Seitenhieb an FCZ

12. November 2012 19:53; Akt: 12.11.2012 19:57 Print

Fischers Urs fischt nach frischem Job

von Sandro Compagno - Der Rauswurf beim FC Zürich ist verdaut, aber nicht vergessen. Urs Fischer ist bereit für eine neue Herausforderung.

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Am 21. Oktober 2013 entlässt der FC Sion Trainer Michel Decastel. In 12 Spielen der laufenden Saison hat er gerademal 11 Punkte ergattert. Noch am selben Abend kündigt Laurent Roussey seinen Trainerjob bei Lausanne und heuert zum zweiten Mal beim FC Sion an. Arno Rossini (r.) muss nach dem 0:5 Sions bei St. Gallen wieder gehen. Gennaro Gattuso (l.), der heimliche Chef, ist jetzt nur wieder Spieler. Neu wird Michel Decastel wieder übernehmen, dieser wurde am 31. Oktober 2012 nach rund sechs Wochen Arbeitszeit in Sion letztmals entlassen. Martin Rueda fliegt bei den Berner Young Boys am 7. April nach der 0:2-Heimpleite gegen Servette. Er wird bis Ende Saison von Bernard Challendes ersetzt. Ryszard Komornicki muss am 2. April nach dem 0:4 gegen Basel bei Luzern gehen. beim FC Sion nach rund zweieinhalb Monaten entlassen. nach nur 17 Runden beim FCZ wieder den Hut nehmen. nimmt am 20. November 2012 beim FC Thun den Hut. beim FC Sion entlassen. und ersetzt ihn wenig später durch Murat Yakin. muss seine sieben Sachen in Genf packen. Am 4. September 2012 gibt die Vereinsleitung die sofortige Entlassung des Portugiesen bekannt. Anfang September 2012 vor seinen Spielern eine Brandrede und beschimpft diese aufs Übelste. Zwar entschuldigt er sich, doch aller Kredit ist verspielt. Nur wenige Tage danach nimmt er beim FC Sion seinen Hut. bekannt. Yakin hatte sein Amt im Juli 2011 angetreten. gibt am 12. Mai 2012 seinen Rücktritt bekannt, nachdem seine Mannschaft mit 2:3 beim FC Luzern. Der ehemalige Basler Erfolgscoach kann aus YB auch kein Siegerteam formen - zumindest nicht in einigen Monaten. muss am 24. April seinen Posten räumen. Er wird durch seinen Vorgänger João Alves ersetzt. Die Rochade ist nicht nur sportlich begründet: Durch die Wiedereinsetzung Alves' haben die Genfer auch einen Gläubiger weniger am Hals. tritt beim FC Sion nach der 0:3-Heimpleite gegen FC Basel am 23.4.2012 überraschend zurück. Der Franzose im Mai derjenige Trainer geworden, der es am längsten unter Christian Constantin ausgehalten hat. geht bei GC rund 10 Tage zuvor auch freiwillig. Der Aargauer räumt am 14. April 2012 freiwillig seinen Stuhl, nachdem er unter dem neuen Präsidenten André Dosé sowieso nur bis im Sommer hätte bleiben dürfen. am 12. März 2012 per sofort beurlaubt. Interimistisch übernimmt der bisherige Co-Trainer Harald Gämperele die Mannschaft, bis eine neue Lösung gefunden wird. Der Portugiese wird nach dem Cup-Aus gegen Biel bei Servette entlassen. bei Xamax am 2. September 2011 bereits wieder freigestellt. Der Portugiese hat sich mit Klubbesitzer Bulat Tschagajew überworfen. Der Franzose (l.) fliegt bei Xamax schon nach dem 2. Saisonspiel (2 Niederlagen, 0:5 Torverhältnis). Mit Ciccolini entlassen die tschetschenischen Besitzer auch den gesamten Staff, unter anderem mit Sportchef Sonny Anderson (r.). ist sein Traineramt bei Neuchâtel Xamax nach nur 18 Tagen wieder los. Die neue russische/tschetschenische Führung will mit einem neuen Mann den Sturm auf Europa erreichen. Das war ein kurzes Gastspiel von bei Bellinzona. Am 21. März übernahm er das Amt, in zehn Partien gab es keinen Sieg und die ACB rutschte vom siebten auf den letzten Rang ab. Martin Andermatt soll es jetzt richten im letzten Saisonspiel. erwischte es drei Runden vor Schluss bei Xamax. musste seinen Stuhl am 8. Mai 2011 bei den Berner Young Boys räumen. wurde am 2. Mai in Luzern wegen Erfolglosigkeit und «Lämpen» mit Hakan Yakin gefeuert, nachdem er den FCL noch zur Herbstmeisterschaft geführt hat. musste am 21. März seinen Sessel bei der AC Bellinzona nach einer 0:1-Niederlage beim Schlusslicht FC St. Gallen räumen. Der 59-Jährige war seit April vergangenen Jahres im Amt. wurde bei St. Gallen nach einer 0:1-Niederlage gegen Thun entlassen. Forte war im Sommer 2008 nach Erfolgen beim FC Wil zum FCSG gestossen. hielt es nicht lange im Wallis aus. Im Februar 2011 musste er gehen. Seit Sommer 2010 war er im Amt. Laurent Roussey übernahm. Xamax sorgte für die erste Entlassung in der Saison 2010/11: flog, Didier Olle-Nicolle übernahm. Aeby hielt sich vier Monate auf dem Trainerstuhl. Das nächste Sion-Opfer: Immerhin hielt er sich 14 Monate im Amt, aber im Mai 2010 war Schluss. Für ihn kam Bernard Challandes. hielt sich ein halbes Jahr in Aarau. Dann wurde er im April 2010 durch Ranko Jakovlijevic ersetzt. Ausgetobt beim FCZ hatte im April 2010. Fast drei Jahre amtete der Jurassier meist erfolgreich in Zürich. Ersetzt wurde er durch Urs Fischer. Arrivederci hiess es im April 2010 in Bellinzona. Erst im November 2009 übernahm er sein Amt. Für ihn kam Roberto Morinini. blieb fast zehn Monate bei Xamax, ehe er Jean-Michel Aeby - dieses Mal alleine - Platz machen musste. Der Oktober 2009 bedeutete das Ende für bei Aarau. Er war vier Monate im Amt und wurde durch Martin Andermatt ersetzt. Das Duo hielt sich nur vier Monate auf der Trainerbank in Neuenburg. Dann übernahm im Juni 2009 Pierre-André Schürmann. Kein Glück beim zweiten Versuch mit GC: durfte nach zwei Jahren nicht mehr bleiben. Für ihn kam Ciriaco Sforza. Ausgeschrien bei Aarau hatte im Juni 2009. Nach einem Jahr übernahm Jeff Saibene. Ausgerechnet an Weihnachten 2008 präsentierte CC seinen neuen Trainer. Umberto Barberis übernimmt zum zweiten Mal in Sion. Sein Abenteuer endet schon im April 2009 wieder. Didier Tholot übernahm. wurde bei Xamax im Januar 2009 nach neun Monaten beurlaubt. Das Duo Jean-Michel Aeby und Alain Geiger übernahm. Sieben Monate dauerte die Amtszeit von bei Sion. Dann wurde er im Dezember 2008 abgesetzt. Constantin höchstpersönlich übernahm kurzfristig. hatte Vaduz in die Super League geführt, doch in der höchsten Klasse blieb der Erfolg aus. Hermann musste im November 2008 gehen. Pierre Littbarski übernahm. Im August 2008 musste bei Luzern seine Koffer packen. Für ihn kam Robert Morinini. Kaum hatte die Saison 2008/09 begonnen, flog schon der erste Trainer. Es war von YB. Fast zwei Jahre war er bei den Bernern Trainer. Nachfolger: Vladimir Petkovic. Der dritte Versuch von bei Sion dauerte neun Spiele. Im Mai 2008 endete dieser und Uli Stielike übernahm. Im Mai 2008 ist die Zeit von bei Thun zu Ende. Fast zwei Jahre blieb bei Xamax. Dann musste er im März 2008 gehen. Für ihn kam Nestor Clausen. überstanden als Bigon-Nachfolger nur acht Spiele, dann flogen sie im März 2008. Ein nächstes CC-Opfer: flog im Dezember 2008 nach gut zehn Monaten bei Sion. hatte bei St. Gallen nach 18 Monaten keinen Erfolg mehr. Er wurde im Oktober 2007 entlassen. Krassimir Balakov übernahm. Der Pole musste im Mai 2007 bei Aarau nach fünf Monaten wieder gehen. Für ihn übernahm Gilbert Gress. durfte nicht lange bei Thun bleiben. Nach elf Monaten musste er im März 2007 gehen. Jeff Saibene übernahm. Auch Stéphanes Vater hielt sich nicht lange: Im Februar 2007 musste bei Sion weg. Für ihn kam Alberto Bigon. Zwei Monate dauerte das Sion-Abenteuer von . Dann musste er im November 2006 Platz machen für Gabet Chapuisat. musste bei Aarau nach nur fünf Monaten im Oktober 2006 wieder gehen. Ruedi Zahner springt ein. Fast ein Jahr dauerte das Engagement von bei YB. Dann wurde er im Oktober 2006 durch Martin Andermatt ersetzt. Bei Sion muss im September 2006 gehen. Vier Monate hielt er es mit Christian Constantin aus. Für ihn kommt Frederic Chassot. Bei Xamax wird im Mai 2006 nach neun Monaten entlassen. Gerard Castella beerbt ihn. muss bei Sion im Mai 2006 seinen Hut nehmen. Er war gut acht Monate im Amt. Zeit beim FC Aarau läuft im April 2006 nach gut fünf Monaten ab. Urs Schönenberger kommt für ihn. Im April 2006 wird beim FC St. Gallen nach gut neun Monaten entlassen. Rolf Fringer übernimmt. Im Februar 2006 wird in Thun entlassen. Elf Monate war er dort tätig. Heinz Peischl kommt für ihn.

Trainerwechsel in der Super League seit 2006.

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Loyalität ist Urs Fischer wichtig. Sie prägt nicht nur seine ­Karriere (Spieler für Zürich, St. Gallen und ­Zürich, Trainer für Zürich), sie bestimmt auch sein Privatleben. Fischer sieht gut aus, als ihn 2o Minuten zum Gespräch trifft: Er kommt direkt vom Haareschneiden, seit Jahren vertraut er der gleichen Coiffeuse.

Im März wurde Fischer als FCZ-Trainer freigestellt. Die Entlassung kam überraschend für den Zürcher. Von den letzten neun Spielen hatte er nur zwei verloren. «Ich verstehe sie bis heute nicht», sagt Fischer klipp und klar. Deshalb war eine Weiterbeschäftigung beim FCZ auch nie ein Thema: «Unter dieser Führung konnte und kann ich mir nicht vor­stellen, für den FCZ zu arbeiten.» Ein Breitseite an Präsident Ancillo Canepa!

Noch ist Fischer am fischen

Aber allzu lange will sich Fischer nicht mit der ersten Entlassung seiner Karriere aufhalten: «Irgendwann wirst du entlassen. Das weisst du, wenn du deinen ersten Vertrag als Cheftrainer unterschreibst.» Seit acht Monaten ist Fischer ohne Job, zu lange für seinen Geschmack: «Es ist eine eigenartige Situation. Du erhältst Lohn, aber du darfst nicht arbeiten ...» So verbrachte der leidenschaftliche Fischer viele Stunden an seinem geliebten Sihlsee.

Die Super League ist sein Ziel, Fischer behält aber auch die Challenge League im Auge: «So viele Stellen gibt es in der Schweiz schliesslich nicht.» Dass er in Luzern im Rennen um die Yakin-Nachfolge knapp gegen Ryszard Komornicky den Kürzeren zog, stört ihn nicht weiter: «Es ist wichtig, im Gespräch zu bleiben. Und eines habe ich gelernt: Wann immer sich eine Türe schliesst, geht woanders eine auf.» Das würde sicher auch die Zander im Sihlsee freuen.