Achtung, Gelbgefahr!

04. Oktober 2017 11:39; Akt: 04.10.2017 13:05 Print

Das heisse Farbenspiel der Nati-Trainer

von E. Tedesco - Es klingt schräg. Doch auch die Gelben Karten könnten darüber entscheiden, ob sich die Schweiz oder Portugal direkt für die WM qualifiziert.

Diesen Nati-Spielern droht bei Gelb eine Sperre: Michael Lang, Ricardo Rodriguez, Admir Mehmedi und Blerim Dzemaili. (Video: 20 Minuten)
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In Budapest lief die 89. Minute. Portugal führte gegen Ungarn in der WM-Qualifikation 1:0, als sich Cristiano Ronaldo zu einem Nachtreten hinreissen liess. Der Real-Superstar kassierte die Gelbe Karte. Sieht Ronaldo auch am Samstag in Andorra den Karton, wäre er beim finalen Spiel in Lissabon gegen die Schweiz gesperrt.

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Qualifiziert sich die Schweizer Fussballnati direkt für die WM 2018 in Russland?

Bringt Trainer Fernando Santos Ronaldo gegen den «Fussballzwerg» und riskiert damit, dass sein Superstar am Dienstag gesperrt ist? Zur Erinnerung: Im Hinspiel in Basel fehlte CR7 verletzungsbedingt. Portugal kassierte die einzige Niederlage in dieser Kampagne gegen die Schweiz, ein 0:2.

Bestmarke oder Risiko?

«Er will sicher spielen, denn er will den Torrekord knacken», sagt der Schweizer Nati-Trainer Vladimir Petkovic. Ronaldo (14 Tore) belegt zusammen mit Predrag Mijatovic (Jugoslawien, WM-Quali 1998) die Ranglistenspitze der Spieler mit den meisten Treffern in einer WM-Qualifikation. «Aber ich glaube nicht, dass der Trainer ihn dort spielen lassen wird», so Petkovic weiter, will sich aber noch nicht mit dem Spiel gegen den Europameister beschäftigen. Aber auch er weiss: Neben Ronaldo sind sechs weitere Portugiesen gelbgefährdet: André Gomes, Ricardo Quaresma, Cédric, Adrien Silva, José Fonte und Gelson Martins CR7.

Weniger zupfen, nicht motzen

Ein Vabanquespiel gibt es auch für Petkovic. Vier seiner Spieler riskieren am Samstag gegen Ungarn eine Gelbsperre fürs Finale in Lissabon: Blerim Dzemaili, Ricardo Rodriguez, Admir Mehmedi und Michael Lang. Wie viel riskiert Petkovic? «Ich werde erst am Spieltag entscheiden», sagt der Nati-Trainer.

«Im Spiel denkt man nicht an eine mögliche Sperre, zudem sind auch immer Emotionen dabei», sagt Blerim Dzemaili, einer aus dem Quartett, der bei der nächsten Gelben Karte in Lissabon nur als Zuschauer dabei sein würde. «Man kann höchstens weniger dumme Fouls machen, wie am Leibchen des Gegners ziehen oder so», sagt der 58-fache Internationale. «Oder so» würde auch beinhalten, die Klappe zu halten, denn auch fürs Reklamieren gibt es Gelb.

Portugal (noch) ausblenden

Das Spiel gegen Portugal soll aber noch gar nicht in den Köpfen der Spieler sein. «Der Trainer hat uns am Montag und am Dienstag noch einmal eingeschärft, dass wir nur an Ungarn denken müssen», so Dzemaili, «denn wir brauchen den Punkt. Erst dann dürfen wir an Portugal denken.»

Den knappen 3:2-Sieg im Hinspiel in Ungarn, praktisch in letzter Minute, hat Dzemaili nicht vergessen. Dennoch sagt er: «Wer 24 Punkte hat, kann sich nicht auf gleicher Ebene wie Ungarn sehen. Wir dürfen sie trotzdem nicht unterschätzen. Wir müssen das Spiel sehr, sehr ernst nehmen und unsere Qualität auf den Platz bringen. Ich glaube, wir haben mehr Qualität als Ungarn. Wichtig ist aber, dass man das auch zeigt.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nikki Nay am 04.10.2017 12:46 Report Diesen Beitrag melden

    Woche der Wahrheit

    CR7 wird gegen Andorra zu 100 % geschont. Und man darf nicht vergessen dass Portugal auch andere Offensive Top Leute wie Bernardo, Gelson Martins, Quaresma oder Andre Silva hat. Also darf man nicht den Fehler machen und sich nur auf CR7 fokussieren. Jetzt hat aber das Ungarn Spiel Priorität, denn auch das wird alles andere als ein Selbstläufer. Nun werden wir endlich den wahren Wert der Schweizer Nati zu Gesicht bekommen.

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  • Tell am 04.10.2017 12:40 Report Diesen Beitrag melden

    noch nicht mal gegen Ungarn gespielt...

    und schon über eventuelle Kartons, die es möglicherweise..., wenn... und dann würde... zu spekulieren ist schon völlig fehl am Platz... erst mal gegen Ungarn spielen... die sind nicht sooo schlecht, dass dies ein Selbstläufer werden wird... ;)

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  • Hectopascal am 04.10.2017 14:08 Report Diesen Beitrag melden

    Der grosse Fehler

    Der grosse Fehler, man denkt schon an Portugal. Der Fokus liegt jetzt ganz klar auf Ungarn, diese Punkte müssen her und sind in keiner Weise selbstverständlich. Und wer gesperrt ist oder nicht, ist egal. Wie unterstreichen doch immer alle, dass jeder ersetzbar ist. BEWEIST ES ENDLICH!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Rolf am 04.10.2017 18:37 Report Diesen Beitrag melden

    Zum Glück spielt kein YB-Spieler

    ..... bei der Nati mit. Der würde sich sonst auf Wunsch von Herrn Hütter schonen damit er am 14.10. fit für das Spiel gegen Lausanne wäre.

  • Viktor am 04.10.2017 17:20 Report Diesen Beitrag melden

    120% Leistung

    Es muss 2x 120% Leistung her. Es darf niemand geschont werden. Denn die Barrage hat es in sich. Da können schwierige Mannschaften kommen wie Frankreich, Schweden, Holland, Wales, Polen, Dänemark, Spanien, Italien, Griechenland, Kroatien, Island, Türkei, Ukraine. Mein Favorit ist Italien oder Holland. Spanien und Frankreich müssten durch sein.

    • Tell am 04.10.2017 18:00 Report Diesen Beitrag melden

      mehr als 100 von 100 geht nicht...

      einige begreifens nie... ;) 100 % (Prozent = pro centum =vom Hundertstel (von Hundert) also 100% = ein Ganzes... ;) also 120 % geht nicht... 120 würde gehen! aber das wäre entweder gar wenig (genug zum verlieren... ;) oder viel zu viel = Exitus (zum Wohle... ;)

    • Tell am 04.10.2017 18:13 Report Diesen Beitrag melden

      ... kleine Erläuterung...

      hatte hinter das letzte 120 ein Promille-Zeichen gesetzt... anscheinend hats das nicht übernommen... ;)

    • M.S. am 04.10.2017 20:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Viktor

      Da die Schweiz dank gutem Ranking gesetzt wäre, werden wir in der Barrage kaum auf Topnationen treffen, aber ohne Barrage wärs natürlich besser

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  • Thungsten am 04.10.2017 14:49 Report Diesen Beitrag melden

    CH steht für Chancenlos

    Ach komm, machen wir uns nichts vor ok. Die Schweiz wird so oder so in der Barrage landen. Wenn wir Glück haben reicht es gerade noch für Ungarn, aber gegen Portugal gibt es dann eine heftige Klatsche.

    • Zaffke am 04.10.2017 15:08 Report Diesen Beitrag melden

      Ronaldo

      Portugal lebt zu 80 % von Ronaldo. Das hat man ja in Basel gesehen wie er gefehlt hat!

    • luca de angelis am 04.10.2017 17:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Thungsten

      die schweiz wird sich direkt qualifizieren, das ist sicher und portugal in die barrage schicken...ich hoffe nur das mein italien nicht auf die portugiesen treffen, da italien nicht mal gesetzt ist für die playoffs, so wie es aussieht...

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  • Hectopascal am 04.10.2017 14:08 Report Diesen Beitrag melden

    Der grosse Fehler

    Der grosse Fehler, man denkt schon an Portugal. Der Fokus liegt jetzt ganz klar auf Ungarn, diese Punkte müssen her und sind in keiner Weise selbstverständlich. Und wer gesperrt ist oder nicht, ist egal. Wie unterstreichen doch immer alle, dass jeder ersetzbar ist. BEWEIST ES ENDLICH!

    • Crazy Dave am 04.10.2017 15:50 Report Diesen Beitrag melden

      Das wäre fatal

      Sollte es tatsächlich so kommen, dass es Ungarn irgendwie gelingt das Spiel gegen die Schweiz zu gewinnen, dann wird die Schweiz gegen Portugal richtig panisch agieren und sich ordentlich blamieren.

    • Ramon am 04.10.2017 16:12 Report Diesen Beitrag melden

      Die Medien

      Wie im Artikel bereits geschrieben, hat Petkovic den Spielern klar gemacht das man jetzt nur an das Ungarn-Spiel denken darf und nicht schon an das Spiel in Lissabon. Es sind nicht die Fussballer oder Trainer sondern die MEDIEN die schon beim Portugalmatch sind und 100x darüber berichten müssen. Einzig allein die Medien und nicht die Spieler!

    • Oscar Golf am 04.10.2017 17:28 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht mehr verlieren

      Wieso Punkte? Ein Unentschieden gegen Ungarn reicht um vor Portigal zu bleiben. Gegen Portugal darf die Schweiz dann so oder so nicht verlieren, will sie sich direkt qualifizieren.

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  • Beltran Leyva am 04.10.2017 13:30 Report Diesen Beitrag melden

    Positiv denken :-)

    das Problem ist,würde es gegen ein Ungarn etc. gehen müssten die Portugiesen notfalls foulen um die 3 punkte mitzunehmen,gegen Andorra besteht diese Gefahr nicht :-/ so am 10.okt.2017 ist tag der entscheid top oder flop :-)