Lange Reisezeiten

10. November 2017 10:19; Akt: 10.11.2017 10:24 Print

Die Barrage-Spiele der Extreme

Zwei WM-Plätze werden in interkontinentalen Duellen vergeben. Dabei treffen Honduras und Australien sowie Neuseeland und Peru aufeinander.

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Neymar weiss, was er im Sommer 2018 vor hat: Er fährt mit nach Russland. Stürmer-Star Edinson Cavani ist mit seinen Teamkollegen von ebenfalls mit von der Partie. Sie belegen hinter Brasilien Rang 2. Auf den letzten Drücker auf Rang 3: Dank einem Dreierpack von Lionel Messi wendete das erstmalige Verpassen einer WM seit fast 50 Jahren in Ecuador ab. ergattert sich das vierte WM-Ticket. Monaco-Stürmer Radamel Falcao (r.) und Arsenal-Goalie David Ospina feiern. ergattert sich das Ticket in der Barrage gegen Neuseeland. Die zittert sich mit einem 0:0 gegen Nordirland im Rückspiel in Basel nach Russland. erkämpft sich nach dem 1:0-Heimsieg gegen Italien ein 0:0 in Mailand, schaltet den vierfachen Weltmeister aus und fährt nach Russland. Nach einem 4:1-Sieg zuhause genügt im Barrage-Rückspiel ein 0:0 in Griechenland zur Quali. Der Europameister schafft doch noch die direkte Qualifikation. Dies gelingt ausgerechnet mit einem 2:0 gegen die Schweiz. schliesst die Gruppenphase mit einem 2:1 gegen Weissrussland ab. Nach der erstmaligen Quali für die EM 2016 schafft auch den Sprung nach Russland. Die Isländer besiegen im letzten Gruppenspiel Kosovo 2:0 und schicken Kroatien in die Barrage. Mit einem abschliessenden 1:0-Sieg gegen Georgien schiesst sich an die WM. ringt Montenegro 4:2 nieder und schafft damit die Qualifikation für Russland 2018. Ein 3:0 zu Hause gegen Albanien reicht für die definitive Teilnahme. Italien muss in die Playoffs. Das Mass aller Dinge: Titelverteidiger qualifiziert sich mit dem Punktemaximum (30). Tottenham-Stürmer Harry Kane (l.) schiesst gegen die Slowenen in die 94. Minute ins Glück und somit nach Russland. Marouane Fellaini und seine Teamkollegen bejubeln nicht nur den Sieg gegen Griechenland: ist bereits zwei Runden vor Schluss durch. jubelt nach dem 0:0 im Hinspiel gegen Irland über den 5:1-Sieg auswärts und das WM-Ticket. Gastgeber kriegte das Ticket mit der WM-Vergabe. Zum Ausrasten schön. Ein 2:1 gegen das bereits qualifizierte Costa Rica reicht für die erstmalige Qualifikation. Noch mehr ausgelassener Jubel aus Mittelamerika: Kendall Waston fährt mit an die WM 2018. In ist es bereits Anfang September so weit. Die Qualifikation ist nach der viertletzten Runde Tatsache. gewinnt die Gruppe B souverän. sichert sich das Ticket mit einem 2:0-Sieg in der vorletzten Qualifikationsrunde gegen Südafrika. Dank zweier Tore des Ex-Baslers Mohamed Salah (l.) holt sich das WM-Ticket. Die jubeln ebenfalls über das WM-Ticket. düpiert die Elfenbeinküste und fährt nach Russland. ist mit von der Partie. 2018 jagt in ein sportliches Highlight das andere: Nach den olympischen Winterspielen in der Heimat geht es an die Fussball-WM nach Russland. Ausgelassener Jubel Anfang September in Jeddah. Die Spieler von feiern ihre Qualifikation. Auch in der Nähe von Tokio hebt man ab: ist in der Asien-Gruppe ebenfalls durch. Die qualifizieren sich dank einem 3:1-Sieg im Rückspiel der Playoffs gegen Honduras. Das Hinspiel hatte torlos geendet.

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Seit Australien 2006 zum asiatischen Kontinentalverband gewechselt ist, konnte es sich zweimal für die WM qualifizieren –ohne dabei über die Playoffs zu gehen. Das war auch der Gedanke hinter dem damaligen Wechsel gewesen. Als Ozeanien-Vertreter musste sich Australien immer noch mit einem Team von einem anderen Kontinent messen und scheiterte bis auf zweimal immer. Diesmal verpassten die «Socceroos» die direkte Qualifikation und müssen nach Honduras.

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Reicht der Nati das 1:0 aus dem Hinspiel für die WM-Quali?

Von drei verschiedenen Kontinenten her sind die australischen Spieler nach Mittelamerika gereist. Das Hinspiel findet am Freitag in San Pedro Sula statt. Die zweitgrösste Stadt von Honduras galt vor wenigen Jahre noch als die Metropole mit der höchsten Mordrate weltweit. Mittlerweile hat sich die Lage etwas beruhigt. Die Honduraner, die 2014 WM-Gruppengegner der Schweiz waren, machten klar, dass sie die Entscheidung schon im Hinspiel anstreben. Das Rückspiel findet am Mittwoch im fast 14'000 Kilometer entfernten Sydney statt. Die Zeitdifferenz zwischen San Pedro Sula und Sydney beträgt 17 Stunden.

Ansturm auf Tickets in Peru

Neuseeland und Peru werden nach dem Hinspiel in Wellington am Samstag gut 10'000 Kilometer zurücklegen müssen, um nach Lima zu gelangen, wo am Donnerstag 3:15 Uhr Schweizer Zeit das Rückspiel stattfindet. Die Südamerikaner, die in der Fifa-Weltrangliste den 10. Platz belegen, sind klarer Favorit, auch wenn ihnen Topskorer Paolo Guerrero wegen eines Dopingvergehens fehlt.


In Peru sind die Fans extrem gierig nach dem Rückspiel in Lima. Das Estadio Nacional in der peruanischen Hauptstadt fasst 50'000 Plätze. 30'000 Tickets gehen an Sponsoren, das heisst, es gehen nur 20'000 Tickets an die Fans. Die Eintritte ans Spiel werden nur als Doppel-Pakete verkauft, das bedeutet, dass nur 10'000 Personen Tickets erhalten. Da die Peruaner aber Fanatiker sind und eine WM-Qualifikation für das südamerikanische Land nicht alltäglich sind, stürzen sich die Supporter auf die Billets. Beinahe 700'000 Personen hätten sich für die 10'000 Tickets beworben, berichtet depor.com.



(20 Minuten/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • T.H am 10.11.2017 11:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum???

    - Warum spielt nicht der Asienvertreter ( Australien ) gegen den Ozeanienvertreter ( Neuseeland) und der Mittelamerikavertreter ( Honduras) - Südamerikavertreter ( Peru) so würde man erstens viele Reisekilometer sparen sowie einwenig Zeitverschiebung einsparen - warum um himmelswillen bekommen sponsoren 60% der Tickets und die richtigen Fans 40% !!!

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  • Sepp Sponsor am 10.11.2017 11:12 Report Diesen Beitrag melden

    Tickets

    Von 50'000 Tickets gehen 30'000 an Sponsoren...ist ja auch völlig normal...Fussball ist Volkssport und soll das auch bleiben!

  • Andri am 10.11.2017 10:26 Report Diesen Beitrag melden

    Profis

    Für das viele Geld würde ich die Reisen auch auf mich nehmen

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Jet Lag am 11.11.2017 09:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jet lag

    17 h Zeitverschiebung? Das sind nur 7 Stunden!!!

    • Tss.. am 12.11.2017 15:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Jet Lag

      Es sind nur 7h wenn man das Datum vernachlässigt und 17h wenn man auf Datum achtet. Aber natürlich ist dem Körper das Datum egal, jedoch ist 17h (16h) Zeitdifferenz die richtige Aussage.

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  • Wilfredo E. am 11.11.2017 03:02 Report Diesen Beitrag melden

    Wir Hondureños werden gewinnen

    Für uns kämpferischen Catrachos (für Normalbürger Hondureños) sollte die Qualifikation kein Problem sein. Da ist Honduras neben Mexiko, Costa Rica und Panama das vierte Land aus der Concacaf.

  • World Traveler am 11.11.2017 02:50 Report Diesen Beitrag melden

    Eigentlich nur 7 Stunden

    Es sind eigentlich nur 7 Stunden Zeitverschiebung zwischen Sydney und San Pedro Sula, technisch zwar schon 17 Stunden, da die Australier zeitlich voraus sind. ähnliche Distanz wie Westeuropa - Honduras.

  • marko 32 am 10.11.2017 12:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super

    Super

    • T.H am 10.11.2017 14:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @marko 32

      Krass

    • Marc Neuenschwander am 10.11.2017 20:57 Report Diesen Beitrag melden

      Ja, Super

      So wie es super ist, dass die Fifa in der Schweiz als Verein eingetragen ist, riesen Gewinne macht und nicht versteuern muss. Super...

    • Marco am 11.11.2017 00:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Marc Neuenschwander

      Und doch profitieren nicht wenige Leute in der Schweiz von der FIFA. Es kann sich nur um Neid handeln, wenn man solche Kommentare schreiben muss. Ich profitiere übrigens auch nicht direkt von der FIFA, bin aber doch stolz, dass einer der weltweit wichtigsten Organisationen ihren Sitz in der Schweiz hat.

    • Sabai am 11.11.2017 08:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @marko 32

      Marco, in der Kürze liegt die Würze, du bist in deinem Kommentar sehr würzig

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  • Andreas Meier am 10.11.2017 11:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zeitzonenwrapping

    17 Stunden? eher 7... 7+17=24, für den Körper gilt jeweils die kleinere Differenz. Man kann höchstens streiten, was schlimmer ist: Ost-West oder West-Ost

    • marko 32 am 10.11.2017 12:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Andreas Meier

      Krass

    • Oberschlau am 10.11.2017 12:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Andreas Meier

      Wenn inSydney Feritag 20:00 ist, ist es in San Pedro 03:00. Also 17h

    • Laura am 10.11.2017 13:08 Report Diesen Beitrag melden

      17 Stunden

      Andreas: Es sind 17 Std Unterschied, Winterzeit. Wenn ich jetzt in Wellington oder Auckland weg fliege, fliege ich zwar über die Datumsgrenze, es sind aber trotzdem 17 Stunden das Peru hinter Auckland ist, da die Sonne im Osten auf geht... . Wir flogen von Melbourne nach Santiago de Chile auf der Südroute und nur ca 250 km km nördlich der Antarktis. Es sind 17 Stunden, von Melbourne 16 Std.

    • Fredu am 10.11.2017 13:11 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht ganz richtig

      Nicht ganz. Zur Zeit der Winterzeit sind es 16 Std Zeit Unterschied, im Sommer ist es richtig, da sind es 17 Stunden.

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