Scheichs ausgebremst

17. Januar 2013 11:58; Akt: 17.01.2013 14:27 Print

Guardiola lässt selbst Bayern-Hasser jubeln

Bayern München bekommt, wovon jeder Fussballklub träumt: Trainer-Gott Pep Guardiola. Da ziehen sogar Bayern-Verächter wie der stellvertretende 20-Minuten-Sportchef Reto Fehr den Hut.

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Ganz ehrlich: Ich mag die Bayern nicht. Das können die vielen Titel, das wunderbare Stadion, Stars wie Bastian Schweinsteiger, Franck Ribéry und selbst Xherdan Shaqiri nicht ändern. Auch, dass die Bayern so gut geführt sind, wie sonst wohl kein anderer Fussballklub, hilft da wenig.

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Vielleicht ist das so, weil viele aus meinem Umfeld absolute Bayern-Fanatiker sind. Mein Bruder hatte einst eine Fussmatte im Bayern-Design an die Treppe ins oberste Stockwerk in unserem Elternhaus gelegt. Es war jedes Mal eine Qual für mich, da vorbeizulaufen. Immerhin habe ich es in den letzten Jahren geschafft, bei Reisen nach München in den Bayern-Fanshop zu gehen und – widerwillig zwar – ein Andenken für die daheim gebliebenen Fans mitzubringen.

Endlich nützen selbst die Scheich-Millionen nichts

Grundsätzlich kann von mir aus jedes der anderen 17 Teams der Bundesliga Meister werden – Hauptsache nicht die Bayern. Mit der Verpflichtung von Pep Guardiola ist dem Leader der Bundesliga allerdings ein Coup gelungen, der selbst mich verzückt.

Endlich werden die Scheich-Klubs und Millionario-Vereine wie Manchester City, Chelsea oder auch Milan mit gutem Geldgeber im Hintergrund ausgebremst. Nicht weil die Bayern mehr zahlen können, sondern weil sie das passende Umfeld bieten. Der deutsche Rekordmeister hat über Jahre etwas geschaffen, das kein Geld der Welt überbieten kann: Kontinuität, Organisation und Standfestigkeit.

«Es geht nicht immer um höher, weiter, grösser»

Es ist der Crew um Uli Hoeness sehr hoch anzurechnen, dass sie es geschafft haben, den aktuell begehrtesten Trainer des Planeten zu verpflichten. Der Deal sendet hoffentlich ein starkes Signal raus an die Fussball-Welt, in der sich zu vieles nur ums Geld dreht.

Jürgen Klopp sagte vor Jahren, als er als Dortmund-Trainer mit den Bayern in Verbindung gebracht wurde, im «kicker»: «Es geht nicht immer um höher, weiter, grösser. Sondern um richtig. Ich habe das Glück, dies zu erkennen.» Pep Guardiola scheint diese Fähigkeit auch zu besitzen. Und ich mag die Bayern ein ganz kleines bisschen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Primo Provolone am 17.01.2013 12:50 Report Diesen Beitrag melden

    Bravo Dem Verfasser

    Ich mag diesen Artikel. super geschrieben. Chapeau von einem Bayern Fan!

  • Math The Tank am 17.01.2013 12:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mia san mia

    Was mich immer stören wird ist, dass sogar selbst-ernannte Bayern-Verächter, sich im Stadion befinden obwohl Sie den Club hassen. Herr Fehr, Leute wie Sie wollen wir in unserer schönen AllianzArena gar nicht sehen..denn Heuchler möchte niemand um sich haben. Bleiben Sie besser in Zürich und schauen SuperLeague.. 70999 fans werden es Ihnen danken.

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  • Gandalf am 17.01.2013 14:07 Report Diesen Beitrag melden

    Guardiola ist überbewertet

    Nur weil er mit einer Mannschaft viel gewonnen hat, heisst das nicht, dass er ein guter Trainer ist!! Barça ist von Grund auf eine starke Mannschaft da würde auch ein Amatuer-Trainer Meister mit ihnen werden

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Die neusten Leser-Kommentare

  • jesus graber am 18.01.2013 14:14 Report Diesen Beitrag melden

    Anderer verein

    zb manchester city/united, bei Barca bleiben, chelsea, milan inter mailand , Atletic madrid oder zu yb dann würdensie endlich meister werden

  • bayernfan am 18.01.2013 08:34 Report Diesen Beitrag melden

    Jetzt wird Bayern Geschichte schreiben.

    Bayern ist und bleibt eine Macht im Fussball, für die die es nicht gwusst haben. Shaqiri wirds allen zeigen. Das tiki taka spiel wird bei bayern denke ich nicht funktionieren, weil bayern nicht die schnellesten spieler hat. zb. Schweini. Ich liebe den FCBayern.

  • Gilbert Gress am 18.01.2013 03:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kirche im Dorf lassen

    Habe ja Respekt vor seinen Erfolgen mit Barcelon. Ihn jetzt deswegen gleich als Trainergott zu bezeichnen finde ich sehr voreilig. Er soll sich zuerst mal bei einem anderen Club beweisen. Alles Gute!

  • Dnny am 17.01.2013 21:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wenn shaq spielt,dann Gut!

    Gefällt mir nur wenn er vool auf Shaqiri setzt, und den Robben bei der IV anmeldet!

  • Mike am 17.01.2013 20:15 Report Diesen Beitrag melden

    Von wegen es geht nicht ums Geld

    Für 17 Millionen Euro im Jahr wäre ich auch gerne zu den Bayern gegangen. Bei Milan hätte er vielleicht ein Viertel davon erhalten. Damit ist er nun der höchbezahlteste Trainer der Welt.

    • Jürg am 18.01.2013 12:36 Report Diesen Beitrag melden

      Geld ist nicht alles

      Von Milan war nie die Rede, er wollte zu einem Top-Club! Chelsea und ManC hätten ihm 22mio pro Jahr gegeben! Aber Bayern hat die beste Führung und eine Perspektive, deshalb geht er nach München! Bayern ist auch der einzige Verein der für die Löhne keinen Kredit aufnehmen muss!

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