12. März 2018 11:39; Akt: 12.03.2018 18:33 Print

«Eine süsse Frau wie dich schicke ich nicht raus»

Napoli-Trainer Maurizio Sarri war nach dem 0:0 gegen Inter angefressen und liess sich zu einer sexistischen Bemerkung hinreissen.

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Maurizio Sarri ist ein Mann der alten Schule. Der Kettenraucher schert sich nicht gross darum, wie er in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Am Sonntagabend aber hat der 59-Jährige nicht zum ersten Mal über die Stränge geschlagen. Sichtlich angefressen setzte er sich nach dem 0:0 gegen Inter Mailand vor die Journalisten.

Eine Mitarbeiterin von «Channel 21» fragte: «Ist es übertrieben, wenn ich frage, ob sich die Titelhoffnungen heute zerschlagen haben?» Sarri überlegte eine Weile und antwortete schliesslich: «Du bist eine Frau, du bist süss. Darum schicke ich dich nicht raus.» Das ist jedoch nur die harmlose Übersetzung der Antwort. Bemerkenswert: Sarri erntete von den anwesenden Journalisten hauptsächlich Lacher.

Danach beantwortete er die Frage dennoch, wenn auch mit einer Floskel. Er und seine Mannschaft glauben weiterhin daran, dass sie ihr Bestes tun können. Der charismatische Italiener soll sich bei der betroffenen Journalistin bereits für seine Wortwahl entschuldigt haben.

Keine Juve-Fragen bitte

Die sonst so treffsicheren Neapolitaner brachten gegen Inter kein Tor zu Stande und gingen damit schon zum zweiten Mal hintereinander nicht als Sieger vom Platz. Vor einer Woche verlor Napoli gegen die Roma 2:4. Konkurrent Juventus ist bereits vorbei gezogen und hat bei einem Spiel weniger einen Punkt Vorsprung.

Auch das wurmt Sarri. Ohnehin wollte er am Sonntagabend keine Fragen zu Juventus beantworten. «Wenn ihr mich weiter nach Juventus fragt, gehe ich einfach, weil heute Inter gegen Napoli gespielt hat und Juventus nichts damit zu tun hatte», sagte er noch vor der Pressekonferenz in einem TV-Interview.

(mro)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hemi392 am 12.03.2018 20:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Falsch interpretiert für nicht Italiener

    Wer italienisch versteht der weiss das dass sarakstisch gemeint war und das eine ganz gängliche redewendung ist in Italien. Er hat lediglich gesagt: ich beleidige dich nicht weill du eine Frau bist.

  • Alex am 12.03.2018 18:56 Report Diesen Beitrag melden

    Miteinander statt gegeneinander

    Diese Sexismus-Debatte zerstört das Miteinander von Mann und Frau. Nichts ist mehr erlaubt. Es trennt die Geschlechter, statt sie zusammen zu bringen. Es wird jetzt einfach total übertrieben. Schade für die Menschheit.

  • fidapo am 13.03.2018 17:20 Report Diesen Beitrag melden

    Titti Improta die Journalistin

    Titti Improta , der Name der Journalistin , sagte gestern in einem Interview :" Er hat sich wenigstens entschuldigt und ich habe ihn vorher beleidigt . Andere wie u.a. der Praesident De Laurentiis hat 2012 in einem aehnlichen Fall aber nicht . Damals interressierte es niemand , heute scheint jedes Wort eines Mannes auf die Wage gelegt zu werden....was für eine Frau

Die neusten Leser-Kommentare

  • fidapo am 13.03.2018 17:20 Report Diesen Beitrag melden

    Titti Improta die Journalistin

    Titti Improta , der Name der Journalistin , sagte gestern in einem Interview :" Er hat sich wenigstens entschuldigt und ich habe ihn vorher beleidigt . Andere wie u.a. der Praesident De Laurentiis hat 2012 in einem aehnlichen Fall aber nicht . Damals interressierte es niemand , heute scheint jedes Wort eines Mannes auf die Wage gelegt zu werden....was für eine Frau

  • Mann am 13.03.2018 06:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Me not so much!

    Weil er einer Frau, die ihm gefällt, dies sagt und sie dafür bei einer wirklich doofen Frage nicht abstraft solle er sexistisch sein? Was genau ist jetzt nochmals erlaubt?

  • Hemi392 am 12.03.2018 20:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Falsch interpretiert für nicht Italiener

    Wer italienisch versteht der weiss das dass sarakstisch gemeint war und das eine ganz gängliche redewendung ist in Italien. Er hat lediglich gesagt: ich beleidige dich nicht weill du eine Frau bist.

  • Alex am 12.03.2018 18:56 Report Diesen Beitrag melden

    Miteinander statt gegeneinander

    Diese Sexismus-Debatte zerstört das Miteinander von Mann und Frau. Nichts ist mehr erlaubt. Es trennt die Geschlechter, statt sie zusammen zu bringen. Es wird jetzt einfach total übertrieben. Schade für die Menschheit.