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Axpo Super League
18. April 2009 17:23; Akt: 18.04.2009 21:58 Print
Sion trotzt dem FCZ, Vaduz neues Schlusslicht
Die 28. Runde der Axpo Super League könnte die Runde der Wechesel an den Tabellenenden sein: Nach dem Sieg gegen Vaduz hat Luzern die rote Laterne an den heutigen Gegner weiter gegeben, nach dem Unentschieden gegen Sion kann Basel morgen am FCZ vorbei ziehen.
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Axpo Super League, 28. Runde
Bellinzona - Aarau 1:2
Vaduz - Luzern 1:2
Zürich - Sion 2:2
Fehltritt des Leaders
Der FC Zürich leistete sich im Fernduell mit Basel und YB einen Fehltritt. Zuhause kam der Leader gegen Cupfinalist Sion bloss zu einem 2:2.
Mitte der ersten Halbzeit schien sogar eine noch grössere Überraschung möglich. Guillerme Afonso (8.) und Olivier Monterrubio (23.) hatten die frühe FCZ-Führung (Aegerter/6.) in einen Vorsprung für die Walliser umgewandelt. Und Sion vediente sich diese Führung sogar. Die erstmals von Didier Tholot trainierten Cupfinalisten versteckten sich auf dem Letzigrund nicht und kamen einem dritten Tor zwei-, dreimal sogar erstaunlich nahe.
Doch als Eric Hassli (14. Saisontor) unmittelbar vor der Pause den 2:2-Ausgleich für den FCZ erzielte, war dies der Startschuss für einen Zürcher Sturmlauf in der zweiten Halbzeit. Ohne Unterbruch bestürmte der FCZ das gegnerische Tor, Sion kam kaum noch aus der eigenen Platzhälfte heraus. Doch das erlösende Tor wollte den Zürchern nicht gelingen. Hassli (48.), der eingewechselte Admir Mehmedi (69.) und Alexandre Alphonse (73.), der in der Rückrunde noch kein Tor erzielte, vergaben die besten Chancen.
So musste Meisteraspriant nach dem 0:0 gegen Bellinzona schon gegen den zweiten Abstiegskandidaten auf dem Letzigrund Punkte abgeben
Luzern gibt "rote Laterne" ab
Der FC Luzern ist dank dem ersten Auswärtssieg der Saison erstmals seit Anfang August 2008 nicht mehr Schlusslicht der Super League.
Neun Tage nach dem 3:1 auf der Allmend gewann Luzern zum Auftakt des letzten Meisterschaftsviertel auch das "Rückspiel" gegen Vaduz. Dank dem 2:1-Sieg im Fürstentum Liechtenstein liegen die Innerschweizer nun zwei Punkte vor Vaduz, das zum letzten Mal in dieser Saison ihr Gegner war.
Luzerns erster Vollerfolg auf fremdem Terrain im 14. Anlauf kam auf glückliche Weise zustande. Das Team von Rolf Fringer profitierte bei beiden Treffern von haarsträubenden Vaduzer Abwehrfehlern: Vor dem 0:1 (18.) brachten die Liechtensteiner den Ball nicht weg, Luzerns einziger Stürmer João Paiva hob ihn dafür gefühlvoll ins Tor. Beim 0:2 nach einem langen, hohen Freistoss konnte sich FCL-Aussenverteidiger Lukmon in der 38. Minute die Ecke aussuchen, in die er einköpfeln wollte.
Vaduz brachte ausser dem Penaltytor von Gaspar kurz vor der Pause erschreckend wenig zustande. Wie fahrlässig die nun letztklassierte Equipe von Pierre Littbarski mit seinen Chancen umging, war teilweise unfassbar. Thordarsson in der ersten und Galbi in der zweiten Halbzeit trafen nach Querpässen das leere Tor nicht, dazu kamen sieben weitere ausgezeichnete Möglichkeiten, für Korrekturen zu sorgen.
Überhaupt entsprach im Spiel der Liechtensteiner vieles nicht dem Niveau der Liga. Die hohe Fehlpassquote, Abstimmungsprobleme in praktisch allen Mannschaftsteilen und die minimale Torgefahr ihrer Stürmer werden den FCV in naher Zukunft (nächste Gegner sind GC, YB und Basel) vor grosse Probleme stellen. In aktueller Verfassung läuft Vaduz grosse Gefahr, in die Challenge League abzusteigen.
Aarauer Wende nach der Pause
Der FC Aarau kam in Bellinzona zum erst zweiten Auswärtssieg der Saison. Der Tabellenfünfte gewann im Tessin 2:1.
Erstmals seit Anfang November gelang dem FC Aarau in einer Partie mehr als ein Tor. Die Kopfball-Treffer von Menezes (49.) und Giuseppe Aquaro (56.) bedeuteten die verdiente Wende innerhalb von wenigen Minuten, nachdem die Gäste schon nach sechs Minuten durch Mauro Lustrinelli in Rückstand geraten waren.
Aarau siegte letztlich verdient, weil es auf den frühen Rückstand reagierte und das Spiel zwischen der 20. und 65. Minute klar dominierte. So hätten die Tore schon vor der Pause fallen müssen, doch Page, Mutsch und Nushi vergaben beste Gelegenheiten.
Bellinzona enttäuschte weitgehend. Die Aufsteiger zeigten wenig Leidenschaft und erwachten zu spät. Erst nach den Einwechslungen von Ciarrocchi und Sermeter kamen die Tessiner in Fahrt. Ciarrocchi scheiterte bei der gefährlichsten Aktion jedoch an FCA-Keeper Ivan Benito (79.).
Telegramme:
Zürich - Sion 2:2 (2:2)
Letzigrund. - 7500 Zuschauer. - SR Hänni.
Tore: 6. Aegerter 1:0. 8. Afonso 1:1. 22. Monterrubio 1:2. 45. Hassli 2:2.
Zürich: Leoni; Stahel (43. Lampi), Barmettler, Tihinen, Rochat; Aegerter; Nikci, Abdi, Tico (83. Djuric); Alphonse, Hassli (66. Mehmedi).
Sion: Beney; Sarni, Vanczak, Nwaneri, Paito; Serey Die, Fermino; Reset (66. Mfuti), Obradovic (56. Dominguez), Monterrubio (74. Bréllier); Afonso.
Bemerkungen: Zürich ohne Margairaz (gesperrt) sowie Chikhaoui, Stucki und Staubli (alle verletzt), Sion ohne Adeshina und Kali (beide verletzt) sowie Crettenand, El Hadary, Alioui und Ahoueya (alle nicht im Aufgebot).
Verwarnungen: 13. Sarni (Foul). 21. Aegerter (Foul). 51. Vanczak (Foul). 89. Beney (Unsportlichkeit).
Bellinzona - Aarau 1:2 (1:0)
Comunale. - 3648 Zuschauer. - SR Graf.
Tore: 6. Lustrinelli 1:0. 49. Menezes 1:1. 56. Aquaro 1:2.
Bellinzona: Zotti; Siqueira Barras, Dudar, La Rocca, Raso (61. Ciarrocchi); Hima, Rivera; Frank Feltscher, Kalu (61. Sermeter), Gashi (75. Beghetto); Lustrinelli.
Aarau: Benito; Menezes, Aquaro, Page, Elmer; Marazzi, Mutsch, Bastida, Nushi; Oprita (86. Burki), Ianu (46. Bengondo).
Bemerkungen: Bellinzona ohne Mangiarratti (gesperrt) sowie Thiesson (verletzt), Bättig, Bernardet, Gritti, Roux und Wahab (alle nicht im Aufgebot), Aarau ohne Guerrero, Rogerio und Schaub (alle verletzt) und Lang (bei U21). 6. Page lenkt Ball an die eigene Latte, danach trifft La Rocca mittels Kopfball die Latte (Lustrinelli verwertet den Nachschuss).
Verwarnungen: 41. Gashi (Foul). 45. Hima (Foul). 80. Zotti (Handspiel). 84. Benito (Unsportlichkeit). 86. Rivera (Foul). 91. Feltscher (Foul).
Vaduz - Luzern 1:2 (1:2)
Rheinpark. - 2770 Zuschauer. - SR Messner (Ö).
Tore: 18. Paiva 0:1. 38. Lukmon 0:2. 41. Gaspar (Foulpenalty) 1:2.
Vaduz: Kirschbaum; Ritzberger, Rudan, Iten (72. Nickenig), Cerrone; Gaspar, Bellon, Senna (79. Steinarsson), Haman; Galbi (72. Dadi), Thordarson.
Luzern: Zibung; Lukmon (76. Diarra), Seoane, Schwegler, Lustenberger; Gajic (89. Wiss); Ferreira, Zverotic, Renggli, Tchouga; Paiva (85. Pacar).
Bemerkungen: Vaduz ohne Fejzulahi, Mea Vitali, Reinmann, Rivaldo, Saroa (verletzt), Polverino (gesperrt) und Fischer (krank), Luzern ohne Chiumiento, Frimpong, Scarione (alle verletzt), Kukeli und Lambert (beide rekonvaleszent).
Verwarnungen: 25. Gaspar. 43. Schwegler. 48. Gajic. 50. Senna. 51. Lukmon. 62. Iten (alle wegen Fouls). 66. Rudan (Reklamieren). 82. Diarra (Hands).



























