Schon 7 Entlassungen

27. November 2012 07:01; Akt: 27.11.2012 07:16 Print

Die Trainer-Flugparade der Super League

von Sandro Compagno, Andy Huber - Es ist November. Es sind 17 Runden in der Schweizer Fussball-Meisterschaft gespielt und sieben Trainer entlassen worden. Courant normal.

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Am 6. Oktober 2014 wird Carlos Bernegger vom FC Luzern per sofort freigestellt. Seine Nachfolge war zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt. Nach Chassots Rücktritt führt Jochen Dries die Sittener Mannschaft interimistisch weiter. Weil Gentile aber seinen Posten beim FC Sion gar nicht erst antritt übernimmt Sportchef Freddy Chassot die Mannschaft. Am 28. September 2014 tritt Chassot zurück. Obwohl Raimondo Ponte in seiner kurzen Zeit beim FC Sion gute Arbeit geleistet hatte, verlängerte Präsident Christian Constantin seinen Vertrag nicht. Sein Nachfolger soll der Italiener Claudio Gentile werden. René Weiler kündigt Ende Mai 2014 seinen Vertrag beim FC Aarau nach drei Jahren. Er begründete die Kündigung mit seinem Ziel, zu einem grösseren Verein wechseln zu wollen. Bis dato (6.10.14) ist er ohne Vertrag. Trotz einer erfolgreichen Zeit beim FC Basel geben Murat Yakin und der FCB nur kurz nach dem Gewinn des Schweizer Meistertitels die Trennung bekannt. Doch auch bei seinem zweiten Engagement im Wallis hält sich Laurent Roussey nicht lange im Sattel. Am 11. Februar 2014 muss er bereits wieder seinen Hut nehmen. Nachfolger wird Raimondo Ponte. Am 21. Oktober 2013 entlässt der FC Sion Trainer Michel Decastel. In 12 Spielen der laufenden Saison hat er gerademal 11 Punkte ergattert. Noch am selben Abend kündigt Laurent Roussey seinen Trainerjob bei Lausanne und heuert zum zweiten Mal beim FC Sion an. Arno Rossini (r.) muss nach dem 0:5 Sions bei St. Gallen wieder gehen. Gennaro Gattuso (l.), der heimliche Chef, ist jetzt nur wieder Spieler. Neu wird Michel Decastel wieder übernehmen, dieser wurde am 31. Oktober 2012 nach rund sechs Wochen Arbeitszeit in Sion letztmals entlassen. Martin Rueda fliegt bei den Berner Young Boys am 7. April nach der 0:2-Heimpleite gegen Servette. Er wird bis Ende Saison von Bernard Challendes ersetzt. Ryszard Komornicki muss am 2. April nach dem 0:4 gegen Basel bei Luzern gehen. beim FC Sion nach rund zweieinhalb Monaten entlassen. nach nur 17 Runden beim FCZ wieder den Hut nehmen. nimmt am 20. November 2012 beim FC Thun den Hut. beim FC Sion entlassen. und ersetzt ihn wenig später durch Murat Yakin. muss seine sieben Sachen in Genf packen. Am 4. September 2012 gibt die Vereinsleitung die sofortige Entlassung des Portugiesen bekannt. Anfang September 2012 vor seinen Spielern eine Brandrede und beschimpft diese aufs Übelste. Zwar entschuldigt er sich, doch aller Kredit ist verspielt. Nur wenige Tage danach nimmt er beim FC Sion seinen Hut. bekannt. Yakin hatte sein Amt im Juli 2011 angetreten. gibt am 12. Mai 2012 seinen Rücktritt bekannt, nachdem seine Mannschaft mit 2:3 beim FC Luzern. Der ehemalige Basler Erfolgscoach kann aus YB auch kein Siegerteam formen - zumindest nicht in einigen Monaten. muss am 24. April seinen Posten räumen. Er wird durch seinen Vorgänger João Alves ersetzt. Die Rochade ist nicht nur sportlich begründet: Durch die Wiedereinsetzung Alves' haben die Genfer auch einen Gläubiger weniger am Hals. tritt beim FC Sion nach der 0:3-Heimpleite gegen FC Basel am 23.4.2012 überraschend zurück. Der Franzose im Mai derjenige Trainer geworden, der es am längsten unter Christian Constantin ausgehalten hat. geht bei GC rund 10 Tage zuvor auch freiwillig. Der Aargauer räumt am 14. April 2012 freiwillig seinen Stuhl, nachdem er unter dem neuen Präsidenten André Dosé sowieso nur bis im Sommer hätte bleiben dürfen. am 12. März 2012 per sofort beurlaubt. Interimistisch übernimmt der bisherige Co-Trainer Harald Gämperele die Mannschaft, bis eine neue Lösung gefunden wird. Der Portugiese wird nach dem Cup-Aus gegen Biel bei Servette entlassen. bei Xamax am 2. September 2011 bereits wieder freigestellt. Der Portugiese hat sich mit Klubbesitzer Bulat Tschagajew überworfen. Der Franzose (l.) fliegt bei Xamax schon nach dem 2. Saisonspiel (2 Niederlagen, 0:5 Torverhältnis). Mit Ciccolini entlassen die tschetschenischen Besitzer auch den gesamten Staff, unter anderem mit Sportchef Sonny Anderson (r.). ist sein Traineramt bei Neuchâtel Xamax nach nur 18 Tagen wieder los. Die neue russische/tschetschenische Führung will mit einem neuen Mann den Sturm auf Europa erreichen. Das war ein kurzes Gastspiel von bei Bellinzona. Am 21. März übernahm er das Amt, in zehn Partien gab es keinen Sieg und die ACB rutschte vom siebten auf den letzten Rang ab. Martin Andermatt soll es jetzt richten im letzten Saisonspiel. erwischte es drei Runden vor Schluss bei Xamax. musste seinen Stuhl am 8. Mai 2011 bei den Berner Young Boys räumen. wurde am 2. Mai in Luzern wegen Erfolglosigkeit und «Lämpen» mit Hakan Yakin gefeuert, nachdem er den FCL noch zur Herbstmeisterschaft geführt hat. musste am 21. März seinen Sessel bei der AC Bellinzona nach einer 0:1-Niederlage beim Schlusslicht FC St. Gallen räumen. Der 59-Jährige war seit April vergangenen Jahres im Amt. wurde bei St. Gallen nach einer 0:1-Niederlage gegen Thun entlassen. Forte war im Sommer 2008 nach Erfolgen beim FC Wil zum FCSG gestossen. hielt es nicht lange im Wallis aus. Im Februar 2011 musste er gehen. Seit Sommer 2010 war er im Amt. Laurent Roussey übernahm. Xamax sorgte für die erste Entlassung in der Saison 2010/11: flog, Didier Olle-Nicolle übernahm. Aeby hielt sich vier Monate auf dem Trainerstuhl. Das nächste Sion-Opfer: Immerhin hielt er sich 14 Monate im Amt, aber im Mai 2010 war Schluss. Für ihn kam Bernard Challandes. hielt sich ein halbes Jahr in Aarau. Dann wurde er im April 2010 durch Ranko Jakovlijevic ersetzt. Ausgetobt beim FCZ hatte im April 2010. Fast drei Jahre amtete der Jurassier meist erfolgreich in Zürich. Ersetzt wurde er durch Urs Fischer. Arrivederci hiess es im April 2010 in Bellinzona. Erst im November 2009 übernahm er sein Amt. Für ihn kam Roberto Morinini. blieb fast zehn Monate bei Xamax, ehe er Jean-Michel Aeby - dieses Mal alleine - Platz machen musste. Der Oktober 2009 bedeutete das Ende für bei Aarau. Er war vier Monate im Amt und wurde durch Martin Andermatt ersetzt. Das Duo hielt sich nur vier Monate auf der Trainerbank in Neuenburg. Dann übernahm im Juni 2009 Pierre-André Schürmann. Kein Glück beim zweiten Versuch mit GC: durfte nach zwei Jahren nicht mehr bleiben. Für ihn kam Ciriaco Sforza. Ausgeschrien bei Aarau hatte im Juni 2009. Nach einem Jahr übernahm Jeff Saibene. Ausgerechnet an Weihnachten 2008 präsentierte CC seinen neuen Trainer. Umberto Barberis übernimmt zum zweiten Mal in Sion. Sein Abenteuer endet schon im April 2009 wieder. Didier Tholot übernahm. wurde bei Xamax im Januar 2009 nach neun Monaten beurlaubt. Das Duo Jean-Michel Aeby und Alain Geiger übernahm. Sieben Monate dauerte die Amtszeit von bei Sion. Dann wurde er im Dezember 2008 abgesetzt. Constantin höchstpersönlich übernahm kurzfristig. hatte Vaduz in die Super League geführt, doch in der höchsten Klasse blieb der Erfolg aus. Hermann musste im November 2008 gehen. Pierre Littbarski übernahm. Im August 2008 musste bei Luzern seine Koffer packen. Für ihn kam Robert Morinini. Kaum hatte die Saison 2008/09 begonnen, flog schon der erste Trainer. Es war von YB. Fast zwei Jahre war er bei den Bernern Trainer. Nachfolger: Vladimir Petkovic. Der dritte Versuch von bei Sion dauerte neun Spiele. Im Mai 2008 endete dieser und Uli Stielike übernahm. Im Mai 2008 ist die Zeit von bei Thun zu Ende. Fast zwei Jahre blieb bei Xamax. Dann musste er im März 2008 gehen. Für ihn kam Nestor Clausen. überstanden als Bigon-Nachfolger nur acht Spiele, dann flogen sie im März 2008. Ein nächstes CC-Opfer: flog im Dezember 2008 nach gut zehn Monaten bei Sion. hatte bei St. Gallen nach 18 Monaten keinen Erfolg mehr. Er wurde im Oktober 2007 entlassen. Krassimir Balakov übernahm. Der Pole musste im Mai 2007 bei Aarau nach fünf Monaten wieder gehen. Für ihn übernahm Gilbert Gress. durfte nicht lange bei Thun bleiben. Nach elf Monaten musste er im März 2007 gehen. Jeff Saibene übernahm. Auch Stéphanes Vater hielt sich nicht lange: Im Februar 2007 musste bei Sion weg. Für ihn kam Alberto Bigon. Zwei Monate dauerte das Sion-Abenteuer von . Dann musste er im November 2006 Platz machen für Gabet Chapuisat. musste bei Aarau nach nur fünf Monaten im Oktober 2006 wieder gehen. Ruedi Zahner springt ein. Fast ein Jahr dauerte das Engagement von bei YB. Dann wurde er im Oktober 2006 durch Martin Andermatt ersetzt. Bei Sion muss im September 2006 gehen. Vier Monate hielt er es mit Christian Constantin aus. Für ihn kommt Frederic Chassot. Bei Xamax wird im Mai 2006 nach neun Monaten entlassen. Gerard Castella beerbt ihn. muss bei Sion im Mai 2006 seinen Hut nehmen. Er war gut acht Monate im Amt. Zeit beim FC Aarau läuft im April 2006 nach gut fünf Monaten ab. Urs Schönenberger kommt für ihn. Im April 2006 wird beim FC St. Gallen nach gut neun Monaten entlassen. Rolf Fringer übernimmt. Im Februar 2006 wird in Thun entlassen. Elf Monate war er dort tätig. Heinz Peischl kommt für ihn.

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«In Europa hält sich ein Trainer im Durchschnitt nur 43 Spiele im Amt.» Die Zahl stammt von Bernard Challandes, der vor einer Woche beim FC Thun den Hut nehmen musste, nachdem seine Vertrauensfrage von den Spielern nicht in seinem Sinne beantwortet worden war.

Challandes machte für den FC Thun bis zu seiner Entlassung 59 Spiele – liegt also deutlich über dem Schnitt. Rolf Fringer erreichte nicht einmal die Halbwertszeit eines europäischen Trainers: Der 55-jährige Adliswiler wurde gestern Abend nach 19 Pflichtspielen gefeuert.

Gestern Abend um 20.00 Uhr teilte ihm FCZ-Präsident Ancillo Canepa den Entscheid mit, eine gute Stunde später wurde die Freistellung per Medienmitteilung offizialisiert. Fringer ist der siebte Trainer, der in der aktuellen Saison der Super League den Job verliert. Er dürfte nicht der Letzte sein.

Rueda ist gefährdet

Stark gefährdet ist derzeit YB-Trainer Martin Rueda (29 Pflichtspiele). Noch schützen ihn das sportliche Vakuum im Stade de Suisse und Gala-Vorstellungen in der Europa League. Doch wie lange? Abschuss-Wahrscheinlichkeit vor Jahresende: 75 Prozent.

Auf Platz 2 der Flug-Parade steht Pierre-André Schürmann nach 3 Siegen und 1 Remis für den FC Sion. Warum? Weil es der FC Sion ist. Abschuss-Wahrscheinlichkeit: 50 Prozent. Dahinter folgt ein Mittelfeld mit Ryszard Komornicky, der seine Position dank zuletzt guten Resultaten stark verbessert hat (45 Prozent) vor den Romand-Trainern Laurent Roussey (25%) und Sébastien Fournier (15%).

Bleiben Jeff Saibene (St. Gallen/3%), Murat Yakin (Basel/0%) und Uli Forte (GC/0%). Der Erfolg betoniert das Trio auf ihre Cheftrainer-Stühle. Ausser Konkurrenz sind Mauro Lustrinelli, Interimscoach beim FC Thun und damit Platzhalter für Urs Fischer, und Urs Meier, Interimscoach beim FCZ.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Zimboo am 27.11.2012 09:05 Report Diesen Beitrag melden

    Fringer ist kein Verlust

    Fringer war noch nie ein guter Trainer, er hat bei seinen Erfolgen immer von den vorgängern profitiert. Auch als der Trainer der CH-Nati war er ein absoluter Looser, war damals bei Schweiz : Finnland im Stadion, die CH-Nati hat den grössten Schrott zusammengespielt und Fringer sass gemütlich auf der Bank und benahm sich wie zu Hause auf dem Sofa, nicht exisitierend! Fringer sollte sich endlich einen neuen Job suchen und das Fussball-Business anderen Überlassen.

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  • Simon Gerber am 27.11.2012 09:55 Report Diesen Beitrag melden

    bleibt sich YB treu?

    na wenn sich YB treu bleibt, müssten Sie dringend Rueda abschiessen. Vor einem Jahr wurde schliesslich Christian Gross auch entlassen, obwohl sie damals noch besser dastanden als dies heute der Fall ist. Wie ich vor Saisonbeginn gesagt habe, als YB Sympatisant muss man froh sein wenn sie nicht absteigen. (8 Punkte Reserve auf den Strich, 12 Punkte Rückstand auf Europaleague Plätze)

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  • Hopp Züri am 27.11.2012 10:37 Report Diesen Beitrag melden

    Wo ist die Vernunft?

    Ich war der Meinung der FCZ will einen Neuanfang!?! Neue Spieler und neuer Trainer! Leider wurde vergessen, dass Umfeld auch zu erneuern! Einen Neuanfang kann man nur realisieren wenn die Zeit dazu gegeben wird. Sonst bringt das alles nichts, nur ein gebastel!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Heinz Balmer am 28.11.2012 08:46 Report Diesen Beitrag melden

    Abwendung

    Kurz und Bündig Herren Präsidenten!!Um von sich Abzuwenden wird einfach der Trainer entlassen und der Sündenbock ist gefunden!

  • Sepp B. am 27.11.2012 11:36 Report Diesen Beitrag melden

    Yb und Rueda

    Hat man bei der Vetragsunterzeichnung nicht gross angekündigt das man nun längerfristig plant und dem neuen Trainer Zeit geben will ein Team aufzubauen?

    • R!SET am 27.11.2012 16:20 Report Diesen Beitrag melden

      EL mit Rueda

      Wären die Resultate von den letzten EL- Spielen nicht so positiv gefallen wäre Rueda schon nach dem Spiel gegen Thun nicht mehr Yb- Trainer..so darf er noch 2 Wochen länger auf dem angesägten Stuhl platz nehmen.. Nur nachher bloss nicht die ausgedienten FcZ- Angestellten angagieren...ob das Gut kommt?

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  • Hopp Züri am 27.11.2012 10:37 Report Diesen Beitrag melden

    Wo ist die Vernunft?

    Ich war der Meinung der FCZ will einen Neuanfang!?! Neue Spieler und neuer Trainer! Leider wurde vergessen, dass Umfeld auch zu erneuern! Einen Neuanfang kann man nur realisieren wenn die Zeit dazu gegeben wird. Sonst bringt das alles nichts, nur ein gebastel!

  • F. D'Agostino am 27.11.2012 10:28 Report Diesen Beitrag melden

    Ohne Stil

    Den Trainer fristlos entlassen zu wollen, um damit Geldreserven für den Neuen zu beschaffen ist stillos und schockierend.

  • Marc am 27.11.2012 10:08 Report Diesen Beitrag melden

    Neues wird notwendig

    Wenn wir die Trainer einfach immer nur rotieren lassen ist es ja klar das diese sich nicht lange halten können. Wir haben die gleichen Trainer seit bald 10 Jahren und sie tauschen sich die Vereine fast schon monatlich ab. Es braucht neue Trainer nicht die alten gleichen die denoch nichts packen.

    • Patrick Steiner am 28.11.2012 08:44 Report Diesen Beitrag melden

      Von einem Debakel zum Nächsten!

      Bringst es zu 100% auf den Punkt. Das Ganze hat schon desaströse, mafiaähnliche Strukturen. Einfach nur noch peinlich!

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