In St. Galler Luxushotel

16. November 2012 12:01; Akt: 16.11.2012 13:26 Print

Beklaute sich Chiles Fussball-Nati selbst?

Elf chilenische Fussballer waren 2011 in einem Hotel in St. Gallen bestohlen worden. Nun wird bekannt: Die Diebe hatten die Schlüsselkarten für die Zimmer. Der Verdacht: Versicherungsbetrug.

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Ausgerechnet im renommierten Hotel Einstein in St. Gallen waren die Spieler der chilenischen Nationalmannschaft bestohlen worden. Doch jetzt deutet alles auf ein Insider-Deal hin. (Bild: ZVG)

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Für ein Testspiel gegen die spanische Nationalmannschaft waren die chilenischen Fussballer im September 2011 nach St. Gallen gereist. Die Südamerikaner verloren das Spiel an jenem 2. September in der AFG-Arena nicht nur 2:3, während des Matches brachen auch noch Diebe in die Zimmer der Spieler im Hotel Einstein ein. Elektronische Geräte, Kreditkarten, Bargeld und teure Markentaschen im Gesamtwert von rund 50'000 Franken wurden gestohlen.

In Chile war die Empörung gross. Gerade von der sicheren Schweiz hätte man dies nicht erwartet, so der Tenor. In St. Gallen war man sehr bemüht, den Fall aufzuklären. Rasch wurden die Ermittlungen ausgedehnt. Denn hinter den Einbrüchen stecken offenbar Personen, die nicht in der Schweiz leben, wie die St. Galler Staatsanwaltschaft gegenüber dem «St. Galler Tagblatt» bestätigte.

Hauptverdächtiger kommt aus Südamerika

«Bei zwei Männern besteht ein geringer Tatverdacht. Sie konnten allerdings nicht genauer identifiziert werden, und ihr Wohnort ist uns unbekannt», sagt Mediensprecherin Natalie Häusler. Im Visier der Staatsanwaltschaft steht aber eine weitere Person: Ein Mann, der in Südamerika lebt, konnte identifiziert werden.

Die Herkunft des Mannes passt zu zahlreichen weiteren Indizien, die alle in dieselbe Richtung deuten: Der Einbruchdiebstahl in die Zimmer der chilenischen Nati-Spieler wurde von diesen selbst inszeniert. Denn die Diebe drangen mit jenen elektronischen Schlüsselkarten in die Zimmer ein, die den Spielern gegeben worden waren. Es wird darum vermutet, dass die Spieler Bekannten ihre Schlüsselkarten gaben, damit diese ihre Zimmer ausräumen konnten. Vermutlich wollte man einfach die Versicherung betrügen.

Spieler sahen Aufnahmen der Überwachungskamera

Erste Spekulationen in diese Richtung kursierten bereits kurz nachdem die Tat bekannt geworden war. Denn schnell war klar: Die Türen der Zimmer waren nicht aufgebrochen worden. Drei Tage nach dem Einbruch hatte zudem die «Einstein»-Direktion eine Pressemitteilung in Aussicht gestellt. «Vielleicht gibt es dabei eine Überraschung», so das Haus. Verkündet wurde dann gar nichts. Erst jetzt bestätigt Direktor Markus Kraus gegenüber dem «St. Galler Tagblatt», dass die Diebe mit den Schlüsselkarten der Spieler in die Zimmer gelangten.

Wie die Diebe in den Besitz dieser Karten gekommen sind, ist Gegenstand der Ermittlungen. «Dazu können wir uns nicht äussern», sagt Mediensprecherin Natalie Häusler von der St. Galler Staatsanwaltschaft. Die bestohlenen Spieler, so Häusler weiter, hätten die mutmasslichen Täter nicht erkannt, als ihnen die Bilder der «Einstein»-Überwachungskameras gezeigt worden seien. Deswegen gehe man davon aus, dass es keine Bezüge zwischen der Täterschaft und der chilenischen Nationalmannschaft gebe. Die Staatsanwaltschaft schliesst aber nicht aus, dass die Spieler damals gelogen hätten, fügt Häusler an.

Neuste Infos deuten auf Inszenierung

Der dringend tatverdächtige Mann aus Südamerika ist nicht international zur Verhaftung ausgeschrieben, weil es sich um kein schweres Delikt handelt. Ein Rechtshilfe-Gesuch sei in jenem südamerikanischen Land zudem schwierig, so die Staatsanwaltschaft. Um welches Land es sich handelt, will die Staatsanwaltschaft nicht preisgeben. Nur so viel: Es ist nicht Chile.

Der Fall wurde darum vor einer Weile sistiert. Aufgrund jüngster Informationen, die auf eine Inszenierung durch die Nati-Spieler schliessen lassen, könnte er aber wieder aufgenommen werden.

(ann)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kim Keller am 16.11.2012 13:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Allen

    Alle bestohlenen Spieler sollte der Prozess gemacht werden!!!

  • Chivu am 16.11.2012 13:27 Report Diesen Beitrag melden

    Mein Gott

    NO COMMENT...

  • René am 17.11.2012 00:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Peannuts

    Macht kein Fass auf wegen dem Lausbubenstreich! Dort muss einer 20 JAHRE Fussball spielen um auf einen MONATSLOHN von Alex Frey zu kommen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • René am 17.11.2012 00:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Peannuts

    Macht kein Fass auf wegen dem Lausbubenstreich! Dort muss einer 20 JAHRE Fussball spielen um auf einen MONATSLOHN von Alex Frey zu kommen.

  • Bieler am 16.11.2012 14:22 Report Diesen Beitrag melden

    Bestrafung in voller Härte

    Unglaublich kein schweres Delikt. leben unsere Behörden im Wunderland. Mir egal wenn die Versicherung in Chile bezahlen müsste aber so bezahlt hundertpro die Hotel Versicherung. Die Schweiz sollte sich diplomatisch in Chile beschweren nachdem Theater das damals in den Chilenischen Zeitungen veranstaltet wurde. Typisch Latinos

    • Fresard am 16.11.2012 23:28 Report Diesen Beitrag melden

      Typisch Latino

      "Typisch Latinos"? Du willst dich von 20 minuten informieren lassen und dann solche Aussagen machen? Kennst du diesen Theater in den Chilenischen Zeitungen? Wars Du da? Falls Du dann da warst, wuerde ich sagen dein Verhalten ist wieder "typisch Europaer"... die gehen ins Ausland und dann fangen sie an zu meckern... dan gehe lieber zurueck zu deinem kleinen Land wenn du es nicht gern hast... Und wenn du nicht in Chile warst, dann laber kein Schwachsinn!

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  • Kim Keller am 16.11.2012 13:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Allen

    Alle bestohlenen Spieler sollte der Prozess gemacht werden!!!

  • Chivu am 16.11.2012 13:27 Report Diesen Beitrag melden

    Mein Gott

    NO COMMENT...

  • Franz Beckenhauer am 16.11.2012 13:24 Report Diesen Beitrag melden

    NO COMMENT!

    Dazu erübrigt sich jeder Kommentar!

    • Nü Dgschidersztüe am 16.11.2012 15:00 Report Diesen Beitrag melden

      Genial

      ausser er sei so geistreich wie Ihr Kommentar..... und natürlich auch meiner.

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