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Beachsoccer-WM
20. November 2009 16:17; Akt: 20.11.2009 20:41 Print
Schweiz steht sensationell im Halbfinal
Die Schweizer Beach-Soccer-Nati steht bei ihrer ersten WM-Teilnahme im Halbfinal und trifft dort auf die Auswahl von Uruguay. Matchwinner beim 4:2-Sieg über die favorisierten Russen war Dejan Stankovic, der drei Treffer erzielen konnte und mit elf Toren sogar die Skorerliste anführt.
Die Schweiz besiegt Russland im Viertelfinal.
Die Entscheidung im spannenden Viertelfinal zwischen der Schweiz und Russland fiel kurz vor dem Ende des zweiten Drittels. Die Russen konnten nach einem ärgerlichen Fehler in der Schweizer Hintermannschaft zum zweiten Mal ausgleichen. Nach einem Ausrutscher warf der Schweizer Keeper Nico Jung den Ball seinem Teamkollegen Stephan Meier an den Rücken, Shishin stand goldrichtig und erbte wenige Sekunden vor Drittelsende zum 2:2.
Dejan Stankovic: Spektakulärer Treffer zum 3:2 für die Schweiz.(Bild: Keystone)
Stankovic, immer wieder er
Doch anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, reagierten die Schweizer postwendend und gingen durch den überragenden Dejan Stankovic doch wieder in Führung. Mit seinem dritten Treffer, dem elften im laufenden Turnier, sicherte der Topskorer der Schweiz die so wichtige Pausenführung. Schon zu Beginn der Partie hatten die Russen, die vor dem Spiel gegen die Schweiz in drei Spieln nur fünf Gegentreffer hinnehmen musste, den wirbligen Schweizer Stürmer nie in den Griff bekommen.
Nach vier Minuten brachte Stankovic die Schweizer in Führung und nach dem Ausgleich zu Beginn des Mitteldrittels war wieder er es, der die Schweiz in Front brachte. Im spannenden Schlussabschnitt verwalteten die Schweizer ihre Führung dann sehr geschickt. Aus dem Spiel heraus hatten die Russen praktisch keine richtige Tormöglichkeit und bei den vielen gefährlichen Freistössen parierte Jung jeweils glänzend.
Der Traum vom ganz grossen Coup
Mit einer herrlichen Einzelleistung erzielte Stephan Meier drei Minuten vor Schluss den entscheidenden vierten Treffer für die Eidgenossen. Die Russen konnten nicht mehr reagieren und die Schweiz stellt dem grossen Favoriten als WM-Neuling nicht unverdient beide Beine. Gleich bei der ersten WM-Teilnahme stehen die Schweizer also im Halbfinale und haben ihr Ziel bereits erreicht. Nun darf das Team von Angelo Schirinzi sogar von einer Medaille und dem ganz grossen Coup träumen. Im Halbfinal wartet am Samstag ab 18:00 Uhr (MEZ) überraschend Uruguay, das Spanien mit 3:2 in der Verlängerung aus dem Turnier geworfen hat.
Beachsoccer-WM in Dubai, Viertelfinal
Schweiz - Russland 4:2 (1:0,2:2,1:0)
6000 Zuschauer.
Schweizer Torschützen: Stankovic (3), Meier.
Weitere Viertelfinals:
Portugal - Japan 2:1. Brasilien - Italien 6:4. Uruguay - Spanien 3:2 n.V.
Halbfinals (Samstag): Portugal - Brasilien (16.30 Uhr). Schweiz - Uruguay (18.00).
LIVE-TICKER
mit Philipp Reich
36. Das Spiel ist zu Ende! Die Schweiz schafft die grosse Sensation und wirft Russland aus dem Turnier. Bei ihrer ersten WM-Teilnahme stehen die Schweizer Strandfussballer also gleich im Halbfinal.
36. Die Russen werfen nun alles nach vorne. Jung eilt weit aus seinem Kasten, doch der Ball fliegt nach einem russischen Schuss über das Tor. Chance zum Anschlusstreffer verpasst.
35. Eckstoss für die Russen: Jung kann den Ball aber abfangen - noch 90 Sekunden.
34. Stankovic profitiert von einem Fehler in der Russen-Abwehr. Er bringt den Ball aber nicht an Bukhlitskiy vorbei.
33. Tor für die Schweiz! Meier erhöht nach einer herrlichen Einzelleistung auf 4:2. Nun winkt das Halbfinale, aber noch sind drei Minuten zu spielen.
32. Jung sucht den Abschluss - Bukhlitskiy aber auf seinem Posten.
29. Pfostenschuss für die Russland! Zum zweiten Mal rettet der Pfosten die knappe Schweizer Führung.
28. Stankovic bringt die Russen immer wieder in Verlegenheit. Sein Abschluss wird von Bukhlitskiy von der Linie gekrazt
27. Makarov mit einer schönen Einzelleistung über rechts: Sein Schuss pariert aber der hervorragende Jung im Schweizer Tor.
27. Trotz weniger Ballbesietz kommen die Schweizer momentan zu den besseren Chancen. Leu verpasst das vierte Tor mit seinem Schlenzer nur um wenige Zentimeter.
26. Mo Jäggy darf einen Freistoss treten. Der Ball fliegt aber weit über das russische Tor von Bukhlitskiy.
25. Das Schlussdrittel hat begonnen! Die Russen übernehmen sogleich wieder die Initiative.
- Die Schweizer schnuppern nach 24 Minuten an der Sensation. Trotz einer Steigerung der Russen hielten die Schweizer beharrlich dagegen. Stankovic konsolidierte mit seinen zwei Treffern den Eintorevorspurng, doch noch fehlen dem WM-Neuling 12 Minuten zum Halbfinal-Einzug.
24. Das zweite Drittel ist zu Ende! Die Schweizer konnten nach dem späten Ausgleich noch einmal vorlegen und gehen nicht unverdient mit einer knappen Führung in die zweite Drittelspause.
24. Freistoss für die Schweiz: Meier verzieht aber gleich um mehrere Meter.
24. Tor für die Schweiz! Stankovic bezwingt nach einem Lattenschuss den russischen Torwart Bukhlitskiy doch noch. Mit seinem 11. Turniertreffer bringt er die Schweiz also wieder in Führung.
23. Tor für die Russen! Was für ein Fehler in der Schweizer Hintermannschaft. Jung wirft den Ball Meier an den Rücken. Shishin kann erben und trifft zum 2:2.
23. Der Schweizer Torwart Nico Jung rettet zum Eckball.
23. Wieder ein unnötiges Foul eines Schweizers. Das bringt den Russen eine weitere gefährliche Freistosssituation.
22. Pfostenschuss der Russen! Völlig frei trifft Shaykov das Tor nicht, der Ball prallt an den Pfosten. Das hätte der Ausgleich sein müssen.
21. Die Russen wirken immer ratloser. Die Schweizer stehen in der Defensive stark und gestehen den Russen aus dem Spiel fast keine Chancen zu.
19. Auch die Russen beherrschen den Fallrückzieher. Shaykov schiesst aber übers Tor.
19. Jung hält den nächsten Freistoss der Russen. Im Gegenzug prüft Stankovic Bukhlitskiy mit einem Fallrückzieher.
18. Bukhlitskiy kriegt einen Freistoss zugesprochen und führt diesen gleich selbst. Nach seinem Aufsetzer entsteht ein wildes Durcheinander vor Jung, schliesslich kann ein Schweizer aber klären.
18. Wieder verlieren die Schweizer gegen immer aufsässigere Russen den Ball im Mittelfeld. Der sofortige Abschluss fliegt aber wieder übers Schweizer Tor.
17. Fast ein Eigentor von Stephan Jung, der einen weiten Abwurf des russischen Torwarts zur Ecke ablenkt.
16. Die Schweizer lassen den Russen kaum Raum für Angriffe. Daher probieren es die Osteuropäer mit Weitschüssen, die aber fast nie Gefahr bringen.
15. Meier verliert den Ball im Mittelfeld. Geschickt kämpft er sich die Kugel aber wieder zurück.
14. Tor für die Schweiz! Nach einem weiten Abwurf von Torhüter Jäggy bringt Stankovic die Schweiz wieder in Führung.
14. Die Schweiz versucht beim Anspiel denselben Trick. Der Schuss von Mo Jäggy fliegt aber vorbei.
13. Tor für die Russen! Makarov dreht den Ball gleich nach dem Anspiel in die rechte Torecke. Alles wieder offen!
13. Weiter geht's mit dem Mitteldrittel! Die Russen nun unter Zugzwang, die Schweiz kann auf Konter und russische Fehler lauern.
- Die Schweizer Beachsoccerer haben im ersten Drittel alles richtig gemacht. Geduldig hat das Team von Angelo Schirinzi auf ihre Chance gewartet und diese dann eiskalt ausgenutzt. Trotz Führung darf die Schweiz nun aber nicht alles hinten reinstellen, sondern muss versuchen mit Nadelstich-Angriffen das eine oder andere Tor nachzulegen.
12. Das erste Drittel ist zu Ende! Die Schweiz bringt die knappe 1:0-Führung in die Pause. Die Russen lagen aber auch schon gegen Italien zurück, haben das Spiel aber noch gedreht.
11. Die Schweiz hält gegen die Russen stark dagegen. Vor allem in den Zweikämpfen am Boden sind die Eidgenossen deutlich überlegen.
9. Kontermöglichkeit für die Schweiz: Spacca legt für Stankovic auf, der aber nur ins Aussennetz trifft.
8. Stankovic fängt einen Ball in der Mitte des Spielfelds ab. Sofort sucht er den Abschluss, aber auch sein Schuss fliegt übers Tor.
6. Der Schweizer Captain Mo Jäggy verfehlt mit einer Direktabnahme sein Ziel deutlich. Der Ball fliegt klar übers Tor.
6. Die Russen finden noch kein Mittel gegen den Schweizer Abwehrriegel. Die hohen Bälle in die Spitze finden nur selten einen Abnehmer.
4. Tor für die Schweiz! Stankovic, wer denn sonst, versenkt den Freistoss mit einem herrlichen Flachschuss in die linke untere Torecke.
4. Der russische Torhüter Bukhlitskiy nimmt den Ball zum zweiten Mal in die Hand. Das gibt einen Freistoss für die Schweiz von der Mittellinie.
2. Erste Chance für die Russen. Makarov verpasst mit einem Flachschuss nur knapp die frühe Führung. Der Ball rauscht um wenige Zentimeter am linken Pfosten vorbei.
1. Das Spiel hat begonnen! Gespielt werden drei Drittel à je 12 Minuten.
- Die Schweiz beginnt mit Nico Jung im Tor, Leu, Spacca, Mo Jäggy und Stankovic sind die vier Feldspieler.
- Auch Ex-Miss Schweiz Anita Buri sitzt im Publikum. Sie ist mit Stephan Meier liiert, der bei der Fussball-Dokusoap «Der Match» mit dabei war.
- Mit Dejan Stankovic hat die Schweiz ausserdem den Leader im Torschüztenklassement in ihren Reihen. Achtmal hat er bereits getroffen.
- Die Schweiz ist gegen Russland der klare Aussenseiter. Die bisherigen Duelle verlor die Schweiz allerdings nur knapp.
Um 15 Uhr findet der mit Spannung erwartete Viertelfinal statt. Mit 20 Minuten Online sind Sie live dabei.
Vor dem Spiel
Seit 2007 gehört Russland zu den besten Teams der Welt. Damals stieg das Team erstmals in die europäische Elite-Liga EBSL auf. Im gleichen Jahr endete die erste WM-Teilnahme bereits in der Vorrunde, 2008 scheiterten die Russen am späteren Weltmeister Brasilien im Viertelfinale. Jetzt soll der nächste Schritt folgen. Die Europa-Qualifikation zur WM in Castellon lief fast perfekt. Einzig im Endspiel musste man sich im Neunmeterschiessen Gastgeber Spanien geschlagen geben.
Trotzdem sagt der Schweizer Spielertrainer Angelo Schirinzi: «Russland ist in Europa momentan die beste Mannschaft.» Er kennt das Team gut. In den letzten beiden Jahren trafen die Schweizer achtmal auf Russland. Dabei reichte es nur 2007 auf Mallorca für einen knappen 5:4-Erfolg, siebenmal verlor die Schweiz. Allerdings war es meist knapp. Die beiden Duelle in diesem Jahr endeten im Juli mit 1:2 und beim Superfinale der Europaliga, welches Russland für sich entschied, unterlag die Schweiz nach Verlängerung mit 2:3 denkbar knapp.
Was macht die Russen denn so stark? «Sie sind taktisch sehr diszipliniert», weiss Schirinzi. Das belegt auch die Statistik. Russland hat bisher in drei Partien erst fünf Tore kassiert und stellt damit die beste Abwehr des Turniers. Allerdings zünden die Osteuropäer auch kein Offensivfeuerwerk. Mit elf Treffern konnten sie von allen Viertelfinalisten am zweitwenigsten Tore bejubeln.



























