The Special One

06. Februar 2012 12:14; Akt: 06.02.2012 13:25 Print

Ein Grossmaul jagt den Super-RekordEin Grossmaul jagt den Super-Rekord

von Franziska Burkhard - Beliebt ist José Mourinho nicht gerade, bescheiden auch nicht. Dafür zweifellos einer der erfolgreichsten Club-Trainer aller Zeiten. Mit Real könnte er sich nun unsterblich machen.

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Es vergeht kaum eine Woche ohne Schlagzeilen von oder über Real-Trainer José Mourinho. Aktuell unterhält er die Sport-Presse mit Spekulationen über eine allfällige Rückkehr zu Chelsea, und vor wenigen Tagen sorgte ein kleiner Skandal zum Clásico für Aufregung. Der Real-Trainer hatte den Schiedsrichter nach der Partie abgepasst und mächtig zusammengestaucht.

In solchen Situationen bietet der Portugiese nicht viele Gründe, ihn sympathisch zu finden – für manche ist er wegen seiner provokativen Art gar eine Hassfigur. Doch bei den Aufregern, für die Mourinho immer wieder sorgt, geht beinahe etwas vergessen: «The Special One», wie er auch genannt wird, ist drauf und dran, sich unsterblich zu machen. Mit Real Madrid hat der 49-Jährige in der Hinrunde der Primera División einen doppelten Rekord hingelegt. Mit 49 Punkten erreichten sie die höchste Punktzahl der Vereinsgeschichte. Ausserdem erzielten die Madrilenen 67 Tore – mehr als jeder andere Club in der Liga-Geschichte.

Einen grossen Rekord vor der Nase

Aber in den Dimensionen eines Mourinho sind das nur kleine Rekorde. Gelingt es dem Portugiesen, den Meistertitel mit den «Königlichen» zu holen – Real liegt aktuell mit sieben Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze –, dann hat er etwas geschafft, was zuvor noch keinem seiner Berufskollegen gelungen ist. Er wäre der erste Trainer, der in vier europäischen Topligen (Portugal, England, Italien und Spanien) den Meistertitel erringen konnte.

Gleichzeitig gehört er zum erlesenen Kreis von Fussball-Trainern, die es geschafft haben, mit zwei unterschiedlichen Vereinen die Champions League oder den Meistercup zu gewinnen. Das gelang ausser ihm (Porto 2004 und Inter Mailand 2010) nur noch Ottmar Hitzfeld (Dortmund 1997 und Bayern München 2001) und Ernst Happel (Feyenoord Rotterdam 1979 und Hamburger SV 1983). Im Gegensatz zu den beiden anderen kann bei Mourinho zudem nicht ausgeschlossen werden, dass ihm dieser Erfolg auch noch mit einem dritten Club gelingt.

Mourinhos traumhafter Werdegang

Die ersten Erfolge seiner Trainerkarriere sicherte sich Mourinho mit dem FC Porto. Dort holte er im Jahr 2003 seinen ersten Meistertitel. Dazu kamen die Triumphe im portugiesischen Cup und im Uefa Cup. Mit dem kleinen europäischen Triple erregte er damals viel internationale Aufmerksamkeit. Ein Jahr später setzte er mit dem Gewinn der Champions League noch einen drauf.

In der Folge erhielt der Portugiese die Möglichkeit, zu einem europäischen Spitzenclub zu wechseln. Mourinho entschied sich im Sommer 2004 für Chelsea. Seine ersten Worte an der Vorstellungs-Pressekonferenz waren: «Bitte nennt mich nicht arrogant, aber ich bin europäischer Champion, und ich denke, ich bin der ‹Special One›.» Daher also sein Spitzname. Und er hielt Wort: Ein Jahr später durften sich die «Blues» erstmals nach 50 Jahren wieder englischer Meister nennen. Den Erfolg wiederholten sie im Jahr darauf. Drei Jahre blieb Mourinho bei Chelsea – er war mit sechs Titeln in drei Jahren erfolgreichster Trainer der Club-Geschichte.

Vom Special One zum Only One

2008 begann seine Zeit bei Inter Mailand. Er startete in der Serie A mit dem Meistertitel in der ersten Saison. In der zweiten Saison bei Internazionale legte er mit dem Triple – Meistertitel, Coppa Italia und Champions-League-Sieg – nach. Nachdem alles gewonnen war, wurde es für den heute 49-Jährigen Zeit, weiterzuziehen. Die nächste Station lag auf der Hand: die «Königlichen» in Madrid.

Abgesehen von der Copa del Rey erreichte der erfolgsverwöhnte Trainer noch keinen Titel mit den Madrilenen. Ausserdem kassierte Mourinho mit Real im April 2011 die erste Heimniederlage nach sagenhaften 9 Jahren und 150 Ligaheimspielen - ein Rekord für die Ewigkeit.

In der laufenden Saison scheint er seinen Weg mit Cristiano Ronaldo und Co. gefunden zu haben – der spanische Meisterpokal ist so nah wie schon lange nicht mehr. Klar, dass die Öffentlichkeit in diesem Moment wieder einen markanten Spruch des Spitzentrainers zu hören bekommt: Ich werde hier nicht als ‹Special One› abtreten. Ich werde als ‹Only One› gehen.»

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  • del piero Barcelona am 06.02.2012 22:26 Report Diesen Beitrag melden

    Mourinho- Prügelfussball

    wer den schönen Fussball liebt , bleibt Barca oder Arsenal Fan. Auch wenn er mit dieser Million Gurkentruppe Meister wird... genau wie bei Chelsea oder Inter, immer der gleiche fantasie lose Fussball.... Soll doch besser velo Trainer werden.... ( da brauchts keine Kreativität.. )

  • ich am 06.02.2012 20:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    barcelona

    wir können weiterreden wenn er mal barca schlägt

    • Real Fan am 08.02.2012 08:54 Report Diesen Beitrag melden

      Hala Madrid

      hat er ja, letztes Jahr im Cupfinal... Du möchtegern Barca-Fan! Und mit Inter hat er es auch geschafft! Nur so nebenbei...

    einklappen einklappen
  • Ricardo am 06.02.2012 19:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eine Lebende Legende

    Mourinho hat einen einzigartigen Charakter in der Fussballwelt. Für mir bekommt er die Sympathie für seinen ausgeprägten Ehrgeiz und das perfekte Gespühr für die Kommunikation mit den Spielern und der Medien. Seine Disziplin gibt seinem Ruhm recht. Welcher Trainer "lebt" zurzeit den Fussball mehr als José. Fazit: Einzigartig, Erfolgreich und Genial

Axpo Super League

Datum Spiel Resultat
23.05.12  Basel - Young Boys 1:2 (1:1)
23.05.12  Sion - Luzern 1:3 (1:1)
23.05.12  Lausanne-Sport - Grasshoppers 2:1 (1:1)
23.05.12  Thun - Zürich 2:4 (0:0)
R Mannschaft Sp S U N G : E P
1. Basel 34 22 8 4 78 : 33 74

2. Luzern 34 14 12 8 46 : 32 54
3. Young Boys 34 13 12 9 52 : 38 51
4. Servette 34 14 6 14 45 : 53 48

5. Thun 34 11 10 13 38 : 41 43
6. Zürich 34 11 8 15 43 : 44 41
7. Lausanne-Sport 34 8 6 20 29 : 61 30
8. Grasshoppers 34 7 5 22 32 : 66 26

9. Sion 34 15 8 11 40 : 35 17 (-36)

10. Neuchâtel Xamax 18 7 5 6 22 : 22 26
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