Team eine einzige Enttäuschung. Gegen Werder Bremen durfte Derdiyok erst eintreten, als sein Team nach einer desolaten Vorstellung hoffnungslos zurücklag (1:3). In den 16 Minuten Einsatzzeit konnte Derdiyok nichts mehr bewirken. Er musste sogar noch mitansehen, wie Hoffenheim ein viertes Gegentor kassierte: das 13. in den letzten vier allesamt verlorenen Spielen. Als Alleinunterhalter erwies sich auf Seiten von Werder die österreichische Fraktion. Dreimal hiess der Torschütze Marko Arnautovic, einmal Sebastian Prödl.

Wolfsburg tritt an Ort

Nur unwesentlich besser als Hoffenheim steht Wolfsburg da. Der Arbeitgeber des Schweizer Trios (Benaglio, Rodriguez, Hitz) tritt nach zuerst vier Siegen aus fünf Spielen unter Lorenz-Günther Köstner (seit Ende Oktober im Amt) an Ort und wird nur an 15. Stelle geführt. Das 1:1 gegen den Hamburger SV war erst der zweite Punkt aus den letzten drei Auftritten. Es scheint, als sei der «Anti-Magath-Effekt», wie ihn die deutsche Nachrichtenagentur SID beschrieb, vorerst verpufft sei. Benaglio war beim Führungstor des solo anstürmenden Maximilian Beister (26.) machtlos, immerhin glich Innenverteidiger Simon Kjaer per Kopfball (76.) noch aus.

Hoffenheim - Werder Bremen 1:4 (0:2)

23'500 Zuschauer.
Tore: 21. Prödl 0:1. 29. Arnautovic 0:2. 50. Salihovic 1:2. 73. Arnautovic 1:3. 79. Arnautovic 1:4.
Bemerkung: Hoffenheim ab 74. mit Derdiyok.

Wolfsburg - Hamburger SV 1:1 (0:1)

28'121 Zuschauer.
Tore: 26. Beister 0:1. 68. Kjaer 1:1.
Bemerkungen: Wolfsburg mit Benaglio, ohne Rodriguez und Hitz (beide Ersatz).

1. Bundesliga

Datum Spiel Resultat
22.11.14  Bayern München - Hoffenheim 4:0
22.11.14  Schalke 04 - Wolfsburg 3:2
22.11.14  Paderborn - Borussia Dortmund 2:2
22.11.14  Borussia Mönchengladbach - Eintracht Frankfurt 1:3
22.11.14  Hannover 96 - Bayer Leverkusen 1:3
22.11.14  Mainz - SC Freiburg 2:2
22.11.14  1. FC Köln - Hertha Berlin 1:2
23.11.14  Hamburger SV - Werder Bremen 2:0
23.11.14  VfB Stuttgart - Augsburg 0:1
R Mannschaft Sp S U N G : E P
1. Bayern München 12 9 3 0 31 : 3 30
2. Wolfsburg 12 7 2 3 24 : 12 23
3. Borussia Mönchengladbach 12 5 5 2 16 : 9 20

4. Bayer Leverkusen 12 5 5 2 20 : 16 20

5. Hannover 96 12 6 1 5 10 : 14 19
6. Augsburg 12 6 0 6 15 : 12 18

7. Schalke 04 12 5 2 5 17 : 17 17
8. Hoffenheim 12 4 5 3 17 : 18 17
9. Mainz 12 3 7 2 15 : 14 16
10. Paderborn 12 4 4 4 18 : 18 16
11. 1. FC Köln 12 4 3 5 12 : 13 15
12. Eintracht Frankfurt 12 4 3 5 20 : 24 15
13. Hertha Berlin 12 4 2 6 17 : 22 14
14. SC Freiburg 12 2 6 4 13 : 16 12
15. Hamburger SV 12 3 3 6 6 : 14 12

16. Borussia Dortmund 12 3 2 7 14 : 19 11

17. Werder Bremen 12 2 4 6 14 : 26 10
18. VfB Stuttgart 12 2 3 7 14 : 26 9

(si)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Damir am 02.12.2012 18:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So ist's nun mal

    Schade, aber man wusste immer, das Babbel höchstens 2. Buli Trainer ist.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Damir am 02.12.2012 18:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So ist's nun mal

    Schade, aber man wusste immer, das Babbel höchstens 2. Buli Trainer ist.

    • Bruno am 03.12.2012 11:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Witzig

      Hast Du schon mal einen Ex Bayern Spieler als langfristig erfolgreichen Trainer gesehen. Nein? Ich auch nicht. Klinsmann, Babbel, Womanizer Lothar, usw.

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