Vor Abgang bei GC?

05. Dezember 2012 08:58; Akt: 06.12.2012 01:25 Print

FCB-Gerücht um Salatic hält sich hartnäckig

von Eva Tedesco - Erst verspricht der GC-Captain: «Ich bleibe beim Club.» Nun sagt er: «Ich habe eigene Ziele, die ich erreichen will.» Was jetzt, Vero Salatic?

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Vero Salatic kam im Jahr 2000 als Junior zu GC und erhielt 2003 seinen ersten Profivertrag. Nach acht Jahren beim Rekordmeister verabschiedete sich der Routinier am 22. Mai 2011 von den Fans und wechselte zu Omonia Nikosia. Mit Omonia spielte der defensive Mittelfeldspieler in der Europa League. Hier im Zweikampf mit Ramon Leeuwin (Den Haag). Mit Omonia gewann Salatic den zyprischen Cup und verhinderte damit den Double-Gewinn von AEL Limassol. Für Nikosia war es der 14 Pokalsieg in der Vereinsgeschichte. Guter Laune und frohen Mutes präsentiert GC-Trainer Uli Forte seine Neuzugänge Milan Vilotic (l.), Vero Salatic und Shkelzen Gashi (ganz rechts.) Nach einem Jahr auf Zypern kehrte Salatic im Juni 2012 zu GC zurück und übernahm das Amt des Captains. Vero Salatic (Nummer 6) und Shkelzen Gashi (r.) beim ersten Training der Grasshoppers am 11. Juni 2012. Mittelfeldspieler Salatic und Stürmer Gashi sind zwei der bisher drei Verstärkungen für die kommende Saison. Der dritte Neuzugang ist der neue Abwehrchef und Nachfolger von Boris Smiljanic in der GC-Innenverteidigung und heisst Milan Vilutic. Der 26-jährige Serbe kommt von Roter Stern Belgrad, ist beidfüssig und kopfballstark. VR-Präsident André Dosé verspricht sich von seinem Leader ein Vorbild für die jungen Spieler und stattete Salatic mit einem 5-Jahres-Vertrag aus. Salatic kam 1999 von Zug 94 zu GC. 2003 debütierte er in der Profi-Mannschaft und absolvierte bis zu seinem Wechsel zu Omonia Nikosia vor einem Jahr 217 Super-League-Partien. Seit Montag ist er wieder zurück bei GC. Trainingsstart am Montag bei GC. Als neuer Captain führt Salatic die junge Truppe beim Auslaufen an. Crashkurs für richtiges Dehnen. Nach einem zweistündigen Training dehnten die GC-Stars ihre Muskeln an der Stange. Als Captain führte Salatic das junge Team von Uli Forte am 1. Oktober 2012 (Sieg gegen St. Gallen) an die Tabellenspitze der Super League. GC wurde erst am 17. März 2013 vom FCB als Leader abgelöst.

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GC-Captain Vero Salatic ist so begehrt wie selten zuvor. Schon im Herbst flatterte ein Angebot des FC Basel für den 27-Jährigen auf der Geschäftsstelle in Niederhasli auf den Tisch. GC lehnte ein Angebot über kolportierte vier Millionen Franken dankend ab und besserte den Lohn seines Captains auf. Das Gerücht, dass der FCB nach wie vor an einer Verpflichtung interessiert sei, will aber nicht verschwinden und hält sich in Fussballerkreisen hartnäckig, auch wenn sich die beiden Klubs nicht an den Spekulationen beteiligen und Salatic im Blick-Interview sagt: «Ich bleibe bei GC, versprochen.»

Vero Salatic, war das eine klare Absage an den FCB, falls er im Winter sein Angebot wiederholen würde?
Vero Salatic: Ein Klub wie der FC Basel ist für einen Super-League-Spieler immer interessant. Das ist so, wie wenn in der Bundesliga der FC Bayern anklopft.

Jetzt weichen Sie aber einer klaren Antwort aus. Ich schliesse daraus, dass das Thema nicht erledigt ist?
Fakt ist, dass GC bereits signalisiert hat, dass der Club im Winter keinen Schlüsselspieler ziehen lassen will. Nach dem Neuanfang im letzten Sommer unter Präsident André Dosé und Trainer Uli Forte hat der Verein wieder Stabilität gefunden und Perspektiven geschaffen. Wir haben eine tolle Vorrunde gespielt und sind erstmals seit 2002 Wintermeister. Da ist doch klar, dass man auf diesem Weg weiterfahren will und versucht, Kontinuität reinzubringen. GC will sich im Winter weiter verstärken, um in der Rückrunde an den Erfolg anschliessen zu können. Ich nehme als Captain in diesen Plänen eine wichtige Rolle ein und da verstehe ich GC auch, dass sie mich nicht abgeben wollen. Aber neben den Interessen des Vereins, die ich auch vertreten muss und will, bin ich auch Profi und Sportler und habe eigene Ziele, die ich erreichen will. Dazu gehört, wie bei jedem Fussballer, Meister zu werden und einmal in der Karriere in der Champions League spielen zu können.

Ihr Trainer Uli Forte hat selbst gesagt, dass er im Titelrennen nach wie vor den FCB als Favoriten sieht und GC mit St. Gallen und Sion dahinter. So gesehen wäre die Aussicht auf eine mögliche CL-Teilnahme bei Basel wohl grösser, oder?
Basel hat sich als Schweizer Spitzenklub etabliert und ist seit Jahren international vertreten. Aber so denke ich nicht.

Dennoch hat der Branchenleader kaum einen Monat nach dem Saisonstart mit ihrer Person im Mittelfeld schon nachbessern wollen. Hat der FCB im Zentrum falsche Transfers getätigt?
Das liegt nun wirklich nicht an mir, darüber zu urteilen. Allgemein kann ich nur sagen, dass man Südamerikanern, die frisch in die Schweiz kommen, in der Regel mehr Zeit geben muss, bis sie bei uns ankommen. Ich erinnere da an David Abraham und Matias Delgado, die auch nicht am ersten Tag eingeschlagen haben.

Sie sind auch erst nach der Rückkehr in diesem Sommer von Omonia Nikosia so richtig gefragt. Es soll neben Basel Interessenten aus der Bundesliga und Italien geben.
Zu solchen Gerüchten kann ich nichts sagen. Mein Berater spricht erst dann mit mir, wenn es konkret ist und Sinn macht. Alles andere hält er von mir fern, damit ich mich auf den Fussball konzentrieren kann. Und das konnte ich in der Vorrunde, glaube ich, ganz gut. Aber ich freue mich, wenn man den Eindruck hat, dass ich gute Leistungen zeige.

Wenn Sie so weiterspielen, wird Sie GC aber auf Dauer nicht halten können, oder?
Wie ich schon gesagt habe: Mein Ziel ist, einmal in der Champions League zu spielen. Deshalb bin ich vor einem Jahr auch nach Zypern gegangen. Dort konnte ich schon mal in der Europa League spielen. Ich würde gerne auch noch den nächsten Schritt erleben und meinen Traum realisieren - in der Champions League zu spielen.

Gut, andersherum gefragt: Wenn Sie GC jetzt nicht ziehen lässt – ist der Zug zum FCB endgültig abgefahren?
Auch das kann ich nicht beantworten. Da müssten Sie in Basel nachfragen. Aber im Fussball kann es manchmal ganz schnell gehen und viel passieren. Wie man in den letzten Jahren gesehen hat, ist das auch keine Floskel. Ich werde weiter an mir arbeiten. Ich kann sportlich noch zulegen, schliesslich bin ich noch nicht zu alt, um dazuzulernen. Ich versuche in jeder Beziehung das Beste aus mir rauszuholen – dann kommt der verdiente Lohn von selbst. Und das kann ich nur, wenn ich mich auf meinen Job konzentriere und auf meinen Arbeitgeber – und der heisst derzeit GC.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dareos am 05.12.2012 09:10 Report Diesen Beitrag melden

    Vero geh nicht!

    Halte sehr grosse Stücke von Vero, aber wenn er zu Basel wechselt, muss er sein Gesicht nie mehr in Zürich zeigen. Vielleicht kann er ja mit Kay Voser und Boris Smiljanic einen Klub gründen.

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  • Hans Bauernstuhl am 05.12.2012 10:22 Report Diesen Beitrag melden

    Typisch FC Gigi Öhri

    Typisch FC Neureich-Basel, keine eigenen Junioren, dafür aber alles zusammenkaufen und Schiris bestechen. Der FCB war bis in die 90er der sympathsichste Klub der Schweiz, mit tollen Fans und diversen Kultspielern. Jetzt sind sie schlimmer als das verhasste GC der 80er und 90er Jahre.

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  • Phil Milano am 05.12.2012 09:23 Report Diesen Beitrag melden

    Ohne GC chancenlos

    Was wäre eigentlich der FCB ohne GC? Sicher nie an die Spitze gekommen! Züberbühler, Haas, Esposito, Cantaluppi, Petric, Smiljanic, Voser, Yakin, Sommer, Gross & Co. lassen grüssen! Hab ich welche vergessen?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Fan1948 am 06.12.2012 00:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sensibeli

    Tut doch nicht so empfindlich! Solche Klubwechsel gab's schon immer. FCZ-Torhüterlegende Werner Schley kam von Nordstern Basel, ging zum FCB, dann zu GC, wieder zum FCB und schliesslich zum FCZ. Nur war damals viel weniger Geld im Spiel.

  • Spieler am 05.12.2012 18:27 Report Diesen Beitrag melden

    Basel darf das

    Was ist daran schlimm? Basel darf Transfers tätigen. Wenn das Geld stimmt und Salatic nach Basel möchte, dann ist das kein "Klauen" oder so. Basel ist nicht Anzhi oder ManCity, die hauptsächlich durch Investoren Spieler holen. Das ist alles ein Verdienst von Basels Erfolgen. Jedoch finde ich Salatic auch überbewertet und fände diesen Transfer nicht sinnvoll, ausser dass man GC für die Rückrunde schwächen möchte. Die Zürcher dürfen aber auch Spieler verpflichten, nur zur Erinnerung. So kann man sich auf einen vermeintlichen Salatic-Abgang vorbereiten.

    • Kritiker am 05.12.2012 22:49 Report Diesen Beitrag melden

      Nein

      Nein, weil Baser auch nicht von Roche und Novartis finanziert wird.

    • Spieler am 05.12.2012 23:38 Report Diesen Beitrag melden

      Sponsor

      Sind Sponsoren. Und?

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  • raphael am 05.12.2012 16:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    und dann heissts zürich sei arrogant

    wie arrogant ein verein einfach nur sein kann. basel zeigt wieder einmal, dass es im sport nicht um fairplay geht. nun ist gc mal vorne, so muss man sie einfach mal schwächen. hier gehts nicht um die eigene mannschaft zu verstärken, sondern rein darum den gegner zu schwächen. trauriger fussball!

    • H. Kahn am 07.12.2012 16:32 Report Diesen Beitrag melden

      Wayn?

      genau. so läuft das heute weltweit. lebe damit oder lasse es bleiben.

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  • ceccaroni am 05.12.2012 14:09 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht FCB, kein Aufstieg

    Zum aktuellen Zeitpunkt wäre es sicher kein Aufstieg, wenn er von GC zum FCB wechseln würde! Er spielt am besten die Saison fertig und wechselt (wenn schon dann) ins Ausland.

  • hans rüdisüli am 05.12.2012 13:59 Report Diesen Beitrag melden

    Tschau

    Salatic wird im Winter nach Basel wechseln, das ist ja klar nach diesen Aussagen!

    • One Way am 05.12.2012 23:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Hoffe nicht

      Wäre ja blöd und für ihn persönlich ein Abstieg.

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