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Stiller Abgang
18. März 2010 14:38; Akt: 18.03.2010 14:38 Print
CL nicht mehr «very British»
von Herbie Egli - Die englische Übermacht in der Fussball-Königsklasse bröckelt. Während in den letzten Jahren im Viertelfinal die Hälfte aller Teams aus England kam, wird die europäische Fussballkarte wieder vielfältiger.

Out in der Champions League. Chelseas Drogba und Lampard, links, und Liverpools Gerrard und Trainer Benitez. (Bild: Keystone)
Für die Premier League ist es ein Schock – für die übrigen Ligen Europas willkommene Abwechslung. In den Viertelfinals sind mit Manchester United und Arsenal «nur» zwei englische Teams vertreten. In den letzten beiden Saisons qualifizierten sich jeweils vier Teams der Premier League für die Viertelfinals der Champions League. In den Halbfinals standen jeweils noch deren drei. 2008 gab es sogar einen rein englischen Final zwischen ManU und Chelsea (6:5 n.P.). Sonst scheiterten die Insel-Fussballer jeweils im Halbfinal oder verloren das Endspiel.
In diesem Jahr sieht es anders aus: Zwar marschierten Manchester und Arsenal souverän in die Runde der letzten Acht ein - ManU gegen Milan mit dem Gesamtskore von 7:2 und Arsenal gegen Porto mit 6:2. Aus englischer Sicht wars das aber schon.
Roman Abramowitschs Chelsea-Millionäre mussten ihre Titelträume schon im Achtelfinal begraben. 1:3 gegen Inter Mailand (mit Ex-Chelsea-Trainer Jose Mourinho). Deshalb will der schwerreiche Russe nun einmal mehr aufrüsten, um endlich den bedeutendsten Titel im Klubfussball zu gewinnen. Abramowitsch hat Trainer Ancelotti 160 Millionen Franken für eine neue Teambildung versprochen, berichtet die «Sun». Mit einem Grossteil dieses Geldes soll unter anderen Fernando Torres von Liverpool an die Stamford Bridge gelockt werden. Die Reds scheiterten ja schon in den Gruppenspielen. Auch die Namen von Sergio Agüero, Maicon und Bastian Schweinsteiger stehen auf einer Wunschliste.
Bonjour Europe
Dieses Jahr machen die Franzosen wieder einmal auf sich aufmerksam. Mit Lyon und Bordeaux stellt die Ligue 1 - wie die englische Premier League - zwei Mannschaften im Champions-League-Viertelfinal. Für Bordeaux ist es die erste Teilnahme. Für Lyon die vierte, nach drei Jahren Pause. Die übrigen Teams kommen aus Ländern, die immer wieder mit einem oder zwei Teams in den Viertelfinals vertreten waren. Namentlich sind es diesmal Titelverteidiger Barcelona aus Spanien, Bayern München aus Deutschland, Inter Mailand aus Italien und zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte ZSKA Moskau aus Russland.
Die Viertelfinalpaarungen werden am Freitag ab 12 Uhr am Uefa-Hauptsitz in Nyon ausgelost. 20 Minuten Online berichtet live. Es sind keine Teams mehr gesetzt und daher kann es auch zu Begegnungen zweier Mannschaften aus dem gleichen Land kommen. Auch die Halbfinal-Paarungen werden bereits festgelegt.



























