Ewige Absteiger

20. Mai 2011 17:22; Akt: 20.05.2011 17:22 Print

Fussballer mit Misserfolgs-Garantie

Längst nicht jeder Kicker wird ein Meister - das weiss der deutsche Alexander Löbe mit neun (!) Abstiegen nur zu gut. Einen ähnlich argen Pechvogel gibt es auch in der Schweiz.

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Abstiegskönige unter sich: Michele Polverino (l.), Daniel Sereinig (m.) und Alexander Löbe. (Bild: Keystone/AP)

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Lucien Favres Borussia Mönchengladbach kämpft gegen den Abstieg. Nach dem 1:0-Sieg im Relegations-Hinspiel gegen Bochum sieht es für den Klassenerhalt gut aus, doch gerettet ist die Borussia noch nicht. Auch in der Schweiz müssen einige Teams zittern. Bellinzona, St. Gallen und Neuchâtel Xamax sind gefährdet. In der Schweiz könnte schon am Sonntag Bellinzona definitiv absteigen. «Abstiegs-Experten» sind jedoch in keinem der drei Teams zu finden.

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Ganz anders als Alexander Löbe. Wenn einer weiss, was absteigen heisst, dann ist es der 38-jährige ehemalige deutsche Fussballprofi. Wo er spielte, gings Ende Saison meist eine Liga tiefer weiter. Angefangen hatte es 1992 beim Hallescher FC, aufgehört 2008 bei Paderborn. Dazwischen stieg Löbe auch mit Unterhaching, Wattenscheid, Duisburg, Lübeck, Vorwärts Steyr, wieder Wattenscheid und Rot-Weiss Essen ab. Neun Abstiege als Profi: Dieser Mann hat in seiner Karriere etwas mitgemacht. Für den 38-Jährigen bedeutet Fussball aber nicht alles. «Es gibt andere Dinge in der Welt, die wirklich schlimm sind. Katastrophen in Afrika oder Asien. Das ist schlimm, aber doch kein Abstieg», sagt er in der «tz».

Auf Löbes Spuren

Nicht neunmal abgestiegen ist Darlington Omodiagbe, aber es trifft ihn immerhin schon zum sechsten Mal. Zuletzt fünfmal in Serie. Der nigerianische Abwehrspieler schaffte mit Wacker Burghausen in der 3. Liga den Klassenerhalt nicht. Gemäss der «Süddeutschen» stieg er in den vergangenen vier Jahren jeweils mit Rot Weiss Ahlen, Osnabrück, Carl Zeiss Jena und Unterhaching von der 2. Bundesliga ab. Bei seinem ersten Deutschland-Abenteuer 1999 traf es Omodiagbe mit Gütersloh.

Jürgen Rynio, Stephan Passlack und Andreas Keim haben den Weg von der Bundesliga in die 2. Bundesliga schon fünfmal angetreten, wie die «FAZ» berichtet. Der ehemalige Torhüter Rynio unter anderem 1986 mit St. Pauli. Seine sportlichen Talfahrten hat er im Buch «Der Rekordhalter» niedergeschrieben.

Mit Fin Bartels schreibt ein anderer St.-Pauli-Spieler ein neues Kapitel in dieser Abstiegsgeschichte. Und dies mit erst 24 Jahren. Nach der 1:8-Klatsche gegen Bayern München war der Abstieg besiegelte Sache. Zu Beginn seiner Profikarriere stieg Bartels schon mit Holstein Kiel und zweimal mit Hansa Rostock ab. Trotz dem erneuten Fall in eine tiefere Liga bleibt Bartels St. Pauli treu. Er will mit den Hanseaten den direkten Wiederaufstieg schaffen.

Sereinig - der Schweizer Abstiegskönig

Auch in unseren Gefilden gibt es Pechvögel. Der schweizerisch-österreichische Doppelbürger Daniel Sereinig ist ein solcher. 2007 musste er mit Schaffhausen den Gang von der Super League in die Challenge League antreten. Er wechselte nach Deutschland zu Rot-Weiss Essen, wo er ein Jahr später wieder «abstieg». Die Essener verpassten in der dritthöchsten Liga die Qualifikation für die neu geschaffene 3. Bundesliga und mussten in der fortan viertklassigen Regionalliga West spielen. Wiederum verliess er den Verein nach dem Abstieg und versuchte sein Glück in Österreich bei Altach. Auch dieser Abstecher war nicht von Erfolg gekrönt. Sereinig stieg innert drei Jahren zum dritten Mal ab.

Der Liechtensteiner Michele Polverino weist fast eine ähnlich düstere Bilanz aus. Nach dem Jubel mit dem FC Vaduz über den erstmaligen Aufstieg in die Super League 2008 gings ein Jahr später gleich wieder runter. Polverino wechselte zu Aarau und musste im letzten Sommer erleben, dass die «Unabsteigbaren» eben doch «absteigbar» sind. Kleiner Trost also für die Kicker von St. Gallen, Bellinzona oder Xamax: Wen immer es mit der Relegation trifft, es gibt Kicker, denen erging es schlechter.

(heg)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ich aus Schaffhausen am 20.05.2011 22:22 Report Diesen Beitrag melden

    Pech!

    Da hats der Sereinig ja echt noch zu was gebracht nachdem er unser Schaffhausen verlassen hat;-)

  • denk-mal am 21.05.2011 06:12 Report Diesen Beitrag melden

    und nun der FCL

    der FCL und die Yakins werden bald einen eigenen Beitrag dazu leisten - der Startschuss kam von Stierli

  • T.T aus I am 20.05.2011 19:25 Report Diesen Beitrag melden

    au backe

    bakens vom fcsg bitte mal genauer unter die lupe nehmen:-)

Die neusten Leser-Kommentare

  • denk-mal am 21.05.2011 06:12 Report Diesen Beitrag melden

    und nun der FCL

    der FCL und die Yakins werden bald einen eigenen Beitrag dazu leisten - der Startschuss kam von Stierli

  • Ich aus Schaffhausen am 20.05.2011 22:22 Report Diesen Beitrag melden

    Pech!

    Da hats der Sereinig ja echt noch zu was gebracht nachdem er unser Schaffhausen verlassen hat;-)

  • T.T aus I am 20.05.2011 19:25 Report Diesen Beitrag melden

    au backe

    bakens vom fcsg bitte mal genauer unter die lupe nehmen:-)