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1:1 gegen den FCZ
05. Februar 2012 11:26; Akt: 05.02.2012 11:26 Print
FCB-Verfolger Luzern ist ausgerutscht
von Eva Tedesco - «Nur» ein Heim-Remis für den FC Luzern zum Rückrundenauftakt gegen den FC Zürich. Der Ausrutscher im Luzerner Eiskasten kann bereits eine Vorentscheidung im Meisterkampf gewesen sein.
Wenn der FC Basel am Sonntag sein erstes Spiel nach Winterpause gegen den FC Sion gewinnt, könnte der Vorsprung auf den weiterhin Tabellenzweiten aus der Innerschweiz bereits auf neun Punkte anwachsen. Und das schon nach dem ersten Spieltag der zweiten Saisonhälfte.
Bildstrecken Remis in der KälteNeue Gesichter Axpo Super LeagueWar der Punkt gegen den FC Zürich zu Hause für FCL-Trainer Murat Yakin bei den schlechten äusseren Bedingungen und ob der Tatsache, dass Startspiele immer schwierig sind, deshalb ein gewonnener oder eher ein verlorener Punkt? «Wenn man in Führung geht, hat man immer einen Vorteil, aber leider haben wir den Vorsprung nicht über die Runde gebracht. So wie das Spiel verlaufen ist und so wie wir das Gegentor erhalten haben, das ein Geschenk gewesen ist, müssen wir aber zufrieden sein», antwortet FCL-Trainer Murat Yakin diplomatisch.
Ein Herausforderer sieht anders aus
Wie ein ernstzunehmender Herausforderer des amtierenden Meisters und aktuellen Leaders der Super League sah der FCL gegen den FCZ aber auch nicht aus. Der FCL präsentierte sich nach der Winterpause defensiv mit viel Disziplin, im Aufbau willig, aber im Abschluss harmlos. Und wie in der Vorrunde war die Schwachstelle offensichtlich: Ein Stürmer, der im Strafraum Präsenz markiert. Neuzugang Moshe Ohayon, eigentlich ein offensiver Mittelfeldspieler, den Yakin bei dessen FCL-Debüt als einzige Spitze aufgestellt hatte, ist es definitiv nicht. Genausowenig wie der zu Bellinzona abgewanderte Hakan Yakin, in dessen Fussstapfen der Israeli treten soll.
Der FCL-Trainer nahm seine Neuverpflichtung dennoch in Schutz. «Dass Moshe noch keine neunzig Minuten durchsteht, ist ja klar. Aber ich habe gute Ansätze von ihm gesehen. Er wird uns technisch weiterhelfen. Man sieht, dass er einen letzten Pass und gute Standards schlagen kann und geniale Ideen hat. Ich hoffe auch auf Dario Lezcano, der zwar im nächsten Spiel auch noch nicht für uns qualifiziert sein wird. Deshalb gilt es, auch das nächste Spiel zu überstehen.»
Kombinationsfussball war unmöglich
So mussten es gegen den FCZ eben zwei aus den hinteren Reihen richten. Dank der Effizienz von Mittelfeldspieler Jahmir Hyka (37.) und der herrlichen Vorarbeit von Verteidiger Claudio Lustenberger gelang dem Heimteam die Führung zum 1:0. Just zu einem Zeitpunkt der ersten Halbzeit, wo sich viele der 11 817 frierenden Zuschauer mit dem Gedanken spielten, vorzeitig ein warmes Getränk zu holen, um in der Pause nicht lange anstehen zu müssen.
«Die Spieler haben eine kämpferisch gute Leistung abgeliefert», umdribbelt Yakin aufkommende Kritik. Der Rest war mehr oder weniger Zufall», kommt dann auch Yakin auf das schwer bespielbare Terrain zu sprechen. Der Münchensteiner räumte aber ein, dass die Verhältnisse für beide Teams gleich schwierig waren. «Man hat das bestmögliche aus den Verhältnissen gemacht. Aber Kombinationsfussball ist halt auf so einem Boden unmöglich. Jetzt haben wir das Spiel hinter uns gebracht, einen wichtigen Punkt in der Tabelle gemacht und nun können wir uns auf das nächste Spiel konzentrieren – auf Kunstrasen.» Der FCL trifft in der nächsten Runde in Yakins alter Wirkungsstätte auf den FC Thun.
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