Vor dem Spiel in Zürich

18. November 2012 19:22; Akt: 19.11.2012 08:23 Print

FCL-Fans gingen auf Polizisten los

Vor dem Spiel FC Zürich - FC Luzern ist es in Altstetten zu schweren Ausschreitungen gekommen. Luzern-Fans sollen Polizisten angegriffen und einen Bus demoliert haben. Die Fans sehen das anders.

Der TV-Player benötigt einen aktuellen Adobe Flash Player: Flash herunterladen
FCL-Fans randalieren um kurz nach 18 Uhr am Bahnhof Altstetten. (Video: Lesereporter) Im Grossformat auf dem Videoportal Videoportal
Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Ausschreitungen ereigneten sich beim Bahnhof Altstetten und vor dem Letzigrundstadion, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Gegen 18.15 Uhr sei der Extrazug mit rund 350 Fans des FC Luzern beim Bahnhof Altstetten eingefahren.

Zu diesem Zeitpunkt seien bereits einzelne Knallpatronen gezündet worden. Obwohl vier Busse der Verkehrsbetriebe für den Transport zum Stadion bereitstanden, hätten sich die Fans geweigert, einzusteigen.

Stattdessen hätten sie sich zu einem Umzug formiert und Knallkörper sowie weitere Gegenstände gegen die Polizisten geworfen. Die Fans konnten danach nur unter Einsatz von Gummipatronen und Tränengas zum Bahnhof zurückgedrängt werden. Bei der Ankunft im Stadion hätten sie die Einsatzkräfte erneut angegriffen.

FCL-Fans wehren sich

Die FCL-Fans sehen den Vorfall etwas anders als die Polizei. Die «United Supporters Luzern», die sich gemäss eigenen Angaben als eine vom FC Luzern unabhängige Dachorganisation für alle Fans verstehen, stellen in einer Mitteilung klar, dass lediglich ein friedlicher Marsch zum Stadion geplant war. Zwei Fans hätten beim Bahnhof Altstetten sofort Kontakt mit Beamten der Zürcher Stadtpolizei aufgenommen, um auszuloten, ob ein geordneter Fussmarsch zum Stadion Letzigrund möglich sei.

Als die Polizei zurückwich und den Weg freimachte, seien die Fans davon ausgegangen, dass der Marsch toleriert werde. Nachdem der Tross die ersten Meter zurückgelegt hatte, habe die Stadtpolizei ohne jegliche Vorwarnung mit Gummischrot und Tränengaspetarden auf die Fans geschossen. Die Stadtpolizei Zürich versuche ihr Versagen zu vertuschen, indem ihre Kommunikationsabteilung den Auslöser für die Ausschreitungen wahrheitswidrig bei den Fans sucht.

(si)