Argentinien wankt

06. September 2017 13:47; Akt: 06.09.2017 13:47 Print

Feltschers Eigentor spendet Messi kaum Trost

Nicht Messi, nicht Dybala, nicht Icardi: Der ehemalige Schweizer Nachwuchs-Internationale Rolf Feltscher wendet die totale Blamage für Argentinien ab.

Das Eigentor von Rolf Feltscher. (Video: Match TV und CNE TV)
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Argentinien kommt in der WM-Qualifikation nicht vom Fleck. Beim Debüt von Trainer Jorge Sampaoli war das Team um Superstar Lionel Messi gegen Uruguay nicht über ein torloses Remis gekommen. Am Dienstag musste sich der zweifache Weltmeister im Heimspiel gegen Schlusslicht Venezuela mit einem 1:1 begnügen.

Dass die Argentinier in Buenos Aires überhaupt punkteten, haben sie Rolf Feltscher zu verdanken. Der in Bülach geborene schweizerisch-venezolanische Doppelbürger bezwang nur drei Minuten nach der Führung Venezuelas durch Jhon Murillo (49.) den eigenen Torhüter. Er grätschte unglücklich in eine Flanke.

«Messi leidet. Wir auch»

Bis zum Eigentor Feltschers hatte die Star-Offensive um Lionel Messi, Paulo Dybala oder Mauro Icardi 309 torlose Minuten ausharren müssen. «Messi leidet. Wir auch», schrieb die argentinische Sportzeitung «Olé», die nach den jüngsten Auftritten nicht mit kritischen Worten sparte: «So haben wir es nicht verdient», meinte «Olé» weiter. Noch kann die totale Blamage abgewendet werden.

Aktuell belegt der WM-Finalist von 2014 den für die Playoffs berechtigte fünften Platz in der Südamerika-Gruppe. Vier Teams qualifizieren sich direkt für Russland. Die letzten beiden Partien Anfang Oktober haben es in sich: Am 2. Oktober empfangen die schwächelnden Argentinier den Vierten Peru (ebenfalls 24 Punkte), das «Finale» steigt eine Woche später in Ecuador – auf fast 3000 Meter über Meer.

Zukunft Feltschers ungeklärt

Für Feltscher ist die Endrunde in Russland kein Thema. Sein Team liegt abgeschlagen mit acht Zählern (1 Sieg, 5 Remis, 10 Niederlagen) auf dem letzten Tabellenplatz. Wie es im Club weitergeht, scheint weiterhin offen.

Nach einem einjährigen Engagement beim Getafe (inkl. Leihe an Saragossa) steht der 26-jährige Zürcher aktuell ohne Club da. Der Verteidiger wurde bei den Grasshoppers gross. 2010 erfolgte der Wechsel zum FC Parma in die Serie A. Nach zwei Saisons mit wenigen Einsätzen wurde Feltscher in die Serie B an Padova sowie Grosseto ausgeliehen.

Im Sommer 2013 kehrte er für eine Saison in die Schweiz zu Lausanne zurück, ehe ihn 2014 der deutsche Drittligist Duisburg verpflichtete. Mit dem Traditionsclub stieg er nach nur einer Saison in die zweite Bundesliga auf. Nach dem Abstieg in die 3. Liga verliess er Duisburg Richtung Spanien.

Seit 2011 spielt der Verteidiger für die venezolanische Nationalmannschaft (18 Einsätze). Zuvor hatte Feltscher die Nachwuchsteams des SFV durchlaufen.

(als/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Köbi K. am 06.09.2017 14:59 Report Diesen Beitrag melden

    Finaleinzug 2014

    Der Finaleinzug 2014 erscheint unter diesen Umständen einmal mehr als eine "Verkettung unglücklicher Umstände"!

  • friow am 06.09.2017 16:29 Report Diesen Beitrag melden

    ewewew

    argentinien ist unter starken druck, dauerhafter trainerwechsel und es findet auch einen spielerwechsel statt, weil manche einfach nicht die nötigen leistungen gezeigt haben. Gebt Sampaoli ein bisschen Zeit, argentinien wird sich noch qualifizieren können. Die Medien reden alles schlecht, es ist wirklich unglaublich.

  • Tim Howard am 06.09.2017 14:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Back

    Dis Grasshoppers sollten ihn holen. Was besseres haben die sowiso nicht.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Dario Fernandez am 07.09.2017 13:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Messi Fan

    Es liegt ja wohl nicht alleine an Messi. Für mich ist er immer noch der Weltfussballer und mit Abstand besser als Ronaldo.

  • friow am 06.09.2017 16:29 Report Diesen Beitrag melden

    ewewew

    argentinien ist unter starken druck, dauerhafter trainerwechsel und es findet auch einen spielerwechsel statt, weil manche einfach nicht die nötigen leistungen gezeigt haben. Gebt Sampaoli ein bisschen Zeit, argentinien wird sich noch qualifizieren können. Die Medien reden alles schlecht, es ist wirklich unglaublich.

  • Köbi K. am 06.09.2017 14:59 Report Diesen Beitrag melden

    Finaleinzug 2014

    Der Finaleinzug 2014 erscheint unter diesen Umständen einmal mehr als eine "Verkettung unglücklicher Umstände"!

  • Tim Howard am 06.09.2017 14:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

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    Dis Grasshoppers sollten ihn holen. Was besseres haben die sowiso nicht.