Europa League

08. November 2012 15:13; Akt: 09.11.2012 00:13 Print

Maskenmann Streller schiesst Basel zum Sieg

Der FCB holt den nötigen Sieg gegen Videoton kurz vor Schluss. Marco Streller trifft in der 80. Minute zum verdienten 1:0. Und das trotz eingeschränkter Sicht, wie er sagt.

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Basel wahrt die Chance, in der Europa League zu überwintern. Das Team von Murat Yakin bezwingt Videoton Szekesfeher 1:0 und verkürzt den Rückstand auf die zweitklassierten Ungarn auf einen Punkt.

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Die Zuschauer im St.-Jakob-Park mussten sich lange gedulden, bis dem FCB der entscheidende Treffer gelang. In der 80. Minute setzte sich der eingewechselte Ägypter Mohamed Salah gut durch, lancierte Marco Streller mit einem Pass in die Tiefe, worauf der Basler Topskorer den starken Gäste-Keeper Mladen Bozovic aus rund 15 Metern per Aussenrist bezwang.

Dies gelang Marco Streller trotz eingeschränkter Sicht wegen seiner Maske, verrät er nach der Partie: «Bei der Chance davor habe ich den Ball gar nicht gesehen unter der Maske, deshalb sah es ein wenig lustig aus. Und auch beim Tor hatte ich meine liebe Mühe zu sehen wo er ist.»

Solides Spiel der Basler

Die Basler hatten das Spiel weitgehend im Griff, Goalie Yann Sommer erlebte einen geruhsamen Abend. Die Taktik der Ungarn bestand einzig darin, die Räume eng zu machen und auf einen Fehler des Schweizer Meisters zu hoffen. Dass sie in erster Linie auf ein 0:0 aus waren, verdeutlicht die Tatsache, dass der serbische Stürmer Nemanja Nikolic, der die letzten fünf Tore für Videoton erzielt hatte, bis zur 70. Minute auf der Bank sass. Lange ging der Plan der Osteuropäer auf.

Dabei hätte Alex Frei in der 9. Minute früh für eine Beruhigung der Nerven sorgen können, doch scheiterte er mit seinem Kopfball an Bozovic. Auch in der 32. Minute behielt der montenegrinische Nationaltorhüter gegen ein Schuss von Frei aus kurzer Distanz die Oberhand. Dazwischen (23.) hatte Bozovic einen Kopfball von Marco Streller, der nach einer punktgenauen Flanke von Markus Steinhöfer aus fünf Metern freistehend zum Abschluss gekommen war, mit einem sensationellen Reflex zu Nichte gemacht. Bei sämtlichen drei Topchancen war den Baslern Stürmern nicht viel vorzuwerfen.

Lange fehlte die Effizienz

Trotzdem wurde Alex Frei schon in der 66. Minute von Murat Yakin aus dem Spiel genommen. Dies hat der Trainer aber nicht gemacht, weil sein Schützling schlecht gespielt hat: «Bis zu diesem Zeitpunkt hat Alex gut gespielt, ich war eigentlich zufrieden mit ihm. Aber wir haben frisches Blut gebraucht. Und das ich Salah ins Spiel genommen habe, hat sich am Schluss bezahlt gemacht.»

Die Leistung der Basler in der ersten Halbzeit war mehr als solid. Sie setzten die Vorgaben von Trainer Murat Yakin, der «Geduld, Vorsicht und Konzentration» gefordert hatte, gut um. Nur das Tor fehlte. Der Schweizer Meister versuchte den ungarischen Riegel immer wieder über aussen zu knacken, was das richtige Rezept war, aber es fehlte lange an der nötigen Effizienz und auch etwas am Glück. Nach der Pause waren die Aktionen der Basler zwar weniger zwingend, doch klappte es in der 80. Minute endlich mit dem längst fälligen Treffer. Damit beendete der FCB im Europacup eine Serie von sechs sieglosen Partien.

Später Ausgleich für Genk

Im anderen Spiel der Gruppe G traf Genk auf Sporting. Nur dank eines Tores in der Nachspielzeit kam Genk bei Sporting Lissabon zum 1:1 und bleibt in der Basler Europa-League-Gruppe Leader. Plet glich das portugiesische Führungstor von van Wolfswinkel aus.

Sporting Lissabon kann auch unter dem neuen Trainer Frank Vercauteren nicht gewinnen. Gegen Genk blieb es im achten Pflichtspiel in Folge ohne Erfolg. Der holländische Stürmer van Wolfswinkel brachte Sporting nach 64 Minuten eher überraschend in Führung. Eine Flanke von Capel lenkte van Wolfswinkel aus wenigen Metern über die Linie. Kurz zuvor war sein Landsmann Schaars wegen wiederholten Foulspiels mit der Gelb-Roten Karte vom Platz gestellt worden.

Sporting steht vor dem Ausscheiden

In Unterzahl geriet Sporting danach unter Druck. Die Dominanz von Genk, das schon in der ersten Halbzeit gefährlicher gewesen war, wurde grösser. Doch das Tor fiel erst in der 91. Minute. Eine Flanke von der linken Seite köpfte der eingewechselte Plet am hinteren Pfosten ins Tor.

Nach dem späten Ausgleich der Belgier steht Sporting Lissabon vor dem Ausscheiden. Im nächsten Spiel, in zwei Wochen beim FC Basel, muss der portugiesische Grossklub zwingend gewinnen, um sich die Chancen zu wahren. Vor einem Jahr war Sporting mit zwölf Punkten in der Europa League noch souverän Gruppensieger geworden.

Europa-League, Gruppe G, 4. Runde

Basel - Videoton Szekesfehervar 1:0 (0:0)
St.-Jakob-Park. - 12'743 Zuschauer. - SR Aranowski (Ukr).
Tor: 80. Streller (Salah) 1:0.
Basel: Sommer; Philipp Degen, Schär, Dragovic, Steinhöfer; David Degen (91. Zoua), Diaz (75. Fabian Frei), Cabral, Stocker; Streller, Alex Frei (66. Salah).
Videoton: Bozovic; Brachi, Caneira, Vinicius, Szolnoki; Renato Neto, Mitrovic; Gyurcso (83. Walter), Sandor (90. Kovacs), Filipe Oliveira; Torghelle (69. Nikolic).
Bemerkungen: Basel ohne Ajeti, Jevtic und Voser, Videoton ohne Stopira (alle verletzt). Verwarnungen: 35. Filipe Oliveira (Reklamieren). 51. David Degen (Reklamieren). 67. Streller (Reklamieren/gegen Sporting gesperrt).

Sporting Lissabon - Genk 1:1 (0:0)
José Alvalade. - 20'000 Zuschauer. - SR Johannesson (Sd).
Tore: 64. Van Wolfswinkel 1:0. 91. Plet 1:1.
Sporting Lissabon: Rui Patricio; Cédric, Xandão, Rojo, Insua; Schaars, Elias; Labyad (84. Tiago Ilori), Viola (63. Fernandes), Capel (87. Carillo); Von Wolfswinkel.
Genk: Von Hout; Dani Fernandez, Koulibaly, Nadson, Tshimanga; Ngongca, Hyland (64. Plet); Buffel, Gorius, Joseph-Monrose (77. Masika); Vossen.
Bemerkungen: Sporting ohne Fernandes (Ersatz). 59. Gelb-Rote Karte gegen Schaars wegen Foulspiels.

(ivb/si)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • tony am 09.11.2012 12:21 Report Diesen Beitrag melden

    klasse keeper

    mann des spiels war eindeutig der keeper von videoton. ohne seine glanzparaden wären sie 4 oder 5:0 eingegangen. nun ja, 1:0 gibt auch 3 punkte.

  • solli81 am 09.11.2012 11:57 Report Diesen Beitrag melden

    Mittel-Europa

    Ungarn is nicht in Ost-Europa. Europas Grenze in Osten ist Uralgebirge.

  • Theophil am 09.11.2012 11:46 Report Diesen Beitrag melden

    Maskenmann Streller

    Das 1:0: Nicht - trotz eingeschränkter Sicht - sondern wegen eingeschränkter Sicht - sonst trifft Streller den Ball sowieso nicht!

    • Pail am 09.11.2012 19:56 Report Diesen Beitrag melden

      Ja klar trifft nie

      Stimm er trifft ja sonst nie, ist klar ey, peinlich diese Antibasler hier...

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  • Paulo am 09.11.2012 09:33 Report Diesen Beitrag melden

    Hochverdienter Sieg

    Zu einem schönen Spiel braucht es immer zwei Mannschaften. Mannschaften wie Videoton wollen gar nicht spielen und stellen sich nur hintenrein. Insofern schön dass dieser Anti-Fussball bestraft wurde.

  • Johnny am 09.11.2012 08:56 Report Diesen Beitrag melden

    Bebbi

    Alle Neider sind wieder erwacht und Basel kommt in Fahrt!! Schönes Gefühl!! Und an alle, welche das Spiel nicht gut gefunden haben, das liegt daran, dass es nie attraktiv ist, wenn eine Mannschaft mit 11 Spieler hinter rein steht!!!

    • Marcel Jäggi, Bern am 09.11.2012 09:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Absolut

      100% mit dir einverstanden! Gruss von einen sachlichen fairen und respektvollen YB Fan.

    • HansH am 09.11.2012 10:58 Report Diesen Beitrag melden

      freu dich nicht zu früh

      naja, dieser Gegner ist auch kein Gradmesser. Ob der FCB in Fahrt kommt wird sich in der Meisterschaft und den beiden anderen Spielen zeigen

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