Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Super League
23. Mai 2012 15:21; Akt: 24.05.2012 00:38 Print
FCB unterliegt YB, Luzern ist Vize-Meister
Der Meister und Cupsieger FCB beendet die Saison mit einer 1:2-Niederlage gegen die YB, bekommt aber endlich den Pokal. Luzern, Lausanne und der FC Zürich sind die weiteren Sieger der letzten Runde.
Partystimmung im Joggeli: Vor dem Anpfiff verabschiedete der FCB und seine Fans mehrere Spieler. Besonders emotional wurde es bei der Inszenierung von Benjamin Huggels Abschied, die einigen seiner Mitspieler Tränen in die Augen trieb und das Publikum mit standing ovations feierte.
Bildstrecken Der FCB bekommt endlich seinen PokalSelbst das 1:0 der Young Boys nach 18 Minuten durch Moreno Costanzo tat der Stimmung keinen Abbruch. Die Basler fanden aber schnell zurück ins Spiel und kamen in der 33. Minute durch Xherdan Shaqiri, der wie Xhaka, Abraham und Chipperfield sein letztes Spiel im Dress der Basler ablieferte, zum Ausgleich. Getrübt wurde die Stimmung kurz vor der Pause, als YB-Mittelfeldspieler Joshua Simpson mit einem ohne Fremdeinwirkung erlittenen Waden- und Schienbeinbruch vom Platz getragen werden musste. Und auch im Publikum mussten die FCB-Ärzte nach einem Zwischenfall Hilfe leisten. Die matchentscheidende Szene spielte sich in der 80. Minute ab: FCB-Keeper Sommer parierte einen Foulpenalty von Costanzo, gegen Vitkieviecs Nachschuss war Sommer allerdings machtlos.
FC Luzern ist Vize-Meister
Der FC Luzern verteidigte im letzten Spiel den 2. Platz. Die Innerschweizer siegten in Sitten dank zwei späten Toren 3:1. Für die Walliser war die Partie eine misslungene Hauptprobe für die Barragespiele gegen Aarau am Pfingstwochenende.
Der neue Sion-Trainer Vladimir Petkovic verlor auch das zweite Spiel mit seiner Equipe, doch hatte er immerhin ein gutes Händchen in der Goalie-Frage. Weil sein Torhüter Andris Vanins sperregefährdet war, setzte der Trainer im bedeutungslosen Spiel gegen Luzern Ersatztorhüter Kevin Fickentscher ein. Sieben Minuten vor dem Ende musste dieser gegen den anstürmenden Luzern-Angreifer Lezcano alles riskieren, foulte den Paraguayer und verschuldete den Penalty zum 1:2 (Kukeli). Fickentscher sah die Rote Karte wegen einer Notbremse. Hätte Vanins im Tor gestanden, er wäre nach dem Platzverweis nun in der Barrage gesperrt.
Serey Die als Torhüter
Weil Sion in dieser 83. Minute schon dreimal gewechselt hatte, musste Mittelfeldspieler Serey Die ins Tor stehen. Der Ivorer kassierte während dieses siebenminütigen Experiments nicht nur den Penalty zum 1:3, sondern auch noch den dritten Gegentreffer durch Nelson Ferreira (89.).
Das Resultat kann Sion letztlich egal sein. Für die Walliser zählt nun der Samstag und das Hinspiel der Barrage gegen Aarau. Gegen Luzern schonte Petkovic deshalb einige Leistungsträger. Doch mit positivem Elan geht Sion nicht in diese wichtigsten zwei Spiele der Saison. Von den letzten sieben Partien gewannen die Walliser nur eine.
GC schliesst mit Niederlage ab
Die Grasshoppers beenden die Saison mit der schlechtesten (sportlichen) Bilanz aller zehn (gestarteten) Super-League-Klubs. Dieses Debakel perfekt machte die 1:2-Niederlage in Lausanne. Auch im siebten Spiel unter dem neuen Coach Uli Forte gab es keinen Sieg.
Die Bilanz der Zürcher ist an sich verheerend. Nur die Spezialfälle Xamax (Konkurs) und Sion (Strafpunkte) verhinderten den totalen Absturz. Kein Team holte in dieser Saison weniger Punkte. Sogar das finanziell kollabierte Xamax holte in 18 Spielen nicht weniger Zähler als GC, das 34 Mal antrat. In der Rückrunde gewann der Rekordmeister nur ein einziges Mal, er holte gerade mal sechs Punkte. Auch der neue Coach Uli Forte schaffte die Wende (vorerst) nicht: er geht mit null Siegen und mit nur zwei Punkten aus sieben Partien in die Sommerpause.
Lausanne mit Aufwärts-Trend
In einer schwachen Partie führte GC dank dem vierten Saisontor von João Paiva, das dritte unter Forte, zwar früh 1:0. Doch das Lausanner Angriffsduo Jocelyn Roux (39.) und Matt Moussilou (86.) kehrte die Partie. Beide profitierten jeweils von der Vorarbeit des Sturmpartners. So endete die Saison für GC in der grenzenlosen Blamage und für Aufsteiger Lausanne mit beachtlichem Leistungsausweis. Immerhin gewannen die Waadtländer die letzten vier Heimspiele.
Der abtretende Trainer Martin Rueda hinterlässt seinem Nachfolger ein Team, das eine steigende Leistungskurve aufweist. Dieser Nachfolger dürfte Laurent Roussey heissen. Der ex Sion-Trainer soll am Freitag ein weiteres Mal in Lausanne verhandeln. Er ist vom Projekt «LS» offenbar angetan.
Auswärts-Sieg für den FCZ
Zürich beschloss eine ungenügende Meisterschaft ordentlich. In Thun fertigte der FCZ mit den Thun den Aufsteiger der Saison 4:2 ab. Josip Drmic führte die Gäste mit seiner Tor-Triplette im Alleingang zum Erfolg. Unzählige Chancen hatte der 19-Jährige im Frühling vergeben und verschuldete die gravierenden Probleme der Stadtzürcher zumindest mit. In Thun schüttelte er seine Ineffizienz ab. Als dem FCZ zweimal die Führung entglitt, griff der U21-Internationale praktisch im Gegenzug korrigierend ein.
Kursweisend war das 3:2 in der 81. Minute, ehe Drmic mit dem 4:2 in der Nachspielzeit dem neuen Coach erneut demonstrierte, dass mit ihm nach der Sommerpause womöglich zu rechnen ist. Unter Umständen ist Rolf Fringer gut beraten, anstelle des unberechenbaren Tunesiers Chermiti vermehrt auf Drmic zu setzen. Für die bedeutungslose Derniere im Berner Oberland hielt sich das Interesse beidseits in Grenzen. 21 Professionals meldeten sich verletzt ab - beim FCZ fehlte die gesamte Stamm-Equipe. Doch die Zürcher B-Vertretung, an sich eine verstärkte U21-Auswahl, überzeugte mehr als die abwesenden Titulare während der nahezu komplett missratenen Saison und verlängerte die Serie der Ungeschlagenheit gegen den FCT auf 20 Partien.
Basel - Young Boys 1:2 (1:1)
St.-Jakob-Park. -36'000 Zuschauer. - SR Studer.
Tore: 19. Costanzo 0:1. 33. Shaqiri 1:1. 80. Vitkieviez (Nachschuss nach Foulpenalty) 1:2.
Basel: Sommer; Steinhöfer, Abraham, Dragovic, Park; Shaqiri (62. Yapi), Huggel (73. Fabian Frei), Xhaka, Stocker; Alex Frei (83. Chipperfield), Zoua.
Young Boys: Wölfli; Zverotic, Ojala, Veskovac, Lecjaks; Nuzzolo, Costanzo, Farnerud (91. Bürki), Simpson (43. Vitkieviez); Mayuka, Martinez (81. Bertone).
Bemerkungen: Basel ohne Kusunga (gesperrt), Voser (verletzt), Kovac, Pak, Cabral (alle nicht im Aufgebot), YB ohne Bobadilla, Doubai, Spycher (beide gesperrt), Ben Khalifa, Nef, Raimondi (alle verletzt), David Degen (nicht im Aufgebot), Silberbauer (Nationalteam Dänemark). 42. Simpson mit Schien- und Wadenbeinbruch ausgeschieden. 70. Pfostenschuss von Vitkieviez. 80. Sommer hält Foulpenalty von Costanzo, Vitkieviez trifft im Nachschuss. 90. Wölfli lenkt Schuss von Fabian Frei an den Pfosten. Verwarnungen: 22. Xhaka, 23. Simpson, 48. Ojala, 80. Sommer (alle Foul).
Sion - Luzern 1:3 (1:1)
Toubillon. - 5200 Zuschauer. - SR Bieri.
Tore: 34. Sauthier 1:0. 38. Stahel (Freistoss Renggli) 1:1. 83. Kukeli (Foulpenalty/Foul von Fickentscher an Lezcano) 1:2. 89. Ferreira (Gygax) 1:3.
Sion: Fickentscher; Sauthier (72. Yoda), Aislan, Dingsdag, Mutsch; Serey Die, Crettenand (68. Basha); Yerly, Margairaz, Danilo; Ianu (59. Wüthrich).
Luzern: Zibung; Sarr, Stahel, Puljic, Lustenberger; Wiss (75. Thiesson), Kukeli, Renggli (70. Hochstrasser); Winter (85. Gygax), Ferreira; Lezcano.
Bemerkungen: Sion ohne Gonçalves (verletzt) und Obradovic (gesperrt) sowie Vanczak, Adailton, Bühler und Rodrigo (alle geschont). 81. Rote Karte gegen Fickentscher wegen einer Notbremse. Verwarnungen: 23. Danilo (Foul). 71. Lustenberger (Foul). 71. Wüthrich (Foul). 76. Basha (Foul).
Lausanne-Sport - Grasshoppers 2:1 (1:1)
Pontaise. - 6500 Zuschauer. - SR Zimmermann.
Tore: 19. Paiva (Zuber) 0:1. 39. Roux (Moussilou) 1:1. 86. Moussilou (Roux) 2:1.
Lausanne-Sport: Favre; Chahksi, Katz, Meoli (27. Page), Kamber; Avanzini (77. Sanogo), Bah, Marazzi, Steven Lang (72. Pasche); Roux, Moussilou.
Grasshoppers: Bürki; Taulant Xhaka, Michael Lang, La Rocca, Bauer; Toko, Abrashi; Callà (67. Hajrovic), Paiva (76. Brahimi), Zuber; Frank Feltscher (67. Mustafi).
Bemerkungen: Lausanne ohne Sonnerat und Tall (beide gesperrt) sowie Coltorti (verletzt), Grasshoppers ohne Adili, Bertucci, Cabanas, Coulibaly, De Ridder, Menezes, Pavlovic und Smiljanic (alle verletzt). 20. Meoli mit Verdacht auf Bänderriss im Knie ausgeschieden. Verwarnungen: 32. La Rocca (Foul). 35. Feltscher (Reklamieren). 37. Toko (Foul). 41. Bah (Foul). 61. Chakhsi (Foul). 69. Avanzini (Foul).
Thun - Zürich 2:4 (0:0)
Arena. - 4798 Zuschauer. - SR Amhof.
Tore: 51. Kukuruzovic 0:1. 59. Marco Schneuwly (Wittwer) 1:1. 67. Drmic (Schönbächler) 1:2. 79. Zenuni 2:2. 81. Drmic (Magnin) 2:3. 91. Drmic 2:4.
Thun: Djukic; Manière, Matic (71. Bigler), Ghezal, Schindelholz; Volina (72. Zenuni), Bättig, Demiri, Wittwer; Salamand; Rama (57. Marco Schneuwly).
Zürich: Guatelli; Glarner, Raphael Koch, Benito, Magnin; Brunner, Kukuruzovic, Kajevic, Nikci (89. Di Gregorio); Schönbächler (83. Buff); Drmic.
Bemerkungen: Thun ohne Lüthi, Fabiano, Siegfried, Reinmann, Schneider, Schirinzi, Christian Schneuwly, Hediger (alle verletzt), FCZ ohne Chermiti (gesperrt), Aegerter, Barmettler, Béda, Chikhaoui, Gajic, Leoni, Philipp Koch, Sutter, Zouaghi, Teixeira (alle verletzt), Djimsiti, Brecher (beide U19-Nationalteam). Verwarnungen: 58. Benito, 82. Marco Schneuwly, 94. Kajevic (alle Foul).
Axpo Super League
| Datum | Spiel | Resultat |
| 16.05.13 | Basel - Lausanne-Sport | 2:0 (1:0) |
| 16.05.13 | Sion - Grasshoppers | 0:4 (0:2) |
| 17.05.13 | Thun - St. Gallen | 3:0 (2:0) |
| 18.05.13 | Servette - Young Boys | 0:1 (0:1) |
| 18.05.13 | Zürich - Luzern | 4:1 (1:0) |
| R | Mannschaft | Sp | S | U | N | G | : | E | P |
| 1. | Basel | 33 | 19 | 9 | 5 | 59 | : | 30 | 66 |
| 2. | Grasshoppers | 33 | 17 | 9 | 7 | 41 | : | 30 | 60 |
|
|
|||||||||
| 3. | St. Gallen | 33 | 16 | 8 | 9 | 49 | : | 32 | 56 |
| 4. | Zürich | 33 | 14 | 7 | 12 | 54 | : | 42 | 49 |
| 5. | Sion | 32 | 12 | 9 | 11 | 36 | : | 45 | 45 |
|
|
|||||||||
| 6. | Thun | 33 | 12 | 8 | 13 | 41 | : | 42 | 44 |
| 7. | Young Boys | 33 | 11 | 9 | 13 | 44 | : | 43 | 42 |
| 8. | Luzern | 33 | 8 | 12 | 13 | 35 | : | 46 | 36 |
| 9. | Lausanne-Sport | 33 | 6 | 9 | 18 | 25 | : | 47 | 27 |
|
|
|||||||||
| 10. | Servette | 32 | 5 | 8 | 19 | 24 | : | 51 | 23 |
(si)
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»
Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.
«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»
Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.
«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»
Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)
Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?
Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.
-
Alle 13 Kommentare

Die Printausgabe von 20 Minuten gibts jetzt auch als ePaper.
Die 20 Minuten App Familie
Thank god it's Friday!
DIE Nightlife-Website für Partyverrückte aus aller Welt




















Drmic top
Ich würde Fringer auch raten das er Chermiti nicht mehr einsetzt. Drmic ist jung und hungrig. Und anstatt ganz Tunesien leer zu kaufen sollten sie auf ihre U21 zurückgreifen.
8 Spiele gesperrt?
Wurde Serey Die nicht für 8 Spiele gesperrt? Wieso durfte der gestern spielen?
FCL..
Gratuliere zum 2. Platz. Für mich seit ihr die wahren Sieger.
Realitätsverlust?
Stimmt, mit 20 Punkten Rückstand macht diese Aussage auch total Sinn...
FCB 1893
Da sagt keiner etwas, wenn gegen Basel einen Penalty gepfiffen wird, der eine klare Schwalbe ist (Zirkusreif)
Hihi. Witz des Tages!
Wahrer Sieger mit 20 Pkt. Rückstand? Hast aber ne ganz schicke FCL Brille auf!
I like!
Schliesse mich an!
Herzig
Ach wie schön! 20 Punkte Differenz zu Basel sprechen aber eine deutliche Sprache!
europapokal
meine rede FCL REGIERT!!! XD