24 Spieler, 19 Schweizer

06. Dezember 2012 09:32; Akt: 06.12.2012 10:57 Print

GC hätte sich den Bünzli-Topf verdient

von Herbie Egli - Österreich zahlt Fussballvereinen mit vielen einheimischen Spielern einen Zustupf. Das Pendant zum «Österreicher-Topf» gebührte hierzulande den Grashoppers.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

In unserem östlichen Nachbarland gibt es den sogenannten «Österreicher-Topf». Dieser ist mit mehreren Millionen Euro TV-Geldern und einem Zuschuss des Österreichischen Fussballbundes ÖFB gefüllt. Ausgeschüttet wird er an jene Teams der obersten Spielklasse, die mehrheitlich einheimische Spieler einsetzen. Und also das lokale Schaffen honorieren.

Umfrage
Haben europäische Klubs zu wenig einheimische Spieler?
67 %
25 %
8 %
Insgesamt 1525 Teilnehmer

Nach der Vorrunde darf sich der SV Ried über den höchsten Betrag freuen. Der Fünftplatzierte der Meisterschaft weist einen Österreicher-Anteil von 89 Prozent aus. Mit Wiener Neustadt und Mattersburg kommen zwei weitere Vereine auf mehr als 80 Prozent. Abgeschlagen am Schluss dieses Rankings liegt Salzburg mit 51 Prozent. Beim Klub der Roten Bullen ist also jeder zweite Spieler kein Österreicher.

GC räumt in der Schweiz ab

Würde man das System des «Österreicher-Topfs» hierzulande anwenden, würden die Grasshoppers am meisten kassieren. Der Wintermeister hat in seinem 24-köpfigen Kader nur fünf Ausländer, was rund 20 Prozent entspricht. Servette weist mit 35,7 Prozent am zweitwenigsten Gastarbeiter aus. Auf Platz drei und vier liegen gemeinsam der FC Basel und FC Luzern (38,4 Prozent). Das Schlusslicht bildet der FC St. Gallen. Bei den Ostschweizern ist mit 56 Prozent mehr als jeder Zweite kein einheimischer Spieler.

Die Grasshoppers können sich Ende Saison wohl trotzdem über einen finanziellen Zustupf freuen. In der Super League gibt es seit dieser Saison die U21-Trophy, wie man sie von der Challenge League kennt. Die Swiss Football League honoriert damit Vereine, die oft junge Spieler einsetzen. GC liegt in diesem Ranking an der Spitze. Trainer Uli Forte setzt pro Spiel im Durchschnitt 4,28 U21-Spieler ein. Bei diesem Wert sind aber erst 16 von 18 Vorrundenspielen erfasst. Auf Platz 2 folgt der FC Zürich mit einem Schnitt von 3,6. Mehr als die Hälfte der Super-League-Mannschaften setzt nicht einmal einen Jungspund pro Spiel ein.

Die Swiss Football League schüttet in dieser U21-Trophy total 200'000 Franken aus. Der Gewinner erhält Ende Saison 50’000 Franken, der Zweitplatzierte kassiert 30'000 Franken und 20'000 Franken gehen an das Team auf dem dritten Platz. Das gleiche System kommt auch in der Challenge League zum Einsatz. In der zweithöchsten Schweizer Liga wurden letzte Saison und vor der sommerlichen Reduktion auf zehn Teams noch über eine Million Franken an Prämien ausgeschüttet.

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

20 Minuten ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Moruk Balkand City, BS am 06.12.2012 21:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    No Future

    Die Schweiz ist und bleibt ein Niemand im Fussball.

  • Hansjosef am 06.12.2012 17:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gute Idee

    Eigentlich finde ich es schon gut das man viele Jugendspieler + viele Schweizer Spieler einsetzen soll und dann je nachdem belohnt. Doch in der Schweiz gibt es kaum gute Ausbildungszenter vom SFV oder den SL Clubs! In Deutschland z.B gibt es VIEL bessere und viel Mehr Talente weil es sie viel besser ausgebildet werden!

  • Castro am 06.12.2012 12:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Österreichischer fussball?

    Deshalb ist die österreichische liga auch so schlecht!!

  • Reto am 06.12.2012 10:46 Report Diesen Beitrag melden

    Wieso Bünzli-Topf

    ich finde es von 20Min abschätzig es Bünzli-Topf zu nennen. Weiss nicht was daran bünzlig sein soll Schweizer Fussballer einzusetzen

    • YB-Fan am 06.12.2012 12:19 Report Diesen Beitrag melden

      Guter Einwand

      Guter Einwand! Ich möchte auch nicht, dass die Schweizer Klubs in ähnlich schlechten Verhältnissen enden wie die englischen, wo der Nachwuchs fast keine Chance (ausser vielleicht bei Arsenal) hat. Man braucht nur einmal die Mannschaft von Chelsea oder Manchester City anzusehen, die mit dem Nachwuchs rein gar nichts am Hut haben.

    einklappen einklappen
  • Thuner am 06.12.2012 10:39 Report Diesen Beitrag melden

    Thun?

    Was ist mit dem FC Thun? Von 24 Kaderspieler sind hier auch nur 7 keine Schweizer! Das würde dann auch einen Prozentualen anteil von 29.16% Ausländern machen, also noch vor Servette...