Präsidenten-Ehrenwort

10. Dezember 2012 21:50; Akt: 10.12.2012 21:53 Print

Rueda darf bleiben – garantiert

von Peter Berger - Die Cup-Blamage gegen Wil hin oder her – Martin Rueda bleibt YB-Trainer. «Zu hundert Prozent», betont Werner Müller. Und der Präsident hält unmissverständlich fest: «Das ist keine Durchhalte-Parole.»

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Wil feiert den Coup gegen YB. Der Unterklassige siegt mit 4:3 nach Verlängerung. Der entscheidende Treffer fiel in der 114. Minute. Der Triumph ist die bisher einzige Überraschung im Cup-Achtelfinal. Wil war gegen YB früh auf dem Weg zur grossen Überraschung. die St. Galler führten bis zur Pause mit 3:0. Doch YB rettete sich mit einem Last-Minute-Tor und dem 3:3 in die Verlängerung. Auch Basel bekundete bei einem Challenge-League-Team Mühe. Die Basler glichen durch Salah erst in der 75. Minute zum 2:2 aus. Auch in Locarno musste die Partie in die Verlängerung. Dort erlöst Valentin Stocker den Schweizer Meister kurz vor dem Penaltyschiessen mit dem 3:2. Der FCZ setzt sich gegen Köniz (1. Liga Classic) am Ende 5:1 durch. Dabei lagen die Zürcher früh 0:1 im Rückstand. In Köniz musste das Spielfeld erst vom Schnee befreit werden. Grosser Jubel den den Grasshoppers nach dem Sieg im Achtelfinal gegen Schaffhausen. Der Wintermeister wäre gegen den 1.-Ligisten fast gescheitert. Gut gekämpft und doch verloren: Schaffhausen. Die Entscheidung: GC-Keeper Roman Bürki hält den letzten Elfmeter von Baykal. GC musste gegen Schaffhausen ins Penaltyschiessen. Nach 120 Minuten stand es 1:1. Für das Spiel musste viel Schnee aus dem Weg geräumt werden. Hier arbeiteten die Helfer in Schaffhausen noch vor der Partie wie wild. Zu viel Schnee: In Wohlen konnte nicht gespielt werden. Die Partie zwischen Wohlen und Thun konnte nicht durchgeführt werden. Statt gefunden hat dagegen Brühl SG gegen Lausanne. Hier jubelt der 1. Ligist nach dem 1:2, aber die St. Galler verlieren gegen den Superligisten am Ende mit 1:3. Der Platz konnte immerhin ziemlich gut geräumt werden.

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13 Punkte Rückstand in der Meisterschaft, im Cup und in der Europa League ausgeschieden. «Sicher, sportlich stehen wir nicht dort, wo wir gerne wären», bilanziert Werner Müller nach der ersten Saisonhälfte. «Aber wir haben nur ein Ziel verfehlt: Wir wollten im Cup überwintern.» Die Gruppenphase in der Europa League habe man dagegen erreicht, sagt der YB-Boss. «Und in der Meisterschaft wollen wir nach wie vor einen Europacup-Platz. Vom Titel haben wir nie gesprochen.»

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Wichtiger als der aktuelle Tabellenrang (5.) ist Müller, dass die Basis für Veränderungen gelegt ist. Im Sommer musste Rueda praktisch die unveränderte Mannschaft von Vorgänger Christian Gross übernehmen. Der damalige CEO Ilja Kaenzig verpflichtete einzig Gonzalo Zarate als neuen Spieler. Der Argentinier war ein weiterer guter Einzelspieler. Aber homogen war die Equipe nicht, was die extremen Leistungsschwankungen erklärt.

«Helm auf und durch»

Weil auf der Kontingentliste nur noch drei Plätze frei sind, muss der neue Sportchef Fredy Bickel nun zuerst Spieler abgeben. «Dann soll er nach sportlichen Kriterien ein Team aufbauen und zusammenschweissen», sagt Müller. Für Spieler, die ihre Eigeninteressen vertreten, soll kein Platz mehr sein: «In Zukunft möchten wir auch junge, eigene Spieler einbauen. Aber dazu muss zuerst einmal ein Platz frei sein.»

Rueda trägt diese Philosophie mit. Eine Entlassung des Trainers ist für Müller deshalb tabu. «Rueda bleibt unser Trainer, zu hundert Prozent. Das ist keine Durchhalte-Parole.» Dass es auch Kritiker gibt, weiss der Präsident. «Aber wir haben uns gesagt: Helm auf und durch. Wir wissen, was wir wollen.»