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Vor Abgang bei GC?
05. Dezember 2012 08:58; Akt: 06.12.2012 01:25 Print
FCB-Gerücht um Salatic hält sich hartnäckig
von Eva Tedesco - Erst verspricht der GC-Captain: «Ich bleibe beim Club.» Nun sagt er: «Ich habe eigene Ziele, die ich erreichen will.» Was jetzt, Vero Salatic?
GC-Captain Vero Salatic ist so begehrt wie selten zuvor. Schon im Herbst flatterte ein Angebot des FC Basel für den 27-Jährigen auf der Geschäftsstelle in Niederhasli auf den Tisch. GC lehnte ein Angebot über kolportierte vier Millionen Franken dankend ab und besserte den Lohn seines Captains auf. Das Gerücht, dass der FCB nach wie vor an einer Verpflichtung interessiert sei, will aber nicht verschwinden und hält sich in Fussballerkreisen hartnäckig, auch wenn sich die beiden Klubs nicht an den Spekulationen beteiligen und Salatic im Blick-Interview sagt: «Ich bleibe bei GC, versprochen.»
Vero Salatic, war das eine klare Absage an den FCB, falls er im Winter sein Angebot wiederholen würde?
Vero Salatic: Ein Klub wie der FC Basel ist für einen Super-League-Spieler immer interessant. Das ist so, wie wenn in der Bundesliga der FC Bayern anklopft.
Jetzt weichen Sie aber einer klaren Antwort aus. Ich schliesse daraus, dass das Thema nicht erledigt ist?
Fakt ist, dass GC bereits signalisiert hat, dass der Club im Winter keinen Schlüsselspieler ziehen lassen will. Nach dem Neuanfang im letzten Sommer unter Präsident André Dosé und Trainer Uli Forte hat der Verein wieder Stabilität gefunden und Perspektiven geschaffen. Wir haben eine tolle Vorrunde gespielt und sind erstmals seit 2002 Wintermeister. Da ist doch klar, dass man auf diesem Weg weiterfahren will und versucht, Kontinuität reinzubringen. GC will sich im Winter weiter verstärken, um in der Rückrunde an den Erfolg anschliessen zu können. Ich nehme als Captain in diesen Plänen eine wichtige Rolle ein und da verstehe ich GC auch, dass sie mich nicht abgeben wollen. Aber neben den Interessen des Vereins, die ich auch vertreten muss und will, bin ich auch Profi und Sportler und habe eigene Ziele, die ich erreichen will. Dazu gehört, wie bei jedem Fussballer, Meister zu werden und einmal in der Karriere in der Champions League spielen zu können.
Ihr Trainer Uli Forte hat selbst gesagt, dass er im Titelrennen nach wie vor den FCB als Favoriten sieht und GC mit St. Gallen und Sion dahinter. So gesehen wäre die Aussicht auf eine mögliche CL-Teilnahme bei Basel wohl grösser, oder?
Basel hat sich als Schweizer Spitzenklub etabliert und ist seit Jahren international vertreten. Aber so denke ich nicht.
Dennoch hat der Branchenleader kaum einen Monat nach dem Saisonstart mit ihrer Person im Mittelfeld schon nachbessern wollen. Hat der FCB im Zentrum falsche Transfers getätigt?
Das liegt nun wirklich nicht an mir, darüber zu urteilen. Allgemein kann ich nur sagen, dass man Südamerikanern, die frisch in die Schweiz kommen, in der Regel mehr Zeit geben muss, bis sie bei uns ankommen. Ich erinnere da an David Abraham und Matias Delgado, die auch nicht am ersten Tag eingeschlagen haben.
Sie sind auch erst nach der Rückkehr in diesem Sommer von Omonia Nikosia so richtig gefragt. Es soll neben Basel Interessenten aus der Bundesliga und Italien geben.
Zu solchen Gerüchten kann ich nichts sagen. Mein Berater spricht erst dann mit mir, wenn es konkret ist und Sinn macht. Alles andere hält er von mir fern, damit ich mich auf den Fussball konzentrieren kann. Und das konnte ich in der Vorrunde, glaube ich, ganz gut. Aber ich freue mich, wenn man den Eindruck hat, dass ich gute Leistungen zeige.
Wenn Sie so weiterspielen, wird Sie GC aber auf Dauer nicht halten können, oder?
Wie ich schon gesagt habe: Mein Ziel ist, einmal in der Champions League zu spielen. Deshalb bin ich vor einem Jahr auch nach Zypern gegangen. Dort konnte ich schon mal in der Europa League spielen. Ich würde gerne auch noch den nächsten Schritt erleben und meinen Traum realisieren - in der Champions League zu spielen.
Gut, andersherum gefragt: Wenn Sie GC jetzt nicht ziehen lässt – ist der Zug zum FCB endgültig abgefahren?
Auch das kann ich nicht beantworten. Da müssten Sie in Basel nachfragen. Aber im Fussball kann es manchmal ganz schnell gehen und viel passieren. Wie man in den letzten Jahren gesehen hat, ist das auch keine Floskel. Ich werde weiter an mir arbeiten. Ich kann sportlich noch zulegen, schliesslich bin ich noch nicht zu alt, um dazuzulernen. Ich versuche in jeder Beziehung das Beste aus mir rauszuholen – dann kommt der verdiente Lohn von selbst. Und das kann ich nur, wenn ich mich auf meinen Job konzentriere und auf meinen Arbeitgeber – und der heisst derzeit GC.
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Alle 91 Kommentare

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Sensibeli
Tut doch nicht so empfindlich! Solche Klubwechsel gab's schon immer. FCZ-Torhüterlegende Werner Schley kam von Nordstern Basel, ging zum FCB, dann zu GC, wieder zum FCB und schliesslich zum FCZ. Nur war damals viel weniger Geld im Spiel.
Basel darf das
Was ist daran schlimm? Basel darf Transfers tätigen. Wenn das Geld stimmt und Salatic nach Basel möchte, dann ist das kein "Klauen" oder so. Basel ist nicht Anzhi oder ManCity, die hauptsächlich durch Investoren Spieler holen. Das ist alles ein Verdienst von Basels Erfolgen. Jedoch finde ich Salatic auch überbewertet und fände diesen Transfer nicht sinnvoll, ausser dass man GC für die Rückrunde schwächen möchte. Die Zürcher dürfen aber auch Spieler verpflichten, nur zur Erinnerung. So kann man sich auf einen vermeintlichen Salatic-Abgang vorbereiten.
Nein
Nein, weil Baser auch nicht von Roche und Novartis finanziert wird.
Sponsor
Sind Sponsoren. Und?
und dann heissts zürich sei arrogant
wie arrogant ein verein einfach nur sein kann. basel zeigt wieder einmal, dass es im sport nicht um fairplay geht. nun ist gc mal vorne, so muss man sie einfach mal schwächen. hier gehts nicht um die eigene mannschaft zu verstärken, sondern rein darum den gegner zu schwächen. trauriger fussball!
Wayn?
genau. so läuft das heute weltweit. lebe damit oder lasse es bleiben.