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Reaktion auf die Krise
26. November 2012 21:23; Akt: 27.11.2012 08:18 Print
Der FC Zürich entlässt Fringer
Der FC Zürich hat genug. Nach den schlechten Leistungen der letzten Wochen entlässt der FCZ Trainer Rolf Fringer per sofort. Bis auf Weiteres übernimmt U21-Trainer Urs Meier.
Am Montagabend hat sich der Verwaltungsrat des FC Zürich zu einer ausserordentlichen Sitzung zusammengefunden. Das Ergebnis: Der FC Zürich entlässt seinen Trainer Rolf Fringer per sofort. Am Dienstag um 11 Uhr will Präsident Ancillo Canepa detailliert Auskunft geben.
Bildstrecken Fringer beim FCZ entlassen Bickel zu YB? Stübi zum FCZ?Ist die Krise beim FCZ nach der Entlassung von Cheftrainer Rolf Fringer ausgestanden? Einiges deutet darauf hin, dass es im Letzigrund zu einem Nachbeben kommen wird. Im Zentrum steht Fredy Bickel.
Der Sportchef ist drei Jahre nach dem letzten Meistertitel in die Kritik geraten und soll durch Christian Stübi (42) ersetzt werden. Stübi war Sportchef beim FC Schaffhausen, als der in der Super League kickte. Später ging er nach St. Gallen, wo er seit Sommer als Team-Manager amtiert. Bickel seinerseits wird mit YB in Verbindung gebracht. Die Berner sind nach der Entlassung von Ilja Kaenzig Ende Oktober noch immer auf der Suche nach einer sportlichen Leitung. Im Stade de Suisse erinnert man sich gerne an die Zeiten mit Sportchef Bickel. Der heute 47-Jährige hatte YB zwischen 1999 und 2002 wieder auf die Beine geholfen (Aufstieg 2001). Ab 2003 verhalf er dem FC Zürich zu drei Meistertiteln, einem Cupsieg und einer Teilnahme in der Champions League. Bei YB sind derzeit Präsident Werner Müller sowie Chefscout Stéphane Chapuisat mit der Suche nach dem Sportchef beauftragt. (sco/pbt)
«Ich bin total geschockt über die Art der Entlassung. So ein Papier werde ich in dieser Form ganz sicher nicht unterschreiben! Dem FCZ wünsche ich für die Zukunft viel Glück.» Bis auf Weiteres übernimmt U21-Trainer Urs Meier die Leitung des Trainings. Bis zur Winterpause stehen noch das Derby vom Sonntag gegen GC sowie das Cup-Spiel gegen Köniz auf dem Programm. Meier kennt die Arbeit, er hatte bereits im Frühling nach der Entlassung von Urs Fischer die Geschicke des FCZ interimistisch geleitet.
Nur 17 Punkte aus 17 Spielen
Fringer hatte das Traineramt in Zürich erst zu Beginn der laufenden Saison übernommen. Insgesamt konnte er sich nur 148 Tage im Amt halten. Sein Ziel war es, mit dem FCZ einen Europacup-Platz zu erreichen. Aus 17 Spielen resultierten für den 55-Jährigen aber gerade mal 17 Punkte.
Insbesondere im Letzigrund konnten keine Erfolgserlebnisse erzielt werden. In neun Heimspielen haben die Zürcher nur sieben Punkte gewonnen. Scheinbar war es nun die 0:2-Heimniederlage vom Samstag gegen Servette, die bei den Zürchern das Fass zum überlaufen brachte. Ancillo Canepa hatte vor dem Spiel den Puls der Mannschaft gefühlt und erkannt, dass das Team gespalten und die Fraktion der Gegner von Fringer im Team beträchtlich war. Diese Konstellation in einem Team ist meist der Anfang vom Ende für einen Trainer.
Für den Verwaltungsrat stellte sich am Montag nun eine Frage: Wer ist verantwortlich für die Misere im Letzigrund? Ist es Sportchef Fredy Bickel? Oder ist es Trainer Rolf Fringer? Die Bosse um Präsident Ancillo Canepa liessen das Fallbeil über dem Trainer niedersausen.
Drei Nachfolger werden gehandelt
Dass Meier keine Dauerlösung sein kann, ist heute schon klar. Zu gering ist der Leistungsausweis des Nachwuchsmannes. Wer folgt auf Fringer? Drei Namen werden gehandelt:
1. René Weiler: Der 39-Jährige macht beim FC Aarau einen hervorragenden Job, ist daran die Rüebliländer zurück in die Super League zu führen. Problem: Er gilt als Mann von Gregor Greber. Der Finanzfachmann hat einen Machtkampf gegen Canepa verloren, ist seit einigen Tagen Ex-Verwaltungsrat beim FCZ.
2. Marco Schällibaum: Hat gemeinsam mit Sportchef Fredy Bickel und Assistenztrainer Harry Gämperle bei YB sehr erfolgreich gearbeitet. Problem: Das ist ein paar Jahre her.
3. Christian Gross: Ist nach seiner Entlassung bei YB auf Jobsuche. Problem: Der Höngger ist sehr teuer im Unterhalt.
(sco/fbu)
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Alle 196 Kommentare

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Entlich
Was wollten sie eigentlich mit Rolf Fringer?! Ich kann das nicht verstehen es gibt so viele bessere Trainer und man nimmt denn schlechtesten.
Rölfl
Unglaublich finde ich, dass ein Trainer wie Rolf Fringer immer wieder einen neuen Job findet. Nimmt mich schon wunder, wer ihn als nächstes anstellt. Und 9 Monate später stellen Klubpräsi und/oder Sportchef fest, dass unter ihm noch alles schlimmer wurde. Herrliche Komödie!
alte namen:
wenn wir schon bei den erfolglosen kandidaten sind, ihr könnte wieder den michael skibbe aufwärmen :-)
lucien Favre
favre zurückholen!!!! ist in gladbach sowiso nicht mehr so beliebt und erfolgreich.