Kiffende Kicker

08. Oktober 2009 11:12; Akt: 08.10.2009 11:40 Print

Nach dem Training einen Joint

Weil ein usbekischer Internationaler gekifft hat, wurde er von der FIFA für drei Monate gesperrt. Geht es nach der Spielervereinigung FIFPro, soll Cannabis aber von der Dopingliste gestrichen werden. Und raten Sie mal, welches Land dieses Vorhaben unterstützt.

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Der Vorstoss kam – sie werden es erraten haben – von der holländischen Anit-Doping-Agentur. Diese legte der WADA (Welt-Anit-Doping-Agentur) nahe, Cannabis von der Dopingliste zu streichen. Dies, weil Kiffen zu keinen Leistungs-Höhenflügen führen soll. Davon sind auch das holländische Gesundheitsministerium und das Nationale Olympische Komitee überzeugt: «Die Wissenschaft hat bewiesen, dass sich Cannabiskonsum negativ auf die Leistungsfähigkeit auswirkt».

Dieselbe Meinung vertritt die weltweite Spielervereinigung FIFPro auf ihrer Homepage: «Dopingkontrollen sind im Sport fundamentaler Bestandteil. Weil Cannabis aber nichts mit Sport zu tun hat, gehört dieses auch nicht auf die Doping-Liste. Dieses Argument soll aber nicht als Anreiz für Cannabis-Konsum gesehen werden.» Hält der wissenschaftliche Beweis, dass Cannabis die sportliche Leistung nicht steigert tatsächlich stand, muss sich die WADA den Vorwurf gefallen lassen, «Hilfspolizei» zu spielen. Das Engagement der FIFPro hat allerdings andere Gründe: Kiffende Kicker stellen beinahe die Hälfte aller Dopingsünder im Profi-Fussball.

Und wie die Beispiele in der Bildstrecke zeigen, sind auch Sportler, welche ihrem Beruf nicht auf Gras nachgehen, diesem ganz und gar nicht abgeneigt.

(tog)