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Fussballer dreht durch
19. November 2012 07:29; Akt: 19.11.2012 08:33 Print
Stürmer streckt Goalie nieder – verhaftet
Ein Argentinier auf den Spuren Cantonas. Nach einem Platzverweis tickt Gaston Cellerino aus: Er greift den gegnerischen Torhüter in Kung-Fu-Manier an – mit ungemütlichen Folgen.
Unglaubliche Szene am Mittwoch in der letzten Runde der regulären Meisterschaft der höchsten chilenischen Liga. Beim Duell zwischen den Santiago Wanderers und Union La Calera – beide Teams weit davon entfernt, die Playoffs zu erreichen – fliegt in der Nachspielzeit Union-Spieler Gaston Cellerino mit Gelb-Rot vom Platz.
Video
Kung-Fu-Kick eines Brazil-Keepers
Balotellis Kung-Fu-Kick gegen Kiew
Nach dem Schiri-Entscheid befindet sich dieser eigentlich schon auf dem Weg Richtung Kabine, als er plötzlich kehrtmacht. Es kommt zur Rudelbildung – und ehe sich jemand versieht, streckt Cellerino den gegnerischen Torhüter mit einem Kung-Fu-Kick Richtung Kinn nieder.
Was den Kameras entgeht: Bereits vor dem Tritt stösst der 26-jährige Argentinier den Keeper heftig zu Boden. Der Stürmer, der auch schon für Livorno, Celta Vigo und Racing Santander in Europa auf Torjagd ging, muss nach der Tätlichkeit nicht nur seinen ohnehin fälligen Platzverweis antreten – er wird sogar verhaftet. Nach einer Nacht im Knast wird Cellerino wieder auf freien Fuss gesetzt.
«Hatte Zeit, über meine Reaktion nachzudenken»
«Es war die schrecklichste Nacht meines Lebens», sagt der Fussballer drei Tage später gegenüber «La Tercera». «Allein in einer Zelle, hörte ich Schreie der anderen Gefangenen. In den Stunden, in denen ich nicht schlafen konnte, hatte ich Zeit, über meine Reaktion nachzudenken.»
Er habe den Platzverweis verdient, das sei keine Frage. Auf dem Weg in die Garderobe habe der Wanderers-Torhüter ihn dann aus dem Nichts beleidigt. «Er hat gesagt: Du verdammter Bastard. Ich f*** deine Frau und deine Mutter.» Da habe er ihn umgeschubst. Cellerino: «Niemand mag es, wenn man seine Familie beleidigt.» Er sei dann weitergegangen, doch der Torhüter sei ihm gefolgt. «Da habe ich ihn getreten, um mich zu verteidigen. Ich dachte, er will mich angreifen.»
In der Garderobe sei ihm dann bewusst geworden, dass er einen Fehler gemacht habe, so der Union-Stürmer weiter. «Die Menschen und Kinder im Stadion verdienen das nicht. Eigentlich sollten wir Tore erzielen.» Die Polizei habe ihn dann in der Garderobe aufgesucht und zuerst vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Anschliessend sei er darüber informiert worden, dass er wegen des Gewaltschutzes in den Stadien verhaftet werde. «Ich wollte sterben», so Cellerino. Die Nacht im Gefängnis werde er nie vergessen.
Cantona lässt grüssen
Die Aktion des Argentiniers erinnert stark an den legendären Ausraster des Franzosen Eric Cantona im Januar 1995. Der damalige Manchester-United-Spieler wurde ebenfalls des Feldes verwiesen und liess sich im Anschluss von einem Zuschauer provozieren. Cantona brannten die Sicherungen durch und er streckte einen Crystal-Palace-Anhänger mit einem Kung-Fu-Kick nieder.
Der Franzose schrammte damals knapp an der Gefängnisstrafe vorbei, musste aber 120 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten und wurde die restlichen vier Monate bis zum Saisonende gesperrt.
Im Grossformat auf dem Videoportal ![]()
Eric Cantonas legendärer Kung-Fu-Kick (Video: YouTube)
(mon)
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Alle 31 Kommentare

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Er ist nicht allein schuldig
Warum wird er dann weiter provoziert? Man sieht ganz klar, dass er vom Platz gehen. er drehts sich wieder um, weil ein gegnerischer Spieler kommt. Ausserdem: Warum kommt der Torwart wie eine Furie auf ihn zugerannt?
Selbstverteidigung
Selbstverteidigung, warum ist den er so angerannt gekommen, sicher nicht um ein Kuss zu geben oder zu holen. Er wollte Stress hat es auch bekommen.
naja
tschütteler und ihre füsse. wieso nicht wie männer austeilen anstatt mit den füssen voran.