Novum bei der Uefa

06. Dezember 2012 18:11; Akt: 06.12.2012 19:20 Print

Die Euro 2020 findet in ganz Europa statt

Das Exekutivkomitee der Uefa hat entschieden: Die Euro 2020 findet in verschiedenen Städten in mehreren Ländern statt. «Eine Euro für Europa», sagt Generalsekretär Gianni Infantino.

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Die Euro 2020 in ganz Europa.

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Die Fussball-Europameisterschaft 2020 wird in verschiedenen Ländern gleichzeitig stattfinden. Dies hat das Exekutivkomitee der Uefa heute in Lausanne entschieden. Eine Euro für Europa, sagt Generalsekretär Gianni Infantino, die Euro 2020 wird über ganz Europa verteilt stattfinden.

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Im Juni hatte Präsident Michel Platini ein Turnier ohne exklusiven Gastgeber vorgeschlagen, dafür mit diversen, in ganz Europa verteilten Austragungsorten. Der Plan fand beim Exekutivkomitee, dem auch Peter Gilliéron, der Präsident des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV) angehört, und den 52 Mitgliederverbänden Zustimmung. Bereits vor knapp einem Monat hatte der SFV die Pläne als gut befunden.

Basel als möglicher Spielort

Dass die Schweiz mit dem Basler St. Jakob-Park, dem einzigen Stadion, das von der Zuschauerkapazität als EM-Austragungsort in Frage kommt, zu den Auserwählten gehören wird, ist eher nicht zu erwarten. Im Vergleich zu anderen europäischen Arenen ist der St. Jakob-Park ein Leichtgewicht. Zudem war die Schweiz erst vor vier Jahren EM-Gastgeber.

Spielstädte werden im Frühling 2014 bestimmt

Bislang wurde offiziell noch nicht über die möglichen Austragungsstätten diskutiert, sagte Infantino. «Ich kann nicht sagen, wieviele Städte und Länder involviert sein werden. Im Frühling 2014 werden die Stadien bekannt gegeben.» Eine Kommission wird das Konzept nun weiter entwickeln. Dann soll eine einjährige Bewerbungsphase beginnen. Es ist damit zu rechnen, dass 12, 13 Städte auserkoren werden, EM-Spiele auszutragen. Ab den Viertelfinals soll dann in einer einzigen Stadt gespielt werden; als Favorit gilt Istanbul. Die türkische Metropole bewarb sich bereits dreimal vergeblich für die Durchführung der EM-Endrunde.

Fifa wenig erfreut

Dass mit dem Modus für 2020 eine neue Ära eingeläutet worden ist, wollte Platini nicht bestätigen. Für die Zukunft sei alles offen, auch die Rückkehr zu einer EM mit einem oder zwei Austragungsländern. 2016 findet die Europameisterschaft - erstmals mit 24 Nationalmannschaften - in Frankreich statt.

Die Fifa scheint wenig erfreut über den Entscheid. Schon am letzten Freitag sagte Generalsekretär Jérôme Valcke: «Das zerstört den Spirit des Wettbewerbs.»

(fox/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Simon Gerber am 06.12.2012 18:44 Report Diesen Beitrag melden

    Ökologischer Quatsch

    Quatsch, die Spieler jammern ja schon wenn sie am gleichen Ort innert paar Tagen 2mal spielen sollten. Von dem Ökologischen Unsinn spreche ich schon gar nicht.

  • Lucci F am 07.12.2012 10:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zuschauer

    Die Stadien werden kaum so besucht sein wie bei einer normalem em.

  • Selim Mete am 07.12.2012 08:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Türkei

    Türkei war der eizige Kandidat zur EM 2020, und plötzlich wird die Modus umgestellt, sehr interesant!!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Nicht neu am 10.12.2012 13:21 Report Diesen Beitrag melden

    Gab es schon

    Die Idee ist nicht neu, streng genommen sind die ersten Europameisterschaften ja auch nichts anderes. Es haben sich 4 Mannschaften für die Finals qualifiziert und diese haben dann den Sieger ermittelt. Siehe EM 1960, 1964...

  • Michael Vollmer am 09.12.2012 08:17 Report Diesen Beitrag melden

    Demokratie

    Ich interessiere mich nicht für Fussball...Auf gut deutsch, er ist mir wurscht! Wenn aber Steuergelder für solche Veranstatungen verschleudert werden, werde ich genötigt mich mit diesem "Sport" auseinander zu setzen. Ob ich will oder nicht! Da wir scheinbar ein "demokratischer" Staat sind, wäre es mehr als fair wenn wir darüber abstimmen dürften. Wie wir alle wissen ist das reines Wunschdenken (siehe Kandidatur olympische Winterspiele). Zu viel Geld und Lobbies stehen dahinter und die Mehrheit macht wieder einmal mehr die bekannte Faust im Sack! Lang lebe Michel Platini!!!

  • Phil D. am 08.12.2012 13:08 Report Diesen Beitrag melden

    Idee gut! Warum? Darum:

    1) Die Big 5 und weitere grosse und wichtige Finanzierer des ganzen UEFA-Systems wollen und müssen nicht ewig warten auf weitere EM-Spiele. 2) Mit 1/3 mehr Teilnehmer haben auch mittelmässige Teams eine Chance auf Teilnahme. Nieten wie Luxembourg oder Liechtenstein werden dagegen auch künftig nicht dabei sein. Ist auch nicht nötig.

  • Grizzly am 08.12.2012 12:36 Report Diesen Beitrag melden

    Kurze Wege in Europa

    Gute Sache,mit diesen super Verbindungen und Distanzen in Europa, wenn man sich auf die 7 Gross-Nationen konzentriert! D,I,F,GB,P,E, Türkei !

  • marc am 08.12.2012 11:31 Report Diesen Beitrag melden

    Nur wegen ein paar Spielen

    Nur wegen ein paar Fussbalspielen neue Stadien bauen die dann vergammeln weil niemand den Unterhalt zahlen kann. Wir haben genug Stadien in Europa. Weil die meisten grossen Clubs probleme mit Ihrer fanacierung haben, kann man so den maroden Clubs unter die Arme greifen.