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Yakin verliert in Thun
26. November 2012 08:43; Akt: 26.11.2012 10:24 Print
Die Krux mit den Ex
von Eva Tedesco - Murat Yakin kann gegen seine ehemaligen Vereine nicht gewinnen. In Luzern und zuletzt Thun gab es für den FCB keine Zähler. Die Pleite im Berner Oberland betrachtet er als Wachrüttler.
Für Yakin war das 2:3 im Berner Oberland die vierte Niederlage gegen den FC Thun, wo er von 2009 bis 2011 als Trainer angestellt war. Fünfmal hat er es mit dem FCL versucht und immerhin zwei Remis geholt. Den sechsten Versuch wagte er nun mit dem FCB – und scheiterte wieder.
Die Frage an der Pressekonferenz, warum das so sei, brauchte Yakin wie einen Kropf. «Ich habe gehofft, dass diese Frage kommt.» Der FCB-Trainer lächelte in die Journalistenrunde und beantwortete sie mit gewohnter Souveränität und Charme. «Ich habe in Thun zwei fantastische Jahre gehabt, bin immer sehr nett behandelt worden und auf irgendeine Art gebe ich das zurück», so Yakin mit einem Schuss Ironie in seinen Worten.
Niederlage im richtigen Moment?
Dann wurde er wieder ernst und sagte: «Vielleicht kommt die Niederlage im richtigen Moment. Jetzt weiss jeder wieder, dass nichts selbstverständlich ist.» Schon nach dem grossartigen 3:0-Sieg gegen Sporting Lissabon am letzten Donnerstag in der Europa League und dem insgesamt sechsten Sieg in Folge (wettbewerbsübergreifend) hat Yakin bereits angetönt, dass er wohl auf die Euphoriebremse treten müsse.
Diese Arbeit hat ihm der FC Thun nun abgenommen. Ausgerechnet der in der letzten Woche arg gebeutelte und nach sechs sieglosen Partien auf den zweitletzten Tabellenplatz abgerutschte Verein aus dem Berner Oberland. Urs Fischer, wahrscheinlicher Trainer-Nachfolger von Bernard Challandes, wird das Gebotene auf der Tribüne gefallen haben.
Yakin geht mit dem FCB hart ins Gericht
Auf diesen Sieg hätte vor der Partie wohl keiner auch nur einen Rappen gewettet. Es war schlicht unvorstellbar, zumal auch die Bilanz gegen die Thuner sprach: Von den letzten sieben Duellen haben die Berner Oberländer deren sechs verloren und ein Unentschieden geholt. Der letzte Sieg gegen den FCB datiert vom 13. November 2010: ein 3:1 im St.-Jakob-Park. Der Trainer der Thuner damals war – Murat Yakin.
«Die drei Punkte sind nicht gestohlen», so der 38-Jährige, «wir haben in der zweiten Hälfte einfach aufgehört, Fussball zu spielen. Wir haben zu wenig abgeklärt agiert, als wir in Führung lagen. Wir haben die Zweikämpfe nicht gewonnen und das ist nicht das, was ich mir vorstelle. Und wir waren zu wenig präzis in der Offensive und zu wenig klar in jener Phase, in der das Spiel auf der Kippe stand. Etwas mehr Defensive hätte uns nicht geschadet». Sein knallhartes Fazit: «Der Sieg wäre nicht verdient gewesen.»
Chance auf Platz 2 verschenkt
Mit einem Sieg hätte der FCB als Profiteur aus der 17. Runde herausgehen können, nachdem die Konkurrenz (Sion gegen GC und St. Gallen gegen Luzern) Punkte gelassen hat. Wäre, hätte, wenn – der FCB hat als Einziger aus dem Spitzenquartett verloren und statt nunmehr einen, vier Punkte Rückstand auf Leader GC. Seit 2003 war es am Ende der Vorrunde nicht mehr so eng in den ersten vier Rängen der Tabelle.
Am letzten Spieltag vor der Winterpause steht für den FCB der nächste heisse Tanz an. Die Bebbi müssen am Samstag gegen den FC St. Gallen ran. Der aktuelle Tabellenzweite hat dem Meister am 25. August die erste Saisonniederlage (1:2) zugefügt. Sion reist am Sonntag zu YB und in Zürich kommt es am gleichen Tag zum Stadtderby zwischen GC und dem FCZ.
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Alle 16 Kommentare

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Verdient verloren.
Hmm....verdient in der zweiten Halbzeit verloren. Trotzdem Hopp FCB und am Schluss wird abrechnet.
Bravo Thun
Basel wurde ein klarer Penalty verweigert, aber von Basel hört man keinen weinen deswegen, wie bei anderen Manschaften. Der FCB hat schlecht gespielt und Thun war einfach besser. Kompliment an Thun!
Bitte
Wieso soll Basel weinen nach dem 4:0 gegen GC die auch mehrere, sagen wir es nett, stritige Entscheide immer für den FCB gefallen sind. Ausserdem untendrann hat es einen Kommentar wo.jemand reklamiert. psst...
Basel
Basel hätte gewonnen wenn sie den Hands Penalty bekommen hätten
Basel, Hands Penalty?
Das Stichwort Handspenalty erinnert mich an eine von 4 (wichtigen) Fehlentscheide vom Spiel FCB-GCZ. Also liebe Basler, besser nicht gegen den Schiri wettern!
a@Basel18931
Sind wir nun Sportmänner oder Heulsusen? Sei einfach mal ehrlich, ich war gestern vor Ort. Thun hat mehr fürs das Spiel gemacht. Nehmen wir die Niederlage sportlich, okay?
Was den bitte?
Ein Hands-Penalty auf etwa 30 cm an die Hand. 1. Klare absicht, 2. Ausgleichende gerechtigkeit. -> letzte Woche. ;)