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Gemeinsame Pressekonferenz
08. Juli 2009 16:17; Akt: 08.07.2009 16:36 Print
FCZ und FCB kritisieren Schweizer Justiz
von Herbie Egli, Olten - Der FC Zürich und der FC Basel akzeptieren die ihnen aufgebrummten Geisterspiele nicht. Dies gaben Vereinsvertreter gemeinsam in Olten bekannt. Ausserdem möchten sie ein härteres Vorgehen der Schweizer Justiz in den Stadien.
Dass die Schweizer Spitzenklubs FC Zürich und FC Basel eine gemeinsame Pressekonferenz abhalten, ist schon fast historisch. FCZ-Präsident Ancillo Canepa und FCB-Vizepräsident Bernhard Heusler vertreten betreffend den verhängten Geisterspielen wegen den Vorfällen Ende letzter Saison in Zürich aber die gleiche Meinung und darum traten sie gemeinsam vor die Medien. Beide Vereine werden gegen die Urteile auch Rekurs einlegen.
«Es werden die Falschen bestraft»
Den beiden Vereinsvertretern geht es vor allem darum, dass sie als Klubs für Vorfälle mit Chaoten gebüsst und mit Geisterspielen bestraft werden, mit denen sie gar nichts zu tun haben. Sie bemängeln auch, dass in der Schweiz die Polizei im Stadion nicht aktiv ist, wie dies im Ausland der Fall ist. Daher sagt FCZ-Präsident Ancillo Canepa: «Es werden die Falschen bestraft. Wenn ich vermummt und mit einer Stange bewaffnet an der Bahnhofstrasse herumlaufe, geht es zwei Minuten und ich sitze im Gefängnis. Das ist auch gut so, aber warum geht das in den Stadien nicht?»
FCB-Vizepräsident Bernhard Heusler bläst ins gleiche Horn: «Wir tun alles, was in unserer Macht steht. Es besteht aber die Frustration, dass wir von Politik und Behörden alleine gelassen werden.» Daher will Heusler Vorstösse gegen Geisterspiele lancieren und wenn es mit der Kostenspirale für die Sicherheit so weitergeht - im Jahr 2008 waren es beim FCB 3,6 Millionen Franken - kann er sich sogar noch härtere Massnahmen vorstellen: «Ich würde mir überlegen, den Gästesektor abzuschaffen und wäre bereit zu kapitulieren. Aus Loyalität zum Verein», so Bernhard Heusler.
Aussichtsloses Unterfangen?
Dass sich beide Vereine gemeinsam gegen Chaoten wehren, ist gut. Aber ob die erhobenen Mahnfinger der beiden Personen Ancillo Canepa und Bernhard Heusler etwas bewirken, ist zweifelhaft. Schon so viel wurde über dieses leidige Thema gesprochen und immer wieder schaffen es ein paar solche Idioten, dass sie im Vordergrund stehen und nicht der Fussball.



























