Rückkehr zu ManU?

19. November 2012 11:43; Akt: 19.11.2012 11:45 Print

Ferguson will Ronaldo, hat aber kein Geld

Cristiano Ronaldo scheint in Madrid schon länger unzufrieden zu sein. Gut, dass Sir Alex Ferguson den Star-Stürmer gerne zurück hätte. ManU fehlt aber das nötige Geld dazu.

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Cristiano Ronaldo gilt momentan als einer der besten Fussballer der Welt. Der athletische Stürmer aus Madeira hat eine steile Karriere hingelegt ... Schon als kleiner Junge war das fusballerische Talent bei Cristiano Ronaldo schnell ersichtlich. Mit Nacional Funchal holte er die Jugendmeisterschaft, ehe er mit 12 Jahren von Madeira in die portugiesische Hauptstadt zu Sporting Lissabon wechselte. Im September 2002 debütierte Ronaldo in der ersten Mannschaft von Sporting. Eine Woche später erzielte der 17-Jährige gegen Moreirence FC einen Doppelpack. Mit Portugals U21-Nationalmannschaft absolvierte Ronaldo nur zwei Spiele. Eines davon im Februar 2003 gegen die Schweiz mit Rijat Shala. Nach nur einer Saison (25 Spiele, 3 Tore) zog es Ronaldo für 17,5 Millionen Euro von Sporting Lissabon zu Manchester United. Nach dem Wechsel von David Beckham zu Real Madrid erbte Ronaldo gleich bei seiner Ankunft das Trikot mit der Nummer 7 und wurde von Ferguson auf der rechten Aussenbahn eingesetzt. Ronaldo hatte zunächst Schwierigkeiten sich an die körperbetonte englische Spielweise zu gewöhnen. In seinem ersten Jahr erzielte er in 40 Pflichtspielen aber immerhin sechs Treffer. Im August 2003 debütierte Cristiano Ronaldo in der A-Nationalmannschaft Portugals. Noch hatte der Jüngling aber keine tragende Rolle im Team der «Selecção». Aus dem Milchgesicht von einst wurde aber langsam ein Mann. Unverkennbar wurde dies an der Euro 2004 in der Heimat. Nach seinem Treffer bei der 1:2-Niederlage gegen Griechenland zeigte der 19-Jährige seine Muskeln und betörte zum ersten Mal die Frauenwelt. Trotz zwei Treffern des jüngsten Portugiesen verpasste Portugal den grossen Coup. Im Final unterlagen die Gastgeber dem überraschenden Europameister Griechenland. Ronaldo hatte sich zum Superstar gemausert. Die Presse verfolgte den Frauenheld auf Schritt und Tritt. Seinen Leistungen tat dies aber keinen Abbruch. Alles sprach von «CR7». Ronaldo entpuppte sich immer mehr zum absoluten Freistossspezialisten. Wenn er breitbeinig Anlauf nahm, zitterten die Torhüter. An der WM 2006 kamen Ronaldo und Portugal wieder weit. Gegen Frankreich war im Halbfinal aber Endstation. 2007 wurde Ronaldo mit ManU zum ersten Mal englischer Meister. Bei der Wahl zum Fifa-Weltfussballer 2007 musste er sich Kaká und Lionel Messi geschlagen geben. Ronaldo heimste dafür den Goldenen Ball ein. Die französische Fifa-Konkurrenz sah in ihm den besten Fussballer des Jahres. Mit Manchester United verteidigte der Superdribbler 2008 den englischen Meistertitel. Und auch in der Champions League schwangen die «Red Devils» oben aus. Ronaldo küsst den Pokal nach dem Erfolg im Penaltyschiessen gegen Chelse. Der Portugiese traf in der regulären Spielzeit, wäre aber mit seinem Fehlversuch im Elfmeterschiessen beinahe zum Buhmann geworden. Vor der Euro 2008 trainierten Ronaldo & Co. in der Neuenburger Maladière. Für Portugal lief zunächst alles nach Plan. Im Viertelfinal scheiterten die Lusitanier aber knapp an Deutschland. Trotz der verpatzten EM wurde Ronaldo Ende Jahr zum Fifa-Player des Jahres 2008 gewählt. Noch ein Titel: Mit Manchester United gewann Ronaldo gegen Liga de Quito die Klub-WM. Auch der goldene Schuh für den besten Torschützen Europas ging an Ronaldo. Sogar mit Verletzung macht Ronaldo stets eine gute Figur. Zwei, die sich gut verstanden: Das ManU-Sturmduo «Roonaldo». Im Januar 2009 sorgt ein Crash mit seinem Ferrari für viel Aufsehen. Der Sportflitzer war völlig demoliert. Ronaldo führt ManU 2009 zum dritten Meistertitel in Serie. Dafür musste er sich 2009 über den verlorenen Champions-League-Final gegen den FC Barcelona ärgern. Immer wieder Auftritte als Model: Ronaldo ist nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz ein Weltstar. Im Sommer wechselte Ronaldo für die Rekordsumme von 93 Millionen Euro zu Real Madrid. Dort wurde er wie ein Halbgott empfangen. Daumen hoch: Die medizinischen Test sind überstanden. Ronaldo schlug bei Real ein wie eine Bombe. Die Königlichen holten aber keinen Titel. Vor der WM 2010: Portugal und Ronaldo mit einer ganz speziellen Vorbereitung. An der WM lief es Portugal wieder einmal nicht rund. Im Achtelfinal war der spätere Weltmeister Spanien eine Nummer zu hoch. Ronaldo erzielte in Südafrika nur einen Treffer. Immerhin stand er in der Gunst der Fans ganz oben. Privat fand Ronaldo sein Glück. Bei ihm und Model Irina Shayk funkte es sofort. Zum spanischen Meistertitel reichte es aber wieder nicht. Barça war erneut ein Spur stärker. Immerhin schoss «Tiger» Ronaldo mehr Tore als der argentinische Zauberfloh Messi und wurde «Pichichi», Torschützenkönig der Primera Division. Während den «Clásico»-Wochen im Frühjahr 2011 hatte Real nur einmal Grund zur Freude. Im Final der Copa del Rey schoss Ronaldo die Königlichen gegen Barcelona zum Titel. Im Halbfinal der Champions League stand Ronaldo aber wieder im Schatten von Lionel Messi. Real schied nach teils gehässigen Spielen und viel Polemik aus. Anfang November 2011 schoss der Portugiese in der Champions-League-Gruppenpartie gegen Lyon sein 100. Tor im 105. Pflichtspiel für Real Madrid. In der EM-Barrage gegen Bosnien-Herzegowina spielt Ronaldo als Portugals Captain eine tragende Rolle: Beim 6:2-Sieg im Rückspiel (Hinspiel 0:0) erzielt er zwei Tore. Bei der Wahl zum Weltfussballer des Jahres 2011 musste Ronaldo im Januar 2012 wieder einem Dauerrivale Lionel Messi den Vorrang lassen. Der Tiefpunkt der Saison: Real Madrid unterliegt im Champions-League-Halbfinal Bayern München im Penaltyschiessen. Nach zwei Toren in der regulären Spielzeit versagen CR7 in der Elfer-Lotterie aber die Nerven. Getröstet wird Ronaldo von Freundin Irina Shyak beim Masters-100-Turnier Anfang Mai in Madrid. Und gleich noch ein Trost: Real sichert sich den spanischen Meistertitel 2012 vor dem Erzrivalen aus Barcelona. Ronaldos 46 Tore haben massgeblich dazu beigetragen. In der Nationalmannschaft läuft es Ronaldo auch an der Euro 2012 in Polen und der Ukraine nicht. Gegen Erzrivale Spanien verlieren die Portugiesen im Halbfinal im Elfmeterschiessen. Ronaldo, der in den vier Spielen zuvor drei Tore erzielt hat, tritt nicht an. Am 16. Oktober 2012 absolvierte Ronaldo als dritter Portugiese nach Fernando Couto und Luís Figo sowie als drittjüngster Europäer nach Lukas Podolski und Kristen Viikmäe sein 100. Länderspiel. Bei der Vergabe des Fifa Ballon d'Or im Januar 2013 muss Ronaldo zum vierten Mal in Folge Lionel Messi den Vortritt lassen. Auch in der Primera Division läuft es nicht gut für Real: Barça setzt sich schnell ab und Messi schiesst erst noch mehr Tore als CR7. In der Saison 2012/13 holt CR7 mit Madrid keinen Titel. Grosser Auftritt in der Nationalmannschaft im November 2013: In der Relegation der WM-Quali trifft Cristiano Ronaldo beim entscheidenden Spiel gegen Schweden beim 4:2 alle vier Tore. Endlich darf er den Ballon d'Or wieder in der Hand halten: Nach 2008 wird der Portugiese im Januar 2014 in Zürich zum zweiten Mal zum Weltfussballer des Jahres gewählt. April 2014: Ronaldo darf sich beim CL-Viertelfinalspiel gegen Dortmund von seinen Mitspielern feiern lassen. Mit seinem 14. Champions-League-Saisontor egalisiert CR7 den Rekord von Barcelonas Lionel Messi (Saison 2011/12)und Milans José Altafini (1962/63).

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Manchester Uniteds Coach Sir Alex Ferguson ist nach dem 0:1 bei Norwich City unzufrieden. Seine hochkarätige Offensivfraktion hat gepatzt und die Red Devils mussten den Leaderthron ausgerechnet für Stadtrivale ManCity räumen, der daheim einen 5:0-Kantersieg über Aston Villa feierte. Klar, dass da beim Ferguson-Team Handlungsbedarf besteht. Und klar auch, dass da das immer wiederkehrende Thema eines Ronaldo-Comebacks auf den Tisch kommt. Der ManU-Coach spricht nach der Auswärtspleite beim 13. der Premier League offen über eine mögliche Rückkehr des Portugiesen.

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«Ich würde es gerne sehen, dass er zurückkommt. Das wird aber wohl nicht passieren», so Ferguson an der Pressekonferenz nach dem Spiel. Der Grund ist klar: Selbst wenn Ronaldo, der 2009 für rund 100 Millionen Euro zu Real Madrid wechselte, einem Transfer zustimmen würde: Der portugiesische Megastar ist kaum zu finanzieren. «Wir sprechen hier über unglaubliche Geldbeträge», macht der ManU-Coach klar, der den heutigen Superstar 2003 von Sporting Lissabon holte und während sechs Jahren trainierte.

Ronaldo ist weiter grosser ManU-Fan

Ferguson und sein ehemaliger Torgarant haben den Kontakt während den vergangenen drei Jahren aufrechterhalten. «Ich spreche regelmässig mit ihm», gab der Schotte gemäss Weltfussball zu Protokoll. Der Erfolgscoach verriet auch, dass Ronaldo mit seinem Ex-Klub weiter tief verbunden ist. «Er drückt uns immer die Daumen und wir sind das erste Team, nach dem er guckt.»

Der 27-jährige Superstar bestätigt seine starke Bindung zu seinem ehemaligen Mentor. «Er ist eine fantastische Person. Ein fantastischer Mensch. Er hat mir viel beigebracht», sagte Ronaldo gegenüber «The Sun». «Ich vermisse ihn und meine Beziehung zu ihm.» Eine Offenbarung des Portugiesen, die doch einige Interpretationen zulässt. Zumal Ronaldo seit einigen Monaten immer wieder den Anschein macht, als sei er bei den Königlichen nicht mehr rundum zufrieden.

Premier League

Datum Spiel Resultat
19.04.14  Tottenham Hotspur - Fulham 3:1
19.04.14  Aston Villa - Southampton 0:0
19.04.14  Cardiff City - Stoke City 1:1
19.04.14  Newcastle - Swansea City 1:2
19.04.14  West Ham United - Crystal Palace 0:1
19.04.14  Chelsea - Sunderland 1:2
20.04.14  Norwich City - Liverpool 2:3
20.04.14  Hull City - Arsenal 0:3
20.04.14  Everton - Manchester United 2:0
21.04.14  Manchester City - West Bromwich Albion 3:1
R Mannschaft Sp S U N G : E P
1. Liverpool 35 25 5 5 96 : 44 80
2. Chelsea 35 23 6 6 67 : 26 75
3. Manchester City 34 23 5 6 91 : 35 74

4. Arsenal 35 21 7 7 62 : 41 70

5. Everton 35 20 9 6 57 : 34 69
6. Tottenham Hotspur 35 19 6 10 51 : 49 63

7. Manchester United 34 17 6 11 56 : 40 57
8. Southampton 35 13 10 12 50 : 45 49
9. Newcastle 35 14 4 17 39 : 54 46
10. Stoke City 35 11 11 13 39 : 49 44
11. Crystal Palace 35 13 4 18 28 : 41 43
12. West Ham United 35 10 7 18 38 : 48 37
13. Hull City 34 10 6 18 34 : 43 36
14. Swansea City 35 9 9 17 47 : 51 36
15. Aston Villa 34 9 8 17 35 : 49 35
16. West Bromwich Albion 34 6 15 13 41 : 54 33
17. Norwich City 35 8 8 19 28 : 56 32

18. Cardiff City 35 7 9 19 31 : 65 30
19. Fulham 35 9 3 23 35 : 77 30
20. Sunderland 34 7 8 19 33 : 57 29

(als)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • real fan am 19.11.2012 18:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    bayern 

    ich sage es nicht gerne. aber bayern ist das beste team, da sie als eines der wenigen teams nicht verschuldet sind und trotzdem international vorne dabei ist. barca das beste team phaaaa letztes jahr wahren sie ja gar nichts! hala madrid

  • remo am 19.11.2012 17:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    cr7

    doch machestwr City könnte sich CR7 auch leisten

  • hans der kanns am 19.11.2012 17:33 Report Diesen Beitrag melden

    its not "MAN U" its "Man united"

    Wann hört ihr endlich auf "ManU" zu schreiben? recherchiert mal und schaut mal woher dieser Ausdruck kommt!

  • Rolf Kühni am 19.11.2012 17:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gerüchte und reine Interpretation 

    Ich sehe jedes Spiel und da sieht Er sehr Zufrieden aus, auch im Training das Gleiche .Gerüchte sind sooo schön, das hält die Presse am Leben. Zudem sagt Er ja; das wird nicht vorkommen!

  • La Liga am 19.11.2012 17:08 Report Diesen Beitrag melden

    La Liga

    Die spanische Liga ist die beste der Welt wohl kaum die Bundesliga dort reichen schon 60 Punkte um Meister zu werden. In Spanien musst du 90 Punkte haben und bist noch nicht Meister, da der Meister 96 oder wie letztes Jahr Real über 100 Punkte hat!!