Nach umstrittenem Jubel

21. November 2012 09:30; Akt: 21.11.2012 10:42 Print

Juristischer Ärger für Mandzukic und Shaqiri?

Die umstrittene Jubelpose der Bayern-Stars Mario Mandzukic und Xherdan Shaqiri schlägt immer höhere Wellen. Nun prüft die Staatsanwaltschaft, ob sie gegen die beiden ermitteln will.

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Mandzukics Torjubel nach dem 1:0 gegen Nürnberg. (Video: Dailymotion.com) Im Grossformat auf dem Videoportal Videoportal
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Der Salut-Jubel der Bayern-Spieler Mario Mandzukic und Xherdan Shaqiri beim 1:1 in Nürnberg hat für viel Wirbel gesorgt. Und er könnte ein juristisches Nachspiel für die beiden haben. Die zuständige Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth prüft derzeit, ob eventuell Ermittlungen eingeleitet werden. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft bestätigt einen entsprechenden Bericht der «Nürnberger Zeitung» gegenüber 20 Minuten Online.

Man könne derzeit aber nicht sagen, ob nur «Anführer» Mario Mandzukic oder auch «Nachahmer» Xherdan Shaqiri ins Visier der Justiz geraten könnte. «Das ist abhängig von der Sachlage, die derzeit als Gesamtes geprüft wird», so die Sprecherin. Die Untersuchung erfolgt, weil Mario Mandzukic nach seinem 1:0-Führungstreffer am vergangenen Samstag im Spiel gegen Nürnberg den rechten Arm wie bei einem militärischen Gruss an die Stirn gelegt und dann weit von sich gestreckt hatte. Dies könnte auch als Hitler-Gruss bewertet werden, welcher in Deutschland verboten ist. Xherdan Shaqiri zeigte eine ähnliche Geste. Ob aber effektiv eine Ermittlung eingeleitet wird, ist gemäss der Staatsanwalts-Sprecherin noch «völlig offen».

Mandzukic und Shaqiri dementieren

Bereits kurz nach dem Spiel hatten Medien spekuliert, dass der Jubel den freigelassenen kroatischen Generälen Ante Gotovina und Mladen Markac galt. Mandzukic wiegelte nach der Partie ab: «Ich bin total perplex, was aus dem Torjubel gemacht wird. Das hat mit Politik nichts zu tun, ich bin lediglich zur Kurve gerannt und habe unsere Fans begrüsst. Ich bin völlig unpolitisch», so der kroatische Nationalspieler. Ebenso Xherdan Shaqiri. «Ich weiss nichts von einem General aus Kroatien. Ich habe Mario gesehen und habe einfach mitgejubelt», so der Schweizer mit kosovarischen Wurzeln.

Auf seiner kroatischen Website hat sich Mandzukic allerdings etwas anders zur vieldiskutierten Geste geäussert. «Liebe Fans, hiermit melde ich mich wegen der Verwirrung in den Medien. Das war nichts Sensationelles. Ich bin Kroate und teile die Freude meiner Mitbürger. Mein Gruss war der Ausdruck einer sehr persönlichen Emotion, die ich gefühlt habe, wie jeder andere Kroate auch.» Nicht nur die kroatischen Medien werteten diesen Eintrag als ein Eingeständnis des Bayern-Stürmers.

(mon/pre)