Nati-Personalentscheide

06. Oktober 2017 08:28; Akt: 06.10.2017 08:28 Print

Die Trümpfe von der Bank stechen immer

von E. Tedesco - Nach dem Ausfall von Valon Behrami und vier gelbgefährdeten Spielern muss Nati-Trainer Vladimir Petkovic genau abwägen, wie er sein Team gegen Ungarn aufstellt.

Nach dem Ausfall von Valon Behrami und bei vier gelbgefährdeten Spielern muss Nati-Trainer Vladimir Petkovic genau abwägen, wie er sein Team gegen Ungarn aufstellt.(Video: 20 Minuten)
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Wahrscheinlich wird die Schweiz trotz einer beeindruckenden Siegesserie nicht vor der letzten WM-Qualifikationsrunde wissen, ob sie qualifiziert ist. Nati-Trainer Vladimir Petkovic muss Personalentscheide gegen Ungarn deshalb aus dem Bauch heraus fällen. Auch weil Valon Behrami verletzt ausfällt und vier Spieler gelbgefährdet sind.

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Petkovic sagt über die kniffligen Personalentscheidungen, man müsse die Stimmung spüren, das sei enorm wichtig. «Klagen ist nicht unser Motto», meinte er schon am Tag der Nachricht vom Ausfall Behramis. «Wir wollen immer die besten 23 Spieler des Landes dabeihaben, und mit jenen 23, die im Moment hier sind, haben wir die besten zur Verfügung.»

Der ideale Behrami-Ersatz

Unter diesen Besten muss Petkovic den idealen Ersatz für Behrami finden. Für den freien Platz im defensiven Mittelfeld bieten sich Remo Freuler (Atalanta Bergamo), Denis Zakaria (Gladbach) und Fabian Frei (Mainz) an. Der Ex-Basel-Profi könnte auf der Position von Behrami, aber auch auf jener von Blerim Dzemaili auflaufen, falls Petkovic den gelbgefährdeten MLS-Spieler nicht bringt – oder ihn ins defensive Mittelfeld zurückzieht. Ein Kandidat für den Part in der Offensive ist der nachnominierte Mario Gavranovic, aber auch Xherdan Shaqiri könnte zentral die Bälle verteilen. Dann würde wohl Breel Embolo am rechten Flügel beginnen.

Das breite Kader fördert die Kraft, die mittlerweile regelmässig von der Ersatzbank kommt. Nicht nur auf den Bauch, auch auf das goldene Händchen des Nati-Trainers ist längst Verlass. Mit seinen Einwechslungen hat Petkovic diverse Male entweder eine Niederlage abgewendet – oder sogar den Sieg eingewechselt.

- Im Spiel zwischen der Schweiz und Lettland am 25. März 2017 in Genf steht es nach 65 Minuten immer noch 0:0. Lettland gefällt sich als Party-Killer. Dann aber wechselt Vladimir Petkovic Stürmer Josip Drmic ein. Der Gladbach-Profi schiesst prompt das goldene 1:0-Siegtor.

- Beim WM-Qualispiel gegen Ungarn im Oktober 2016 steht es in Budapest wenige Minuten vor Schluss 2:2. Petkovic bringt Valentin Stocker für Admir Mehmedi – der Hertha-Reservist trifft zum 3:2. Erneut gewann die Schweiz in der aktuellen WM-Kampagne dank einem Trumpf von der Bank.

- Das Händchen des Schweizer Trainers ist aber nicht nur in dieser WM-Qualifikation Gold wert. Gespür dafür entwickelte er schon gleich zu Beginn seiner Amtszeit 2014. Beim 2:2 im Test in Polen (Ausgleich durch Fabian Frei) und beim 1:1 gegen die USA in Zürich (Tor durch Valentin Stocker) verhinderten Petkovics Joker eine Niederlage. Und beim letzten Testspiel vor der EM-Endrunde 2016 gegen Moldawien traf Admir Mehmedi von der Bank kommend zum 2:1 für die Schweizer.

- Im EM-Qualispiel gegen Slowenien strapazierte der Nati-Trainer im September 2015 die Nerven der Zuschauer besonders stark. Die Schweiz lag 0:2 zurück. Dann drehten Drmic (2) und Stocker (wieder er!) den Match mit drei Goals ab der 80. Minute in einen 3:2-Sieg. Der St.-Jakob-Park in Basel glich einem Tollhaus.

Am Samstag gehts wieder ins Joggeli … Zieht Petkovic dann wieder einen Super-Joker?

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • SD1980 am 06.10.2017 09:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Startelf kann es auch richten

    Hoffe, es klappt auch ohne Joker, wie zuletzt gegen Lettland und Andorra

  • Thomas A am 06.10.2017 11:10 Report Diesen Beitrag melden

    Anderen geht es viel schlimmer

    Wales hat noch kein Spiel verloren und ist heute ohne Bale gezwungen zu gewinnen (Auswärts in Georgien). Selbst 1 Punkt wird wohl über den 2. Platz (nur die besten 8 von 9) nicht reichen. DAS ist ein Grund zum Jammern.

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  • Tell am 06.10.2017 12:58 Report Diesen Beitrag melden

    mir egal wer spielt...

    der Petkovic wird wohl schon die fähigsten momentar verfügbaren aufstellen... mit einem Sieg im Rücken spielt es sich besser ggn Portugoal als mit einer Niederlage... ;)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Dorje Tano am 07.10.2017 10:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schwyz

    Die Schweiz wird die direkte Quali nicht schaffen Portugal inviduell zu stark besetzt unsere Spieler sind international meistens keine Leistungsträger

  • Ron Aldo am 06.10.2017 15:38 Report Diesen Beitrag melden

    2mal zu null reichen für einmal

    Sonst ist der Sommer vorbei. Und es geht ab in die Barrage.

    • Trainer am 06.10.2017 17:02 Report Diesen Beitrag melden

      Zwar hasr Du recht

      Aber mit einem Sieg gegen Ungarn haben wir noch mehr Selbstvertrauen, wollen wir die Gruppe als 1ter abschliessen. Also Sieg gegen Ungarn und dann mit allen Männern das Tor in Portugal nicht zulassen.

    • Roman am 06.10.2017 17:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Trainer

      Nur nicht zulassen funktioniert eigentlich nie.

    • Karl Heinz am 06.10.2017 23:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Trainer

      Ronaldo macht das allein klar für Portugal mit dem wm Ticket.

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  • S. Andi am 06.10.2017 14:32 Report Diesen Beitrag melden

    Sieg ist Pflicht - sonst wird's peinlich

    Ich würde die Schweizer Nati ja ernst nehmen, wenn sie in einer halbwegs starken Gruppe wäre, wo ein Sieg wirklich etwas bedeutet. Aber so? Wäre ja schon fast peinlich, wenn man ins Barrage-Spiel müsste... Aus meiner Sicht werden die meisten Spieler überbewertet, der Trainer hat noch gar nichts geleistet. Der einzige Könner ist Granit Xhaka... Sorry, bin nur ehrlich

    • Sandi am 06.10.2017 15:10 Report Diesen Beitrag melden

      @S. Andi

      Ziemlich arrogant...welche Nation hat den sonst bisher noch keine Punkte abgegeben?? DE und die haben sogar eine einfachere Gruppe als wir. Und hat ihnen die letzte EM nicht gezeigt, das die Nationalmannschaften immer ausgeglichener werden? Vor 5 Jahren haben wir auch von Wales oder Island immer gesagt, die müssen wir locker weghauen...

    • Pitri am 06.10.2017 15:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @S. Andi

      so ein Quatsch, immerhin ist die Schweiz in der gleichen Gruppe wie Portugal und es ist nun mal so, dass es auch nicht mehr so einfach ist gegen angeblich schwächere Gegner zu gewinnen. Ich stehe wie viele hinter dee CH Nati und bin stolz darauf, was sie bis jetzt geleistet hat.

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  • eidgenosse am 06.10.2017 14:11 Report Diesen Beitrag melden

    Einfach verlieren

    Ich möchte auch mal ein Panini Buch nächste Jahr, hoffentlich ohne die Schwic Nati.

  • Marius am 06.10.2017 13:01 Report Diesen Beitrag melden

    Wer ist Behrami

    Erstaunlich, ohne Behrami geht gar nicht mehr. Ist das Ausrede wenn alles Schief geht ?

    • Paulo am 06.10.2017 13:13 Report Diesen Beitrag melden

      Marius

      ja ist es und wollen sie jetzt auch noch was Vernünftiges sagen, oder war's das schon ?

    • Karl Heinz am 06.10.2017 23:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Paulo

      Genau. Irgend so eine Ausrede wirds wohl nach dem scheitern geben.

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