Bundesliga

16. April 2018 22:59; Akt: 17.04.2018 07:51 Print

Der Videobeweis in der Halbzeitpause

Kuriose Szene im Kellerduell Mainz - Freiburg: Die Gästespieler sind schon in der Kabine, als der Schiedsrichter einen Penalty pfeift.

Im Blickpunkt: Schiedsrichter Guido Winkmann muss eine ungewohnte Entscheidung in Mainz treffen. (16. April 2018)
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Dank zwei Toren von Pablo De Blasis gewann Mainz das Relegations-Duell der 30. Bundesliga-Runde gegen den SC Freiburg 2:0. Damit verlassen die Rheinhessen erstmals seit zwei Monaten den Barrageplatz.

De Blasis beendete mit seinen zwei Treffern die Mainzer Negativserie von sechs sieglosen Partien. Das 1:0 der Gastgeber, die sich vier Runden vor Saisonende mit nun 30 Zählern an den punktgleichen Freiburgern vorbei auf Rang 15 schoben, kam dabei auf kuriose Art zustande. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit griffen sie nochmals an. Daniel Brosinski sah jedoch seinen Schuss aus spitzem Winkel abgefälscht und vom Freiburger Keeper abgewehrt.

Das Gespräch mit Frau Steinhaus

In der Folge pfiff der Schiedsrichter Guido Winkmann zur Pause, die Gäste-Spieler begaben sich in die Kabine. Nach einem Gespräch mit Video-Assistentin Bibiana Steinhaus sah sich Winkmann die Szene nochmals an und entschied danach auf Handspenalty. Die Freiburger wurden zurück aufs Feld beordert. De Blasis verwandelte sieben Minuten nach dem Pausenpfiff sicher zur Mainzer Führung. Beim 2:0 in der 78. Minute profitierte der Argentinier von einem kapitalen Patzer von Freiburgs Goalie Alexander Schwolow.

Durch den siebten Saisonsieg der Mainzer verschärfte sich die dramatische Situation für den Hamburger SV und Köln, deren Rückstand auf den Barrageplatz nun schon acht respektive neun Punkte beträgt. Und über die Szene von Mainz, die zum 1:0 der Gastgeber führte, wird noch viel geschrieben und diskutiert werden.

Bundesliga, 30.Runde, Montag:Mainz - Freiburg 2:0 (1:0) 26'407 Zuschauer. - Tore: 45. De Blasis (Handspenalty) 1:0. 78. De Blasis 2:0. - Bemerkung: Freiburg ohne Sierro.

Tabelle: 1. Bayern München 30/75 (81:22). 2. Schalke 04 30/55 (47:33). 3. Bayer Leverkusen 30/51 (55:37). 4. Borussia Dortmund 30/51 (57:41). 5. RB Leipzig 30/47 (45:42). 6. Hoffenheim 30/46 (55:42). 7. Eintracht Frankfurt 30/46 (41:37). 8. Borussia Mönchengladbach 30/40 (39:48). 9. Hertha Berlin 30/39 (35:35). 10. VfB Stuttgart 30/39 (27:35). 11. Augsburg 30/37 (38:40). 12. Werder Bremen 30/37 (34:36). 13. Hannover 96 30/36 (38:44). 14. Wolfsburg 30/30 (30:37). 15. Mainz 05 30/30 (32:47). 16. SC Freiburg 30/30 (26:50). 17. Hamburger SV 30/22 (23:48). 18. 1. FC Köln 30/21 (29:58).

(fal/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Markus K. am 16.04.2018 23:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sc Freiburg

    Ui jetzt wird es für die Breisgauer und Streich doch nochmals eng. Hoffe sie bleiben oben. Sie hätten es verdient.

  • Beltran Leyva am 16.04.2018 23:50 Report Diesen Beitrag melden

    Gut So!

    sonst hätte es wieder geheissen,der Schiri hatte Tomaten auf den augen und hat den Handselfmeter nicht gegeben...ich möchte echt nicht Schiri sein...

  • Maddin am 17.04.2018 00:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wembley

    Können wir dann jetzt auch noch mal über das Wembley-Tor von 1966 verhandeln

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Neutraler Fan am 17.04.2018 15:53 Report Diesen Beitrag melden

    Regelkunde: Einsatz des Videobeweisses

    Es war ein klares Handspiel. Sinngemäss steht in den Regeln: Der Videoschiedsrichter darf einschreiten, wenn durch eine Unsportlichkeit (Handspiel) ein Tor illegaler erweise verhindert oder erzielt worden ist. Durch das Handspiel ist weder ein Tor erzielt worden, noch einem Gegenspieler die Chace auf ein Tor zu erzielen, verhindert (da war gar kein Gegenspieler in der Nähe der ein Tor erzielen konnte. Somit hätte er der Videoschiedsrichter auch nicht eingreifen dürfen. EIN VIDEOSCHRIEDSRICHTER IST KEIN OBERSCHIEDSRICHTER, DER ALLES ENTSCHEIDEN DARF. Nur der auf dem Platz.

  • Roli am 17.04.2018 09:11 Report Diesen Beitrag melden

    ??

    Regel: Solange der Schiedsrichter das Spielfeld nicht verlassen hat (auch nach Spielschluss und wenn die Spieler schon in der Kabine sind) darf der Schiedsrichter dank dem Vidiobeweis auf seine Entscheide zurückkommen. Frage: könnte er sich theoretisch auf dem Platz ein Tablett nehmen und die Halbzeit nochmals anschauen und entsprechend bei falschen Entscheiden die Spieler wieder aufs Feld rufen? (Ironisch gemeint). Im Ernst, wie lange darf er denn auf Fehlendscheide zurückkommen?

  • Mach Kaputt am 17.04.2018 09:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wat ein Käse

    Nun ja freut euch auf die WM dann bleibt man in der Pause halt noch nen Stündchen sitzen und holt sich kein Bier oder geht pinkeln Oder nach dem Spiel lieber noch warten vielleicht holt der Schiri noch mal die frischgeduschten Spieler aus dem Bus

  • Maddin am 17.04.2018 00:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wembley

    Können wir dann jetzt auch noch mal über das Wembley-Tor von 1966 verhandeln

    • Tonirf am 17.04.2018 05:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Maddin

      Wie war das mit der Hand Gottes? Dann müssten wir aber über viele Spiele verhandeln :-(

    einklappen einklappen
  • Patrick am 17.04.2018 00:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Niederschmetternd fürs ganze Team

    Der Videobeweis hat durchaus seine guten Seiten. Hier leider nicht zu sehen. Der SC Freiburg ging mit einem 0:0 in die Pause, mit dem Wissen bei Anpfiff der 2. Halbzeit mit 1:0 im Hintertreffen zu sein. Da wirds auch für ne Top Kabinenansprache schwierig das Team wieder auf Kurs zu setzten. Dieser - wohl richtige Entscheid - hat dem Spiel seinen Stempel aufgedrückt. Schade!