Bundesliga

10. März 2018 18:45; Akt: 10.03.2018 21:30 Print

Bayern kantert den HSV nieder

Nach einem 6:0 über Hamburg kann sich Bayern München im Optimalfall nächstes Wochenende den 28. Meistertitel sichern.

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Hier gelingt Batshuayi in der 94. Minute das siegbringende 3:2. Der Matchwinner wird nach seinem zweiten Treffer vom Schweizer Manuel Akanji (l.) umarmt. Die Gelb-Schwarzen lassen sich nach der Partie von ihren Fans feiern. Marco Reus (r.) bringt Dortmund mit Hilfe der Frankfurter, die ein Eigentor produzieren, nach elf Minuten in Führung. Borussias Mohamed Dahoud stellt beobachtet von Kevin-Prince Boateng (hinten) seine Ballkünste unter Beweis. Trifft gegen Hamburg gleich dreimal: Robert Robert Lewandowski führt Bayern München eindrücklich zum 6:0-Heimerfolg. Der Goalgetter lässt sich auch durch einen Zupfer von Kyriakos Papadopoulos (l.) nicht aus der Ruhe bringen. Franck Ribery lässt HSV-Torhüter Christian Mathenia stehen und erzielt das 5:0 für München. Hamburgs Gotoku Sakai (r.) versucht David Alaba den Ball abzuluchsen. Bayerns Arjen Robben (l.) im Laufduell mit Verteidiger Rick van Drongelen. HSV-Coach Bernd Hollerbach scheint schon vor der Partie nicht ganz wohl zu sein. Der Schweizer Admir Mehmedi muss mit Wolfsburg in Hoffenheim eine 0:3-Niederlage hinnehmen. Hoffenheims Pavel Kaderabek (l.) behauptet sich im Zweikampf mit Elvis Rexhbecaj. Lukas Rupp wird vom Wolfsburger Jeffrey Bruma unsanft von den Beinen geholt. Die Gäste aus Hoffenheim bejubeln in der 77. Minute das 2:0 durch Serge Gnabry (l.). Mit Hertha Berlin kommt der Schweizer Fabian Lustenberger – hier unzimperlich angegangen von Tim Kleindienst (l.) – im Heimspiel gegen Freiburg nicht über ein 0:0 hinaus. Salomon Kalou (l.) spielt Freiburgs Amir Abrashi aus. Manuel Gulde beim Versuch, für die Berliner offensiv etwas auszurichten. Beim Spiel in Hannover ruft der Schweizer Goalie Marwin Hitz seinen Augsburger Teamkollegen zu. Hitz muss sich nur einmal – in der 37. Minute durch Salif Sané – geschlagen geben und feiert mit Augsburg einen wichtigen 3:1-Sieg. Caiuby bringt den Augsburger Waldemar Anton in Bedrängnis. Ja-Cheol Koo (l.) kennt gegen Hannovers Miiko Albornoz keine Gnade. Der Schweizer Denis Zakaria (r.) wird von Kai Havertz ausgebremst und kommt anders als am vorhergehenden Wochenende mit Mönchengladbach nicht auf Touren – die Borussen verlieren in Leverkusen 0:2. In der Nachspielzeit (93. Minute) muss der Schweizer Nationalkeeper Yann Sommer den zweiten Treffer durch Leverkusens Julian Brandt einstecken. Mönchengladbachs Jonas Hofmann (l.) foult seinen Gegenspieler Lucas Alario. Goalie Sommer und seine Teamkollegen sind nach der Auswärtsniederlage enttäuscht. Auch die Miene des Schweizers Nico Elvedi (v.) spricht Bände.

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In der 26. Runde war der Hamburger SV keine schwierige Prüfung für den Leader der Bundesliga. Die Bayern haben vor eigenem Publikum den Zweitletzten der Tabelle ein weiteres Mal gedemütigt. Nach dem 6:0 über den abstiegsbedrohten HSV 6:0 kann München schon in einer Woche Meister werden.

Das Resultat von 6:0 passt in die Reihe der letzten Heimauftritte von Bayern München gegen den HSV. Es war der neunte Sieg in Folge bei einem Torverhältnis von nun 51:3. Nach der Startphase schien sogar das erste zweistellige Resultat in der Bundesliga seit einem 10:0 von Borussia Mönchengladbach gegen Eintracht Braunschweig am 11. Oktober 1984 möglich. Nach Toren von Frank Ribéry und zweimal Robert Lewandowski führte Bayern nach 18 Minuten 3:0.

Ein bizarres Spiel

Es war das Glück des HSV, dass die Münchner spätestens nach dem dritten Tor das Geschehen und den Gegner nicht mehr ganz ernst nahmen. Die Partie nahm teilweise bizarre Züge an. Zum Beispiel, als David Alaba an der Seitenlinie den Ball nur noch mit dem Absatz berühren wollte. Oder als Bayerns Keeper Sven Ulreich einen Einwurf tätigte. Das alles führte dazu, dass Bayern am Ende nur 6:0 gewann. Es war bloss der vierthöchste Heimsieg gegen den HSV in den letzten sechs Spielen.

In der Tabelle beträgt der Vorsprung der Bayern auf das zweitklassierte Schalke acht Runden vor dem Saisonende weiterhin 20 Punkte. Schon am kommenden Sonntag kann der Rekordmeister seinen Titel verteidigen, sofern er in Leipzig gewinnt, Schalke in Wolfsburg nicht siegt, und weder Borussia Dortmund noch Eintracht Frankfurt bis dahin ihre beiden Spiele gewinnen. Aus eigener Kraft kann Bayern am 31. März im Heimspiel gegen Dortmund Meister werden.

Auch Wolfsburg akut gefährdet

Der HSV dagegen kann nun die Spiele zählen, bis der Abstieg feststeht. Barrage-Platz 16 ist sieben Punkte entfernt. Es scheint fraglich, ob die Hamburger überhaupt noch sieben Punkte holen. Zuletzt brauchten sie 13 Spiele für fünf Zähler. Unter dem neuen Trainer Bernd Hollerbach jedenfalls warten sie auch nach sieben Partien noch auf einen Sieg.

Zu den Teams, die sieben Punkte vor dem HSV klassiert sind, gehört der VfL Wolfsburg. Der Champions-League-Viertelfinalist von 2016 ist akut gefährdet, wie im letzten Jahr die Abstiegsbarrage bestreiten zu müssen. Auswärts gegen Hoffenheim verlor Wolfsburg mit den Schweizern Admir Mehmedi und Renato Steffen (Teileinsatz) sang- und klanglos 0:3. Der unter dem Walliser Trainer Martin Schmidt eingesetzte Negativtrend hält auch mit dessen Nachfolger Bruno Labbadia an. In drei Spielen unter dem früheren Meister-Stürmer von Kaiserslautern und Bayern München gewann Wolfsburg nur einen Punkt.

Augsburg bringt wichtige Punkte heim

Derweil machte Augsburg den womöglich entscheidenden Schritt Richtung Ligaerhalt. Nach zuletzt vier sieglosen Spielen gewann der FCA auswärts gegen Aufsteiger Hannover 3:1, der Vorsprung auf die Abstiegsränge beträgt 17 Punkte. Der Schweizer Torhüter Marwin Hitz musste sich nur von Salif Sané bezwingen lassen. Hertha Berlin und Freiburg trennten sich torlos unentschieden.

Nicht vom Fleck kommt auch Borussia Mönchengladbach. Die aufgrund von acht verletzten Spielern arg dezimierte Mannschaft des Schweizer Quartetts mit Yann Sommer, Nico Elvedi, Denis Zakaria und Josip Drmic kassierte beim 0:2 in Leverkusen die fünfte Niederlage aus den letzten sieben Spielen. Ein Tor gelang der Borussia in diesen verlorenen Partien nie. Dagegen hat Leverkusen nach 26 Runden und 44 Punkten bereits die Marke der schwachen letzten Saison (41) überboten.

Bayern München - Hamburg 6:0 (3:0)
75'000 Zuschauer. - Tore: 8. Ribéry 1:0. 12. Lewandowski 2:0. 19. Lewandowski 3:0. 55. Robben 4:0. 81. Ribéry 5:0. 90. Lewandowski (Foulpenalty) 6:0. - Bemerkungen: Hamburg mit Janjicic (ab 24.). 86. Lewandowski schiesst Foulpenalty über das Tor.

Hertha Berlin - Freiburg 0:0
38'625 Zuschauer. - Bemerkung: Hertha Berlin mit Lustenberger, Freiburg ohne Sierro (nicht im Aufgebot).

Hoffenheim - Wolfsburg 3:0 (1:0)
25'550 Zuschauer. - Tore: 18. Schulz 1:0. 77. Gnabry 2:0. 80. Guilavogui (Eigentor) 3:0. - Bemerkung: Hoffenheim ohne Zuber (Ersatz) und Kobel (verletzt), Wolfsburg mit Mehmedi und Steffen (ab 82.).

Hannover - Augsburg 1:3 (1:2)
36'500 Zuschauer. - Tore: 26. Gregoritsch 0:1. 37. Sané 1:1. 45. Kacar 1:2. 83. Gregoritsch 1:3. - Bemerkung: Hannover mit Schwegler (ab 46.), Augsburg mit Hitz.

Bayer Leverkusen - Borussia Mönchengladbach 2:0 (1:0)
28'809 Zuschauer. - Tore: 39. Alario 1:0. 93. Brandt 2:0. - Bemerkung: Mönchengladbach mit Sommer, Elvedi, Zakaria (bis 79.) und Drmic (ab 79.).

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Chupachup am 10.03.2018 19:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Arbeitsverweigerung

    Der HSV gehört nun definitiv in die 2. Liga.Was Hamburg in München gezeigt hat, ist unter aller Kanone. 0 Torschüsse und 1 Eckball in 90 Minuten ist schon starker Tobak.

  • THINK am 10.03.2018 22:05 Report Diesen Beitrag melden

    Die Gute Nachricht für den HSV

    Die Fahrt nach München bleibt dem HSV die nächsten Jahre erspart .....

  • gloria derungs am 10.03.2018 21:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    das war s für den hsv

    als hsv fan muss du schon masochistische züge an dir haben. hätte bayern nach dem 3:0 nicht von 100 auf 40% runtergeschraubt, hätte es 16:0 heissen können. hsv ist schon seit 4 jahren nur noch peinlich und mit bernd hoffmann ein weiterer total looser am start.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Hotwith am 13.03.2018 12:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Na und?

    Wenn bayern auf hsv trifft ist ein schützenfest schon standart.

  • Herrmann am 11.03.2018 18:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tragisch

    Oh mein HSV. Auch mein Fantattoo hilft nicht. Ein Armutszeugnis, alle Vereine schaffen es, Talente rauszubringen, nur wir nicht, alle Vereine kaufen gute junge Spieler, nur wir nicht. Bye bye HSV. Schade

    • Sipuro Oho am 12.03.2018 12:44 Report Diesen Beitrag melden

      endlich weg

      Endlich steigen diese Jammerlappen ab! Wurde längstens Zeit. Auch den direkten Wiederaufstieg wird Ihnen nicht gelingen. Zudem; wer sticht sich schon ein Tatoo eines Fussballvereines!?!

    • Swissman73 am 12.03.2018 15:00 Report Diesen Beitrag melden

      @Sipuro Oho

      Ihr habt einige Talente in eueren Reihen, nur spielen die nicht mehr. Arp habt ihr gar nicht nach München mitgenommen, was mit Ito ist weiss ich auch nicht. Die zweite Mannschaft ist Tabellenführer in der Regionalliga Nord. Deren Trainer übernimmt ab heute für den glücklosen Hollerbach. Nun wirst Du Talente sehen. Wünsche Dir, dass der HSV nicht absteigt. Die Reli liegt noch drin.

    einklappen einklappen
  • miasanmia am 11.03.2018 14:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    fcb

    Eigentlich schade wenn hsv absteigt..... mir würde diese begegnung so sehr fehlen.

  • Roger am 11.03.2018 11:25 Report Diesen Beitrag melden

    Diese Liga ist schlicht am Boden

    Kein Wunder hat die BuLi den Anschluss verpasst. Wer hat schon Interesse an einer Liga, bei welcher man den Meister der nächsten 5 Jahre kennt? Kein Wunder bleiben die TV-Gelder vergleichsweise bescheiden. Keine Startrainer, keine Starspieler. Ausser ein paar wenigen in Münhen, welche die Herausforderung im Ausland scheuen. Was die Fankultur betrifft: unterste Schublade. Und wenn Schalke-Heidel meint, dass seine Pyro-Fans 'ein klein bisschen übertrieben hätten' in Mainz, so sagt das alles. Keine Führung, kein ernstzunehmender Verband. Aber Skandale en masse.

    • THINK am 11.03.2018 17:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Roger

      Du meinst es ist völlig normal über hundert Millionen für einen Spieler auszugeben und die BL Clubs sollen das nun endlich auch machen? Die BL Clubs sind sehr solide, die Stadien voll. Oder geht es um mehr als nur Sport?

    einklappen einklappen
  • Namenlos am 11.03.2018 10:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein HSV Fan

    Diese Manschaft (HSV) ist nicht einmal Regionalliga tauglich, wird Zeit das diese absteigen